Autoimmunität

Sechsteilige Online-Seminarreihe
Autoimmunität Verstehen – Erkennen – Behandeln

Mit freundlicher Unterstützung von PEKANA©

Aktuelle epidemiologische Studien zeigen eine exponentielle Zunahme an Autoimmunerkrankungen, vor allem in den Industrieländern. Zusätzlich sieht man in den Praxen zunehmend multimorbide Patenten*innen, die gleichzeitig an mehreren Autoimmunopathien leiden. Die Voraussetzung für einen naturheilkundlichen Ansatz liegt im Verständnis der immunologischen Grundlagen. Dieses Einführungsseminar ist dafür unverzichtbar, wenn Sie sich ernsthaft für diese Thematik interessieren. Unbedingt buchen!

Themenschwerpunkte: Einführung und Grundlagen, Multiple Sklerose, Chronisch entzündliche Darmerkrankungen, Rheumatoide Arthritis / Morbus Bechterew,  Autoimmunthyreoiditis / Morbus Basedow,  Psoriasis

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Autoimmunität Verstehen – Erkennen – Behandeln:

Einführung und Grundlagen

Aktuelle epidemiologische Studien zeigen eine exponentielle Zunahme an Autoimmunerkrankungen, vor allem in den Industrieländern. Vor wenigen Jahrzehnten noch eher selten, zählen mittlerweile etwa 5% der bundesdeutschen Bevölkerung zu den Betroffenen. Zusätzlich sieht man in den Praxen zunehmend multimorbide Patenten*innen, die gleichzeitig an mehreren Autoimmunopathien leiden.
Spätestens in diesem Moment fallen Betroffene, salopp gesagt, „durch den Rost“, weil ihre weitere Behandlung durch keine der üblichen Leitlinien mehr abgedeckt wird.
Der naturheilkundliche Ansatz besteht darin, die entscheidenden Prozesse und Funktionen zu erkennen, die den autoimmunen Prozess triggern und diese zielführend mit naturheilkundlichen Diagnose- und Therapiesystemen zu verknüpfen. Die Voraussetzung dafür liegt im Verständnis der immunologischen Grundlagen.

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Multiple Sklerose

Bei der Multiplen Sklerose MS handelt es sich um eine autoimmun bedingte neuroinflammatorische bzw. neurodegenerative Erkrankung. Etwa 90% der Betroffenen leiden an einem schubweisen Verlauf (RMS), bei dem die Myelinscheiden durch Entzündungen zerstört werden. Der primären (PPMS) bzw. sekundären (SPMS) Form liegen mitochondriale Schädigungen zugrunde, die zur axonalen Degeneration führen. Mittlerweile existieren viele naturheilkundliche Therapieansätze, so dass es schwer ist, sich für eine Weg zu entscheiden.
Welche Ernährungsform ist die Beste bei MS? Ist MS eine Mitochondriopathie? Welche Rolle spielen latente Virusinfekte? Muss ich bei MS grundsätzlich entgiften? Welche Mikronährstoffe sollten bei MS eingesetzt werden? Und in welcher Dosis? Sind Probiotika sinnvoll, um das Darm-Mikrobiom zu behandeln?
Um es gleich vorwegzusagen: Entgegen anderslautenden Meinungen gibt es für die naturheilkundliche Behandlung der MS keine allgemeingültigen Empfehlungen. Vielmehr ist die MS ein hochkomplexes, individuelles Krankheitsbild. Am Ende des Tages ist Ihre Expertise der Leuchtturm, der Ihre MS-Betroffenen auf den richtigen Kurs bringt.

