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Dopamin-Resistenz

Mechanismen, Auswirkungen & therapeutische Ansätze

Neue Termine werden noch bekannt gegeben. Die letzte Aufzeichnung inkl. Skript können erworben werden.

1 Termin

hybrid (Präsenz und online inkl. Aufzeichnung)

Referentin: HP Silke Bierkämper

Dopaminresistenz als neue Zivilisationskrankheit: Das Seminar vermittelt biochemische Grundlagen, zeigt therapeutische Zusammenhänge mit Ernährung, Stressachsen und digitalen Reizen auf – und bietet konkrete Ansätze zur Regulation über Lebensstil, Adaptogene und Mikronährstoffe.

Das Seminar vermittelt neurologische und biochemische Grundlagen zum dopaminergen System und bietet praxisnahe, interdisziplinäre therapeutische Ansätze aus folgenden Bereichen:

  • Strukturierte Umstellung des Lebensstils, etwa durch

    • eine kohlenhydratärmere Ernährung,

    • gezielte Dopamin-fördernde Aktivitäten (Mind-Body-Medizin) und

    • einen bewussteren Umgang mit digitalen Medien.

  • Begleitend wird das dopaminerge System mit Adaptogenen und Mikronährstoffen unterstützt.

Die Dopaminresistenz hat viele Gesichter: Sie kann sich in depressiver Stimmung und Antriebslosigkeit äußern, aber auch in Kohlenhydrat-Sucht, geminderter kognitiver Leistung (Konzentrations- und Gedächtnisstörungen), ADHS-ähnlichen Symptomen, emotionalen Blockaden, Erschöpfung und Computerspiel-Sucht.

Ursprünglich auf Parkinson-Erkrankungen und schwerwiegende psychische Störungen begrenzt, haben Störungen des dopaminergen Systems inzwischen die breite Masse der Menschen in der industrialisierten Welt erreicht. Was einst primär in der klinischen Neurologie und Psychiatrie verortet war, betrifft heute zunehmend uns alle. Besonders in den letzten Jahren hat sich die Dopaminresistenz als weitverbreitetes Phänomen in der Gesellschaft etabliert und ist zu einer Zivilisationskrankheit geworden.

Ein Grund für diese Entwicklung ist die zunehmende Exposition gegenüber digitalen Reizen, die das dopaminerge System übermäßig stimulieren und langfristig zu Funktionsstörungen führen. Die ständige Verfügbarkeit von „Belohnungen“ durch soziale Medien, Konsum und die Allgegenwart digitaler Technologien hat das Dopaminsystem in eine anhaltende Belastungssituation versetzt. Dies führt nicht nur zu Störungen im Belohnungssystem selbst, sondern hat tiefgreifende Auswirkungen auf Motivation, Verhalten und Gesundheit. Weitere Faktoren bei der Entstehung sind regelmäßige Stimulierung des dopaminergen Systems durch Ernährungsfehler (Zucker, raffinierte Kohlenhydrate), eine langfristige Überaktivierung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse und postvirale Syndrome wie Long Covid.

Die Folge ist eine Down-Regulation der Dopaminrezeptoren. Dieser Mechanismus, der ursprünglich dem Schutz des Gehirns dient, indem er auf eine Überflutung des Systems mit Dopamin reagiert, bewirkt eine reduzierte Sensitivität der Rezeptoren.

115,00 € (95,00 € für BDH-Mitglieder und Hufeland-Schüler:innen)

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