Sektoraler Heilpraktiker für Physiotherapie

 Der Gesetzgeber erlaubt Physiotherapeuten unter bestimmten Voraussetzungen, Patienten auch ohne ärztliche Verordnung zu behandeln.
Grundlage dafür ist die amtliche Erteilung der Heilerlaubnis nach dem Heilpraktikergesetz – die Anerkennung als sogenannter Sektoraler Heilpraktiker für Physiotherapie.

Hinweis: die Anerkennung als sektoraler HP erlaubt in keinem Fall die Ausübung der Osteopathie (einschließlich der Cranio-sacral-Therapie). Sie ist Ärztinnen und HeilpraktikerInnen ohne Einschränkung vorbehalten. Den AbsolventInnen einer Osteopathieausbildung empfehlen wir den verkürzten HP-Kurs.


Der Physiotherapeut übt bislang einen sogenannten Heilhilfsberuf aus. D.h., er arbeitet auf Anweisung, auf Rezept – in der Regel eines Arztes, evtl. auch eines Heilpraktikers.
Das hat sich geändert mit dem relativ neu geregelten Berufsstatus des „Sektoralen Heilpraktikers für Physiotherapie“.  Damit kann ein Physiotherapeut nach eigenständiger Diagnose ohne Rezept behandeln und seine physiotherapeutischen Leistungen direkt mit Krankenversicherungen abrechnen.
Achtung: für die Ausübung der Osteopathie bleibt weiterhin die Anerkennung als "großer" Heilpraktiker (ohne Einschränkung) Voraussetzung.

Die Anerkennung erfolgt einerseits durch die Erfüllung allgemeiner Voraussetzungen (z.B. Berufsabschluss und –erfahrung), andererseits durch eine eingehende fachliche Überprüfung vor dem zuständigen Amt bzw. „nach Aktenlage“. Diese Überprüfung umfasst für Physiotherapeutinnen einen medizinischen und einen Gesetzeskunde-Anteil, für OsteopathInnen nur letzteres.
Die Hufeland-Schule Senden bietet Ihnen die Voraussetzungen zur erfolgreichen Teilnahme an der Überprüfung, führt diese aber auch (anerkannt durch das Gesundheitsamt Düsseldorf, zuständig für NRW) selber durch und ermöglicht damit die Anerkennung "nach Aktenlage" - ohne externe Prüfung.

 

 

Das müssen Sie mitbringen bzw. erfüllen:

  • Vollendung des 25. Lebensjahres
  • Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses der Belegart „O",
    das keine belastenden einschlägigen Einträge im Bezug auf die Berufsausübung enthält und das bei Antragstellung nicht älter als 3 Monate sein darf
  • Vorlage eines ärztlichen Attestes,
    das bei Antragstellung nicht älter als 3 Monate sein darf und aus dem die psychische und physische Eignung zur Ausübung der Tätigkeit als Heilpraktiker für Physiotherapie hervorgeht
  • für Physiotherapeutinnen: Erlaubnis zur Führung der Berufsbezeichnung Physiotherapeutin / Physiotherapeut nach dem Masseur- und Physiotherapeutengesetz (MPhG)
  • für OsteopathInnen: Nachweis über eine erfolgreich abgeschlossene staatlich anerkannte Ausbildung zur Ausübung der Osteopathie
  • nachgewiesene 4-jährige Berufstätigkeit (mit durchschnittlich mindestens 30 Stunden Wochenarbeitszeit).
  • Einige Ämter (v.a. außerhalb NRW) fordern daneben z.B. einen Kurzlebenslauf, eine Geburtsurkunde, Schulabschlusszeugnis, eine Kopie des Personalausweises und eine Meldebescheinigung. Solche zusätzlichen Anforderungen müssen in den Antragsformularen der zuständigen Behörde ausgewiesen werden.

    Eine komplette Listung der in NRW einzureichenden Unterlagen finden Sie hier.

    Weitere Voraussetzung, die durch unser Angebot erfüllt werden kann:
  • (als Physiotherapeutin) Nachweis über eine medizinische Ausbildung gemäß der gesetzlichen Vorgaben mit erfolgreicher Prüfung  - z.B. durch unser Schulungsangebot inkl. Prüfung
  • (als Physiotherapeutin und als OsteopathIn) Nachweis über eine Fortbildung "Berufs- und Gesetzeskunde" mit erfolgreicher Prüfung - z.B. durch unser Schulungsangebot inkl. Prüfung

 

 

  • Die Inhalte der medizinischen Ausbildung
    Schulung von Diagnostik und Indikationsstellung
    (50 Ustd.),

      • Herz-Kreislaufsystem
      • Atmungssystem
      • Bewegungsapparat
      • Stoffwechsel
      • Infektionskrankheiten
      • Neurologie und Psychiatrie
      • Onkologie
      • Geriatrie und Pädiatrie
    • Notfallmanagement
    • Ärztliche Diagnostik, Befundinterpretation,
      bildgebende Verfahren, Labordiagnostik

  • Die Inhalte der Ausbildung
    Berufs- und Gesetzeskunde
    (10 Ustd.),

    • Heilpraktikergesetz
    • Durchführungsverordnung hierzu
    • Infektionsschutzgesetz
    • Betäubungsmittelgesetz
    • Medizinproduktegesetz, Heilmittelwerbegesetz
    • Strafgesetzbuch
    • und weitere relevante Gesetze und Verordnungen

  • Umfang:
    50 UStd medizinische Ausbildung (5 Tage),
    10 UStd Berufs- und Gesetzeskunde (1 Tag)

  • also: 2x3 Tage Kurs und ein Prüfungsabend;
    i.d.R. zwei Einheiten FR-SO
    jeweils von 8.30 Uhr bis 18.30 Uhr

  • Teilnehmergebühr: 
    650,00 € für den kompletten Kurs
    150,00 € für den Kurs "Gesetzes- und Berufskunde"

  • Umfang der Leistungen:

    • Unterricht
    • Überprüfung, Erfolgskontrolle
    • Bescheinigung zur Vorlage beim zuständigen Amt (z.B. Gesundheitsamt)
    • Handout zum Inhalt
    • Zugang zur Online-Lernplattform "HeilpraktikerLernZentrum"
      zur Vertiefung der Lerninhalte / zur Vorbereitung auf die Überprüfung

 

 

Sie können hier einen Flyer zur Veranstaltung herunterladen (soweit aktuell vorhanden).
Im Flyer finden Sie auch ein abtrennbares Anmeldeformular. Oder Sie nutzen ganz einfach die Möglichkeit der Online-Anmeldung.

Derzeit steht kein Flyer zur Verfügung.

 

 

Nächster Kurs (nur Gesetzeskundeteil): 03.06.2016

Am 03.06. wird der Inhaltsblock "Gesetzeskunde" angeboten. Für OsteopathInnen mit abgeschlossener Ausbildung muss nur dieser Teil absolviert werden.

 

Der nächste Komplett-Kurs findet im Herbst 2016 statt: