Zertifizierte 3-jährige Grundausbildung

Eine gründliche Ausbildung in klassischer Homöopathie bildet die Grundlage für eine erfolgreiche Arbeit in der eigenen homöopathischen Praxis.

Deshalb bieten wir eine 3-jährige Ausbildung an. Sie setzt sich zusammen aus einem Basisjahr und zwei Aufbaujahren. Die somit insgesamt "Dreijährige" kann mit oder ohne Zertifikat abgeschlossen werden.

Die Zertifizierung erfolgt wenn 

  • eine Prüfung erfolgreich abgeschlossen wird
  • die Fachausbildung "Miasmenzyklen" belegt wurde
  • die Fachausbildung "Gesprächsführung in der Anamnese" belegt wurde

Mit der Zertifizierung haben wir uns an die Richtlinien des VKHD = Verein klassischer Homöopathen Deutschlands gehalten. Die Ausbildung ist von der Stiftung Homöopathiezertifikat (SHZ) des VKHD anerkannt, die Dozenten von dort als qualifiziert geprüft.

Diese Ausbildung läuft über 3 Jahre, in denen sich die Teilnehmer Innen monatlich an einem Samstag von 8.30 Uhr bis 17.30 Uhr treffen, um Arzneimittelbilder, Repertorisation, Arzneimittelfindung, Anamneseführung und vieles andere mehr, was für eine erfolgreiche Homöopathiedurchführung notwendig ist, zu erlernen. Für die Zeit zwischen den einzelnen Terminen bekommen die Schüler Hausaufgaben, die darin bestehen, das Organon zu lesen und den anderen Mitschülern zu referieren, Fälle zu lösen und Repertorisationsaufgaben durchzuführen.

Die einzelnen Jahre schließen mit einer schriftlichen Prüfung ab. Die Dreijährige kann mit einer übergreifenden schriftlichen und einer mündlichen Prüfung abgeschlossen werden.

Zu der zertifizierten Ausbildung gehört dann noch ein Anamnesekurs und ein Miasmenkurs.

Miasmenzyklus

Diese Fachausbildung kann sowohl einzeln belegt werden als auch Teil der zertifizierten Ausbildung sein.
Der Miasmenzyklus beschäftigt sich mit den folgenden Miasmen

  • Sykose
  • Syphilinie
  • Psora
  • Tuberkulinie
  • Carcinose 

Miasmatik - wozu?

Wir leben in einer Zeit, in der nicht nur die Zahl der Erkrankungen mit chronischem Verlauf ständig steigt, sondern auch die Bereitschaft und Neigung zu Krankheiten sowohl akuter als auch chronischer Art zunimmt, man denke nur an die Vielzahl der Allergien. Die moderne Medizin hat zwar manche Krankheiten besiegen können, sie steht aber anderen Krankheiten fast ohne Mittel und mit dem Eingeständnis der Hilflosigkeit gegenüber. Neue Krankheiten treten auf, die man vor Jahren noch nicht kannte oder kaum Bedeutung hatten. Häufig sind es besiegt geglaubte Erreger, die nun mit viel stärkerer Kranheitsmacht  zurückkehren. 
Je mehr wir Krankheiten glauben besiegt zu haben, desto mehr kommen zurück, desto heftiger werden die Krankheiten, desto tiefer dringen sie in den Organismus ein.

Hahnemann hat uns mit der Lehre der Miasmen (Verunreinigungen=Krankheitsveranlagung durch unsere Vorfahren) einen Schlüssel zum Verständnis der Krankheitsentstehung und -veranlagung gegeben. Er hat uns die Natur und Wirkung der Miasmen aufgezeigt, deren Zusammenspiel untereinander und die Auswirkungen, die unterdrückte Krankheiten auf den Ausbruch  neuer Krankheiten haben, die durch die Miasmen in uns angelegt sind. Vielleicht sind hier auch die in letzter Zeit immer häufiger auftretenden psychischen und neurologischen Erkrankungen einzuordnen.

Organisatorisches

Dozent: Helmut Ruck

Termine 2017
jeweils sonntags, von 8.30 - 17.30 Uhr

15.01.
19.02.
19.03.
07.05.
11.06.
10.09.
01.10.

