Bücher und Materialien zur HP-Ausbildung

Hier haben wir alle rezensierten Materialien zusammengestellt, die für SchülerInnen zur Heilpraktiker-Ausbildung von Relevanz sind.

Christopher Thiele: Prüfungscoach

Thiele:Prüfungscoach mündliche Heilpraktikerprüfung
Schattauer Verlag; 2014. 238 Seiten, 25 Abb., 8 Tab., kart.; 24,99 Euro

Verlagsinfo (Auszug):

Sie haben den Stoff gelernt, sind seit Wochen mit den Fakten vertraut. Doch in der Situation der mündlichen Prüfung ist alles anders: Jetzt muss man das viele Wissen in ganzen Sätzen verständlich wiedergeben, das Wesentliche hervorheben und direkt auf die Fragen der Prüfer reagieren.
Machen Sie sich schon vorher mit Frageformen, Abläufen und Inhalten der amtsärztlichen Prüfung vertraut!
Konkrete Hilfestellung gibt Ihnen das Buch ... Echte Prüfungsfragen mit originalen Antworten und Kommentaren simulieren die Realität der mündlichen Prüfung. Verständlich und schulenübergreifend handelt Thiele prüfungsrelevante Themen wie aktuelle Gesetzeskunde, Untersuchungsabläufe, häufig gefragte Krankheitsbilder und Laborparameter ab.
... Diese umfassende Prüfungssimulation ermöglicht es dem Heilpraktiker-Anwärter, sich mit fundiertem Wissen auf den Punkt vorzubereiten – für mehr Selbstbewusstsein und ein angemessenes Auftreten in der mündlichen Prüfung!

Rezension:

Vor mir liegt das Buch Prüfungscoach für die mündliche Heilpraktikerprüfung. Ein erster Eindruck ereilt mich schon bei der Betrachtung des Covers – da lächelt makellos eine junge Frau, die ich vom äußerlichen Bild her eher in die Banken- oder Verwaltungsbranche gepackt hätte. Ich hätte mindestens 1:300 darauf getippt, dass das keine HPA ist, und bei der Recherche nach der Bildquelle auch gewonnen. Dass ich dieses Bild nicht gewählt hätte, mag aber an meinen entsprechenden Erfahrungen mit dem HPA-Klientel liegen (was bei uns i.d.R. eben nicht so aussieht). Das ist jetzt oberflächlich, sicher. Aber es sagt möglicherweise bereits etwas aus über die Nähe zur Zielgruppe des Buches, über die Vorstellung, wie man Heilpraktiker-AnwärterInnen am besten anspricht.

Das Buch ist recht kleinformatig, dadurch handlich und die vergleichsweise großzügige Schrift erfreut das Auge, suggeriert aber vielleicht auch mehr Inhalt im Buch vorhanden.

Zum Inhaltlichen: Das Buch präsentiert auf knapp 200 Seiten Prüfungsthemen anhand von Fragen und Antworten. Ergänzt wird dies durch einige wenige Abbildungen, einen kurzen (guten) Abriss über relevante Laborparameter und einen Standard-Anhang.
Besonders gespannt war ich natürlich auf den ersten Teil „Wichtige Informationen zur amtsärztlichen Überprüfung“ sowie den Abschnitt „Originale Prüfungsfragen“. Denn der Rest – typische Fragen, wie sie in einer Prüfung oder/und einem Fachgespräch vorkommen können mit den adäquaten Antworten (nicht zu viel, nicht zu wenig) – hat bei mir ehrlich gesagt ein Fragezeichen aufgeworfen: Warum noch ein Buch mit so einem Inhalt? Ich schätze, davon stehen bereits zehn in meinem Regal, deren Inhalte sich naturgemäß auch bereits überschneiden und die die somit tlw. für den HPA schlicht überflüssig sind. Im vorliegenden Buch stellt dieser Teil leider das inhaltliche Gros.

Also zu dem, was zunächst spannender scheint:
Im ersten Teil des 1.Kapitels gibt der Autor – selbst Inhaber einer HP-Schule – Tipps für das Lernen, die Vorbereitung und das Auftreten während der Prüfung. Die sind aus dem Leben gegriffen und hilfreich. Gleichwohl ist diese Einführung leider knapp gehalten. Bei dem Titel „Prüfungscoach“ erhofft sich ein HP wohl mehr. Das reißen auch die wohlgemeinten knapp 20 Zeilen mit Hinweisen zum „legalen Doping“ leider nicht raus.

Nun gut, also überschlage ich dann den wenig überraschenden Frage-/Antwort-Pool und lande im Teil II bei den Prüfungsoriginalen. Leider werden nur 4 Prüfungen im Verlauf geschildert, vier weitere lediglich anhand der Fragestellungen der Prüfer präsentiert. Dabei geht es wieder mit Ausnahme von drei Fallbeispielen um Fragen, Antworten, Fragen, Antworten… das hätte auch in den ersten Buchteil gepasst, weil es nichts erhellend Neues auftischt. Die versprochene "Prüfungssimulation" kann ich im vorliegenden Werk nicht wirklich und v.a. nicht repräsentativ finden. Ich bin durchaus enttäuscht.

Fazit: wer noch kein Buch dieser Art hat, findet möglicherweise die eine oder andere Anregung - insbesondere bzgl. Art und Umfang, auf Fachfragen zu antworten. Inhaltlich ist hier alles bestens. Wer jedoch mehr Hilfen zur Entwicklung einer Prüfungsstrategie sowie für eine zielführende Anamnese in der Prüfung erwartet, wird nicht zufrieden sein.

HP Jürgen Sengebusch

Dr. Eva Lang: Physiologie für Heilpraktiker

2014; Haug Verlag Stuttgart; 472 S. , 170 Abb. , Broschiert
ISBN: 9783830475859 59,99

Verlagsinfo:

Endlich ein Lehrbuch der Physiologie, das entscheidendes Basiswissen für Heilpraktiker zusammenfasst!
Mit diesem Buch lernen Sie die Physiologie, die Sie als Heilpraktiker brauchen und verbessern Ihr Verständnis für pathologische Zusammenhänge und Differenzialdiagnosen. Nach jeder Einheit können Sie Ihr Wissen mit einem abschließenden Fragenkatalog überprüfen. Besonders hilfreich für die Prüfung oder Ihren Praxisalltag sind die Hinweise der Physiologie bezüglich der Krankheitsbilder und die Wirkmechanismen der wichtigsten und häufigsten Medikamentengruppen.
Physiologie kompakt für Prüfung und Praxis!

Rezension:

Das Buch „Physiologie für Heilpraktiker“ von Eva Lang umfasst  472 Seiten und ist in zwei Teile aufgegliedert.
 Teil 1 stellt die Gewebe und ihre Entwicklung vor und  beschäftigt sich mit dem Auf-und Umbau der wichtigsten Grundstoffe unseres Körpers.
Teil 2 beschreibt die Vorgänge der einzelnen Organsysteme  von der Zelle bis zum psychiatrischen System.
Die Kapitel von Teil 2 stellen das Organ – bzw. die Organe bei komplexen Systemen-  kurz anatomisch in überschaubaren Abbildungen dar  und in Merkkästen gibt es hier schon Hinweise auf die Pathologien. Die kurz gegliederten Texte  erklären im Folgenden  mithilfe von schematischen Abbildungen und Tabellen  die physiologischen Vorgänge.
Im Kapitel  Immunsystem  ist ein kleiner  Ausflug in die Mikrobiologie integriert, der Funktion und Aufgabe der verschiedenen mikrobiellen Besiedelungen des menschlichen Körpers erklärt.
Jedes   Unterkapitel wird mit einem farbig unterlegten Fazit abgeschlossen und in loser Reihenfolge folgt eine Seite mit häufig gestellten Fragen, die meist aus dem pathologischen Bereich kommen und hier in direktem Bezug zur Physiologie beantwortet werden können.
Die Schlusskapitel  Nervensystem und Sinnesorgane sind sehr ausführlich und reich bebildert. Die regelmäßigen Verweise auf gängige Pathologien halten den Leser am Ball, wenn hier auch nicht alles prüfungsrelevantes Wissen darstellt.
Insgesamt stellt die Autorin physiologische Zusammenhänge in verständlicher Sprache und  kurzen präzisen Texten dar. Eine Lektüre, die als Vorbereitung für die Heilpraktikerprüfung,  sowie als Nachschlagewerk für die spätere Praxis sehr gut geeignet ist.

HP Simone Egbring

Arpana Tjard Holler: Die mündliche Heilpraktiker-Prüfung

5., überarbeitete Auflage 2013; 256 S. , 0 Abb. , Broschiert; ISBN: 9783830476702; 39,99 Euro

Verlagsinfo:

Intensive Prüfungsvorbereitung für die mündliche Heilpraktikerprüfung:
Nennen Sie Ursachen und Symptome der Lungenembolie! Was ist ein Volvulus? Erklären Sie den Schilddrüsenregelkreislauf! Was ist eine endogene Depression?
Der Autor, langjähriger Dozent und Prüfungsbeisitzer, hat in diesem Buch typisch gestellte Prüfungsfragen bundesweit recherchiert und zusammengetragen. Fragenstil und Themenspektrum orientieren sich an realen Prüfungen der letzten Jahre. So bereiten Sie sich bestens auf die amtsärztliche Prüfung vor.
Besonders praktisch: Ein Fragenverzeichnis zur gezielten Wiederholung einzelner Themen kurz vor der Prüfung und die praxisnahen Tipps des Autors zum Verhalten und Auftreten während der Prüfung.
Damit Sie sicher und gelassen in die mündliche Prüfung gehen.

 

Rezension:

Dieses Buch macht Spaß. Es ist gut und effektiv zu gebrauchen. Ob in der Lerngruppe oder alleine, es hilft, sein Wissen in kurze prägnante Antworten zu bringen.

Das Buch ist in vier Teile gegliedert. Die ersten beiden Teile befassen sich mit Fragen zu Anatomie, Physiologie, Hygiene und Pathologie. Die letzten zwei Teile beinhalten Untersuchungs- und Fallbeispiele. Zum Schluss werden noch kurz Gesetze erwähnt.

Das Arbeiten mit dem Buch ist sehr einfach. Die Fragen und Antworten befinden sich auf der gleichen Seite.
Vielen Heilpraktiker-Anwärtern fällt es am Anfang sehr schwer, kurze und bündige Antworten auf gestellte Fragen zu geben. Mit diesem Buch hat man eine gute Hilfe, dies zu erlernen.

Durch gezieltes Wiederholen der prüfungsrelevantesten Fragen und Themen kann das eigene Wissen auf Lücken überprüft werden. Dies trägt dann dazu bei, zu einer gezielte Prüfungsvorbereitung zu gelangen.

Kann dieses Werk helfen, die mündliche Prüfung zu bestehen? Ja.

HP Mickey Boxleitener

Brockdorff A. / Jung K.: Experten-Multiple-Choice-Fragen für die Heilpraktikerprüfung

Haug Verlag; Stuttgart, 2013; 256 S.,71 Abb. , Broschiert,  EUR 39,99

Verlagsinfo:

Das Sicherheitstraining zum Wiederholen, Vertiefen und Bestehen der Prüfung:
knifflige Multiple-Choice-Fragen ohne Vorgabe von Lösungskombinationen. Mit Kommentaren und Refreshern zu wichtigen Themen. Wie können Fehler und Fallstricke bei der Prüfung vermieden werden?
Die Fragen haken nach:
- Wo steckt der Teufel im Detail?
- Wo fehlen wichtige Fachbegriffe?
- Wo werden spezielle Krankheitsbilder häufig übersehen?
- Welche Aspekte werden leicht verwechselt?

Ideale Simulation der Prüfung: Weil keine Antwortkombinationen vorgegeben sind, muss der Heilpraktiker-Anwärter sich mit allen Antwortmöglichkeiten auseinandersetzen.

Rezension:


Bei diesem Buch liegt die Betonung auf „Experten“. Alle, die sich gerne verwirren lassen und sich bei normalen zielgerichteten Prüfungsfragen bereits langweilen, können mit diesem Buch ihr Wissen abfragen.
Es werden viele Eventualitäten als Leitsymptome verwendet. Grundsätzlich ist dies ja in Ordnung, um Krankheiten und Befunde besser verstehen zu lernen.

Als Heilpraktiker- Anwärter ist man jedoch noch kein Experte und sämtliche Nebengedanken, gutgemeinte seltsame Krankheiten die mit eingeflochten wurden, sind keine Hilfe für die Prüfung, sondern eher Stolpersteine. Die Handhabe des Buches ist umständlich. Die Fragen werden in den ersten Teil des Buches gestellt, die Antworten sind im zweiten Teil zu finden. Wer einmal kurz nachschauen möchte und die Antwort zur Frage sucht, erreicht dies erst durch viel Suchen und Blättern.

Jeder, der vor der Prüfung steht, möchte gerne wissen, was auf einem zukommt. Wie Fragen gestellt werden, welche Antworten richtig sind. Dieses Buch gibt einen diese Hilfe nicht.
Wenn die Nerven eh schon blank liegen, ist es vernünftiger, zielorientierte Literatur zu verwenden und bewusst alles zu komplizierte und verworrene auszublenden.
Die Frage, die sich immer vor Prüfungen stellt: Brauche ich das Buch, um gut vorbereitet in die schriftliche Prüfung gehen zu können? Nein!
Die Verwirrung ist zu groß. Es ist nicht zielorientiert. Für Experten, die gerne kompliziert denken, mag es ganz nett sein. Für HP-Anwärter, bei denen die Nerven blank liegen und deren Ziel das Bestehen der schriftlichen Prüfung ist, nicht.

HP Michaela Boxleitner

Bettina Roth: Arbeitsheft Heilpraktikerprüfung

Haug Verlag, Stuttgart. 2013; 128 S. , 13 Abb. , Broschiert
ISBN: 9783830475880 |   29,99 Euro

Verlagsinfo:

Aktiv und nachhaltig für die Heilpraktikerprüfung lernen:
In diesem Arbeitsheft finden Heilpraktiker-Anwärter kommentierte Aufgabenstellungen in didaktischer Aufbereitung. Mit Lückentexten, Kreuzworträtseln, Fallbeispielen, Silbenrätseln und einen großen Lösungsteil überprüfen sie ihren Lernstand und decken mögliche Wissenslücken auf. Das Heft beinhaltet Aufgaben zu allen Curriculumeinheiten und ist nach Organsystemen gegliedert. Die Anzahl der Aufgaben pro Kapitel entspricht der Relevanz in der Heilpraktiker-Prüfung.

Rezension:

Als das neu erschienene „Arbeitsheft Heilpraktikerprüfung“ auf meinem Schreibtisch landete, war ich sofort gespannt: die Autorin eine sehr geschätzte Kollegin, auf dem Cover ein „medizinisches Kreuzworträtsel“ – ein Thema, womit ich mich u.a. auch befasse - und ein großformatiges Buch, was in dieser Hinsicht schon mal in die Reihe der bislang bekannten Arbeitshefte passt.

Ein Blick hinein provozierte dann sehr unterschiedliche Eindrücke und ich tat mich schwer mit einer Rezension. So lag das Arbeitsheft einige Zeit hier, ich ließ noch andere Menschen reinschauen und versuche mich jetzt an einer Beschreibung, die die eigene Bewertung nicht ausschließt:
Grundlegend umfasst das Buch auf gut 50 Seiten mit Fragen zu Themen, die in der HP-Überprüfung relevant sein können sowie 50 Seiten mit Antworten bzw. Antwortmöglichkeiten. Die Fragen sind angelegt als offene Fragen sowie – und da hebt das Werk aus den allermeisten anderen Büchern dieser Art heraus – als Lückentexte oder Beschriftungsaufgaben, Blankotabelle oder Zuordnungsaufgabe. Das Kreuzworträtsel auf dem Cover ist eines von leider lediglich zweien (und bietet so sogar schon die Lösung).
Die Erfahrung der Autorin in der HP-Ausbildung wird deutlich, wenn man sich die Themen der Fragen und Aufgaben anschaut – durchweg Themen, die in der schriftlichen und Überprüfung Dauerbrenner oder die für das Verständnis von Sachverhalten während der Ausbildung vonnöten sind. In dieser Hinsicht bekommt das Werk die volle Punktzahl.
Inhaltlich sind bei der bisherigen Durchsicht keine Fehler zutage gekommen. Also auch von dieser Seite alles im Besten.
Wir wissen aus verschiedensten Zusammenhängen, dass viele SchülerInnen nach anderen Frage- und Lernformen manchmal geradezu gieren. Hier ist es natürlich schön, wenn es dazu Material gibt. Das Arbeitsheft kann hier sicherlich für viele Impulse geben und Lernspaß fördern. Natürlich aber haperst es bei Lückentexten, wenn verschiedene Antworten möglich (aber nicht benannt) sind, ein Kreuzworträtsel mit nur vier Begriffen wirkt ein bisschen arg dürftig und wenn der Vorschlag für eine kreative Skizze eines Hyperthyreose-Patienten einige wichtige Aspekte nicht zeigt, dann schleicht sich eine gewisse Unzufriedenheit ein. Zumindest bei demjenigen, der immer Antworten benötigt, die möglichste perfekt und umfangreich sind.
Ein weiterer Aspekt weckte bei mir das Hin- und Hergeworfensein: wenn man das Buch nicht kopiert, dann arbeitet man direkt in den Seiten und dann ist entweder jede Aufgabe nur einmal „frisch“ zu beantworten  - oder man besitzt ein verdammt gutes Radiergummi. Mittlerweile gibt es solche Aufgaben auch online. Das ist wesentlich benutzerfreundlicher, wahrscheinlich ökologischer und zigmal wiederholbar. Aber dafür muss man den PC, das Smartphone o.ä. auch als Lernmedium für sich entdeckt haben. Für denjenigen, der ein Buch in der Hand halten möchte, ist die Ausgabe von knapp 30,- Euro nicht wenig, wie ich finde, aber erwägenswert. In jedem Fall sollte man vor dem Kauf einen Blick hinein werfen. Das Kreuzworträtsel auf dem Coverbild riecht ein klein wenig nach Mogelpackung, denn es ist alles andere als repräsentativ für den Inhalt des Buches.
Vielleicht darf man auf eine zweite Auflage mit mehr kreativen Fragewerkzeugen hoffen. Das wäre wunderbar.