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Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen CED

Die chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen CED umfassen hauptsächlich die Colitis ulcerosa CU und den Morbus Crohn MC. Seltener sieht man in der Praxis Betroffene mit Kollagenkolitis. Während die CU häufig den distalen Teil des Kolons betrifft und sich von dort aus weiter im Dickdarm ausbreiten kann, befällt der MC nicht nur das terminale Ileum, sondern kann im gesamten Darm auftreten.
Zusätzlich treten bei CED auch extraintestinale Manifestationen auf, diese betreffen vor allem die Gelenke (z.B. enteropathische Arthritis), die Haut (z.B. Erythema nodosum), die Augen (z.B. Uveitis), den Atmungstrakt (z.B. Bronchiolitis), die Gefäße (z.B. Vaskulitiden) und die Leber bzw. Gallengänge (z.B. primär sklerosierende Cholangitis). In diesem Zusammenhang können wir bei CED durchaus von einer systemischen Autoimmunerkrankung sprechen. Entsprechend breit sollte daher auch ein naturheilkundliches Diagnose- und Behandlungskonzept aufgestellt sein.

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Rheumatoide Arthritis / Morbus Bechterew

Die Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises sind vielfältig und können ganz unterschiedliche Gewebestrukturen betreffen. Die rheumatoide Arthritis kann in jedem Alter auftreten, der autoimmune Entzündungsprozess richtet sich gegen die Synovia der Gelenke. Beim Morbus Bechterew, der meist zwischen dem 15. 40. Lebensjahr beginnt, ist das Autoantigen das derbe kollagenreiche Bindegewebe, weswegen vor allem Gelenkkapseln, Bänder und Faserknorpel (Zwischenwirbelscheiden, Symphyse) betroffen sind. Nach meiner Erfahrung sprechen beide Krankheitsbilder gut auf eine (adjuvante) naturheilkundliche Behandlung an, allerdings liegt der Schlüssel einer erfolgreichen Therapie darin, die individuellen „Knackpunkte“ zu finden, mit denen sich der dahinterliegende autoimmune Prozess regulierend beeinflussen lässt. Diese können ganz unterschiedlich sein, z.B. Ernährung, Dysbiosen oder Herde, es können aber auch biomechanische Einschränkungen eine Rolle spielen – vor allem beim Morbus Bechterew. In meiner Praxis hat sie bei der Behandlung dieser Erkrankungen eine Kombination aus traditioneller Heilkunde und moderner Biomedizin seit Jahrzehnten ausgezeichnet bewährt.

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AIT / Morbus Basedow

Autoimmune Schilddüsenerkrankungen (AIT) gehören mit einer Prävalenz von etwa 10% zu den häufigsten Autoimmunerkrankungen. Die beiden wichtigsten Vertreter sind die Hashimoto-Thyreoiditis und der Morbus Basedow. Die Behandlung des akuten Schubs eines Morbus Basedow ist eine Domäne der Schulmedizin, allerdings fokussiert sich diese primär auf Thyreostatika, ohne den dahinterliegenden systemisch-autoimmunen Prozess zu regulieren. Die Hashimoto-Thyreoiditis (AIT, Autoimmunthyreoiditis) wird fachärztlich im Wesentlichen durch die Substitution fehlender Schilddrüsenhormone behandelt, ohne dass sich dies auf die autoimmune Entzündung bzw. die weitere Zerstörung von Schilddrüsenparenchym auswirkt. Ich kenne keine andere Autoimmunerkrankung, die so deutlich das endokrine System beeinflusst, wie die AIT. Neben den Schilddrüsenhormonen werden hier vor allen die Steroidhormone in Mitleidenschaft gezogen, was bei den Betroffenen – meist sind es Frauen – zu ganz erhebliche Beschwerden führen kann. Dies unter anderem, weil es sich bei den Steroidhormonen auch um Neurosteroide handelt. Naturheilkundler*innen denken „out of the box“, und dies ist bei Patenten*innen mit AIT auch dringend geboten, gerade wenn es um Beschwerden geht, die sich auf die alleinige Gabe von Schilddrüsenpräparaten nicht bessern.