Kosten
Pro Termin 80,- Euro
Die Termine bauen aufeinander auf, können aber auch einzeln gebucht werden.

Gesprächsführung in der Homöopathie

Dieses Seminar ist einzeln belegbar, aber auch als Teil der zertifizierten "Dreijährigen" an unserer Schule.
Im Organon der Heilkunst von Hahnemann lesen wir: 'Der vorurteilslose Beobachter nimmt an jeder einzelnen Krankheit nichts, als äußerlich durch die Sinne erkennbare Veränderungen im Befinden des Leibes und der Seele wahr, das ist die Abweichung vom gesunden, ehemaligen Zustand des Kranken.' §6 'Die Gesamtheit dieser Symptome sind das nach außen reflektierte Bild des inneren Wesens der

Krankheit, d.h. des Leidens der Lebenskraft.' §7 Die Kunst der Anamnese ist es, das innere Wesen des Patienten durch seine Symptome zu verstehen, ohne zu interpretieren. Das heißt, wir müssen den Patienten in seiner Lebensweise, Weltsicht, Glaubenssatz und daraus resultierenden Handlungsweisen, seine Verletzlichkeiten und Erkrankungsmuster verstehen. Dazu benötigen wir die Kunst der
Neutralität
= Unvoreingenommenheit
Empathie = einfühlsames Verstehen
Akzeptanz = ich nehme ihn, wie er ist
Echtheit = ich zeige mich wie ich bin
Wertschätzung = ich achte ihn als Mensch
als Grundpfeiler der Gesprächsführung.
Diese Fähigkeiten trainieren wir in Form von Kleingruppen.

Literatur
Weinberger - Klientenzentrierte Gesprächsführung (Lern- und Praxisanleitung für helfende Berufe);  Eichenmüller - Was führt Sie zu mir (Die Kunst der Chronischen Anamnese und der Gesprächsführung in der Homöopathie);  Schulz von Thun - miteinander reden Bd. 1 und 2; Hahnemann - Organon der Heilkunst

Wir üben, den Patienten wahrzunehmen in Haltung, Sprache und Handlung ohne zu interpretieren, und schärfen dabei unsere Selbstwahrnehmung.
Wir erlernen die Kunst des Fragens in der Fallaufnahme, die Möglichkeiten der Fallanalyse und der Mittelwahl.
Für die sichere Verordnung eines Arzneimittels und therapeutischen Erfolg ist Selbstwahrnehmung und Selbsterfahrung unerlässlich. Deshalb bilden wir eine feste Jahresgruppe, die sich kontinuierlich und geschützt an die Themen des Lebens heranwagt.
Nachdem wir in Selbsterfahrungsübungen und Praxissimulation die Grundlagen gelegt haben, dienen die letzten drei Termine dazu, eigene Patienten mitzubringen und unter unserer Aufsicht zu behandeln.
Zum Kurs sind mitzubringen:
- Organon der Heilkunst von Hahnemann
- Tagebuch für persönliche und theoretische Einträge

Organisatorisches

Kosten
pro Termin fallen 80,00 Euro an, die in Halbjahresbeiträgen von 480,00 Euro eingezogen werden. 

Termine
1x im Monat sonntags von 9:00 - 18:00 Uhr
Ort Hufeland-Schule Senden
Dozentinnen Dr. Eva Lang, Angelika Uphoff
 
Zertifizierung
Dieser Ausbildungsteil entspricht dem Modul D der homöopathischen Ausbildung nach den SHZ-Richtlinien. Mit Rücksicht auf die Gruppe sind maximal 2 Fehltermine erlaubt; es sind  keine Nachholtermine möglich.

Sie können hier den Vertrag für die dreijährige Ausbildung zum Ausdrucken herunterladen.

DozentInnen : HP Dr. Eva Lang, Lienen; HP Angelika Uphoff, Lienen;
TierHP Helmut Ruck, Lienen; HP Angelika Hoppe; HP Annette Trümper-Wiefhoff; HP Sylvia Lindmeyer

Dozent Miasmenseminare:
TierHP Helmut Ruck

Dozentin Gesprächsführung / Anamnese-Seminar:
HP Dr. Eva Lang, HP Annette Trümper-Wiefhoff; HP Sylvia Lindmeyer