js

 

Anna Brockdorff, Klaus Jung Endspurt Heilpraktikerprüfung

Tabellarisches Kurzkompendium
2012; 336 S., 0 Abb., Broschiert; ISBN: 9783830476306; EUR 34,99 EUR

Verlagsinfo:

Geben Sie Ihrem Wissen Struktur! Dieser "Rote Faden" durch die Ausbildung bietet Orientierung und ein Raster für den umfangreichen Stoff in der Heilpraktiker-Ausbildung. Die Essenz zum Pauken und zur gezielten Wiederholen vor der Prüfung - als Basis zum Ergänzen und Vernetzen des Wissens.

Das Buch enthält die absoluten Basics zum HP-Wissen. Es ist durchgängig tabellarisch nach Themengebieten wie z.B. Hygiene/Gesetze, Blut, Herz-Kreislauf/Gefäße usw. aufgebaut. Die Indikationen folgen alle einem einheitlichen, klar strukturierten Schema. Infektionskrankheiten und andere besonders prüfungsrelevante Themen sind extra gekennzeichnet. Das Buch gibt eine sehr gute Orientierung innerhalb der Fülle des Lernstoffs und stellt so eine maßgeschneiderte Hilfe zur Vorbereitung auf die HP-Prüfung dar.


Rezension:


Vor mir liegt ein Buch, mit dem ich mich recht schwer tue in der Rezension.
Es ist ein Werk, das in Umfang, Aufmachung und praktischem Format das ist, was seinen Untertitel „Tabellarisches Kurzkompendium“ verdient und mit dem Titel die Zielgruppe genau da abholt, wo sie ist: im „Endspurt (zur) Heilpraktikerprüfung“. Ich fange mal von hinten an: das Buch ist kleinformatig – optimal zum Mitnehmen, um in der Bahn, beim Spaziergang oder sonstwo unterwegs bestens griffbereit zu sein. Der Inhalt ist fast ausschließlich in Tabellenform angelegt. Nun bin ich eh ein „Freund der Tabelle“, aber es ist so, wie die Autoren im Vorwort treffend schreiben: „Wer für die Heilpraktikerprüfung lernt, läuft Gefahr, den Blick für das Wichtige und Wesentliche zu verlieren.“ Und da ist eine kurze und knackige Darstellung in der klar definierter Struktur einer Tabelle für die allermeisten Lernenden mit ausreichend Lern- und damit Wissensbackground sehr hilfreich.

Das Buch benennt m.E. alle wichtigen Erkrankungen, die ein HPA für die gängige Prüfung benötigt. Ergänzt wird die Darstellung der Pathologie durch einige Hinweise zu wichtigen Differenzialdiagnosen, Befunden und Zusatzinfos (z.B. zu Medikamenten).

Es gibt ähnliche Bücher am Markt, aber dennoch kann man m.E. klar sagen, dass hier nicht noch ein Produkt geschaffen wurde, welches die Welt nicht braucht. Nein, dieses Buch hat seine klare Daseinsberechtigung. Das ist nicht selbstverständlich, wenn man sich anschaut, was alles zum zigsten Mal veröffentlicht wird. Soweit bin ich sehr angetan von dem Werk.