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Psoriasis

Die Schuppenflechte (Psoriasis) ist die zweithäufigste chronische Hauterkrankung. Es handelt sich um einen autoimmun-entzündlichen Prozess, der mit Schuppung und Hyperproliferation der Epidermis einhergeht. Jeder 10. Betroffene erkrankt zusätzlich an Arthritis psoriatica, einer besonders gelenkzerstörenden Autoimmunerkrankung, bei der jedoch die typischen Rheumafaktoren im Labor unauffällig sind. Traditionell wird die Schuppenflechte als kutaner Ausdruck einer Ausscheidungsschwäche gesehen (die Haut als „dritte Niere“), während in kleineren Studien über Behandlungserfolge mit w3 Fettsäuren, Hochdosis-Vitamin D3 oder einer Verbesserung des Glutathionstoffwechsels berichtet wird. In den letzten Jahren zeigt sich immer deutlicher, dass auch das Mikrobiom bei Schuppenflechte eine Rolle spielt, speziell eine Besiedlung mit Hefepilzen der Gattung Candida - eigentlich kein Wunder, denn TH17 Helferzellen stehen im Zentrum der autoimmunen Entzündungsreaktion bei Psoriasis und Candida gehört zu den wichtigsten Triggern für diese Immunzellen.

Alle Termine online (mit Aufzeichnungen);
In der Teilnehmergebühr ist (als Skriptergänzung) der Erhalt des Buches "Autoimmunerkankungen" des Dozenten eingeschlossen! Info zum Buch siehe bitte Reiter in diesem Menü.

Termine:

  • 18.03. Einführung und Grundlagen
  • 29.04. Multiple Sklerose
  • 27.05. Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
  • 10.06. Rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew
  • 24.06. Autoimmunthyreoiditis / Morbus Basedow
  • 01.07. Psoriasis

jeweils: 18:30 – 20:30 Uhr

Teilnahmegebühr:  380,- € (350,-€ für BDH-Mitglieder und Hufeland-Schüler:innen*)
inkl. Buch des Dozenten im Wert von 79,99 €

Flyer zu vielen Veranstaltungen sind in der Hufeland-Schule ausgelegt.
Die Anmeldung geht bequem mit unserem Online-Formular.

Dirk—Rüdiger Noschinski
Heilpraktiker
DO.CN® Lizenz ACON®
Dirk-Rüdiger Noschinski führt seit 1994 eine Vollerwerbspraxis mit den Schwerpunkten Osteopathie und Behandlung von Patenten*innen, die an Autoimmunerkrankungen leiden. Neben seiner Praxistätigkeit publiziert er seit vielen Jahren in verschiedenen naturheilkundlichen Fachzeitschriften und veröffentlichte 2021 ein umfangreiches naturheilkundliches Grundlagenwerk über Autoimmunerkrankungen im Haug-Verlag. Er ist seit 30 Jahren Mitglied im Arbeitskreis Chiropraktik, Osteopathie und Neuraltherapie ACON® e.V. und Inhaber der DO.CN® Lizenz.

Info-Text des Thieme-Verlages:

Immer häufiger wenden sich Patienten mit Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis, Rheuma, Fibromyalgie, chronischen Entzündungen etc. an einen Heilpraktiker. Der Leidensdruck der Betroffenen ist teilweise enorm, die Erkrankungen sind komplex und nicht einfach zu behandeln. Dirk-Rüdiger Noschinski behandelt seit vielen Jahren Patienten mit Autoimmunkrankheiten und beschreibt verständlich und konkret, wie man diesem breit gefächerten Feld an Krankheitsbildern wirksam begegnet. Nutzen Sie diesen Erfahrungsschatz, um Ihr Wissen und Ihre Behandlungskompetenz zu erweitern. Basis für eine erfolgreiche Behandlung: Die komplexen Zusammenhänge der Immunabwehr und die durch Autoimmunerkrankungen ausgelösten pathologischen Prozesse verstehen.

  • Grundsätzliche Behandlungsstrategien: Wissen, welche Maßnahmen zu welchem Zeitpunkt innerhalb des Entzündungsprozesses erfolgversprechend und sinnvoll sind.
  • Konkrete Behandlungskonzepte für 18 Erkrankungen: Die Essenz aus der langjährigen Erfahrung des Autors – praxiserprobt und direkt umsetzbar.

1. Auflage 2021; 656 S., 86 Abb.; 79,99 Euro