Gleichwohl habe ich die oben genannten Probleme. Denn an allzu vielen Stellen ist die Stringenz aufgeweicht, findet man doch Dinge, die im Endspurt nicht wirklich interessieren oder Irritationen, die man im Endspurt so benötigt wie Zahnweh.

Um ein paar Beispiele - querbeet herausgegriffen - zu nennen:

  • Die Übersichtstabellen umfassen standardmäßig die Rubrik „Therapie“. Das ist schön für die Praxis, aber meistens weniger relevant in der Prüfung. Da kommt es viel häufiger darauf an, welche schulmedizinisch flankierenden und/oder weiterführenden Maßnahmen zur eindeutigen Diagnose herangezogen werden. Dieses fehlt leider völlig.
  • Bei den Geschlechtsorganen gibt es gute relativierende Hinweise zum PSA-Wert, die leider anderorts fehlen, aber auch eine Tabelle, die mir nicht nur sagt, wie viel Anteil das Sekret der Bläschendrüse am Sperma-Gesamtvolumen hat, sondern auch andere ähnliche Details anbietet. Ich kenne Klausuren aus über 15 Jahren Überprüfungen und viele Hunderte Berichte aus Mündlichen Überprüfungen. Niemals ist das dort gefragt worden. Wenn man laut Vorwort Wichtiges von weniger Relevantem trennen möchte, wirkt so eine Übersicht wie ein Fremdkörper im Buch.
  • Interessant ist, dass sich die Autoren an einigen Stellen als „Herold-Leser“ und wohl auch Fans outen und dabei offenkundig den Blick auf die Tatsache verlieren, dass „der Herold“ nicht den HPA als Zielgruppe hat. Besonders deutlich wurde das vor dem Hintergrund einer Anfrage, die ich bekam: eine Schülerin hatte entdeckt, dass die Autoren bei Phlebothrombose (fett gedruckt) empfahlen, den Patienten zu mobilisieren.  Sie hatte anderes gelernt und bei den Autoren nachgefragt. Die haben – das finde ich aufrichtig ehrenvoll - geantwortet und auf Herold verwiesen – aber ausgeblendet, dass der Arzt erst mobilisiert NACH Heparinisierung! Die Diskussion ist nicht neu, aber der reduzierte Hinweis u.U. tödlich.
  • Überhaupt scheinen sich die Autoren ihrer Sache nicht wirklich sicher zu sein, wenn sie bestimmte Angaben damit begründen, dass „selbst in der Fachliteratur…“ dieses oder jenes beschrieben wird. Ich muss doch als LeserIn erwarten, dass genau eine solche (nämlich fachliche fundierte Literatur)  hier vorliegt. Vielmehr beziehen sich die Autoren gerne wieder auf Herold und man darf sich mit Fug und Recht fragen, ob man es hier streckenweise mit einer „Ausgabe kommentierter Auszüge“ zu tun hat.
  • Der häufigste Grund für Eisenmangel bei Männern wird benannt – warum nicht der bei Frauen, wo sie doch nach m.E. gängiger Lehr- und Erfahrungsmeinung primär betroffen sind?
  • Im Zusammenhang mit der Anämie werden die Zufuhrquellen für Vitamin B und Folsäure ausgeführt, warum aber nicht die für Eisen, wo doch diese Problematik viel drängender ist?
  • Gelegentlich sind Fußnoten zu finden, die v.a. auf Specials hinweisen (Euler-Liljestrand-Mechanismus o.ä.) oder einzelne Zusammenhänge näher erläutern – dieses aber ohne erkennbares stringentes Schema  und daher besonders auf den eh schon unter Druck stehenden HPA eher verwirrend wirken als dass sie die Sache sinnig auf den Punkt bringen.
  • Ähnlich wirkt, dass Laborbefunde (die man ja nicht als erstes anfordert) tlw. fett gedruckt sind, während Aspekte, die wir praktisch schnell und klinisch ermitteln können (und die deshalb erheblicher prüfungsrelevant sind) auf diese Weise dahinter zurückstehen.
  • In dieselbe Stoßrichtung zielt, dass im Buch eher seltene Aspekte betont werden (z.B. Unterernährung/Kwashiorkor als Gründe für die Fettleber), während die real drängenden und deshalb prüfungsrelevanten Aspekte (hier z.B.  Alkohol, Diabetes mellitus und Übergewicht) die textliche Hervorhebung aus Autorensicht nicht zu verdienen scheinen. Das ist fast schon absurd.


Fazit: wenn das Buch in der zweiten Ausgabe überarbeitet herauskommt und die o.g. „Hänger“ raus sind, würde ich es als HPA vielleicht sogar eher kaufen als eines meiner eigenen. In der vorliegenden Version sind mir der Irritationen aus der Sicht eines/einer  HPA zu viele als dass ich eine Empfehlung aussprechen kann. Wie anfangs gesagt: ich tue mich schwer…

Jürgen Sengebusch, Münster

Dagmar Dölker: Lernkarten Laborwerte für Heilpraktiker

Elsevier Verlag; 192 Seiten; ISBN: 978-3-437-56305-8; München 08/2012; 24,99 €

Verlagsinfo:


Ob in der schriftlichen oder mündlichen Prüfung – um das Thema Laborwerte kommt kein Heilpraktikeranwärter herum. Mit diesen Lernkarten lernen Sie alles über Laborwerte - effektiv und mit System! Hier finden Sie 80 prüfungsrelevante Laborparameter:
- geordnet nach Fachgebiet/Organsystem, Substanzklassen u.s.w.
- immer nach der gleichen Struktur abgehandelt
- mit zusätzlichen prüfungs- und praxisorientierten Hinweisen, Tipps und Merksätzen
Damit sind Sie bestens auf die Heilpraktiker-Prüfung vorbereitet!

Rezension:

Mit den Lernkarten Laborwerte für Heilpraktiker, liegt ein Medium vor, das sich einmal auf eine völlig andere Art und Weise mit dem Thema Laborwerte beschäftigt. Dabei richten sich die Lernkarten vor allem an Heilpraktiker-AnwärterInnen.

Nach einer ersten allgemeinen Einführung in das Thema mit Hinweisen zu den Modalitäten der  Blut- Urin- und Stuhlentnahme und möglicher Fehlerquellen, folgen sehr gut strukturiert die speziellen Laborwerte wie das Blutbild und die Elektrolyte und anschließend die Organbezogenen Profile.

Dabei ist neben der Beschreibung der einzelnen Werte und deren Interpretation bei Abweichungen von der Norm  auch jeweils die Prüfungsrelevanz gewichtet.

Jedem einzelnen Wert ist dabei eine Karte gewidmet, so dass die wichtigen Informationen sofort einsichtig werden.

Das macht dieses Werk zu einem überschaubaren, gut handbaren Instrumentarium, das dem Nutzer auch über die Prüfung hinaus im Praxisalltag gute Dienste erweisen wird.

Ein durchaus gelungener Versuch, dieses Komplex Thema aufzuarbeiten.

HP Michael Herzog

M. Höwing: Wissensquiz für Heilpraktiker


Paket Set 1–3; 3 Sets mit jeweils ca. 80 Spielkarten,14,8 x 10,5 cm, vierfarbig, Karten in Klappkassette ; 2012; ISBN: 9783830475842
49,99  EUR

Verlagsinfo

Testen Sie spielerisch Ihr eigenes Wissen! Ideale Möglichkeit für Lerngruppen oder zum gegenseitigen Abhören. Wer mehr weiß, gewinnt – und kommt leichter durch die Prüfung!

Die Karten enthalten jeweils 6 Fragen aus 6 Gebieten:
•    Anatomie
•    Physiologie
•    Labor
•    Untersuchungsmethoden
•    Pathologie
•    Gesetzeskunde


Die einzelnen Gebiete werden jeweils farblich unterschiedlich markiert.
•    eine völlig neue und interessante Möglichkeit, Ihr Wissen zu prüfen
•    Anregungen für Lerngruppen sind immer willkommen
•    nette Abwechslung vom reinen Auswendiglernen
•    weckt den persönlichen Ehrgeiz (man möchte gewinnen)
•    es hilft Ihnen, sicherer in und durch die Prüfung zu kommen

Rezension

Vor Kurzem hat der Haug-Verlag ein Karteikartenset herausgegeben mit dem Titel „Wissensquiz für Heilpraktiker“. Es liegen derzeit drei Sets vor mit jeweils rund 80 mehrfarbigen Karten auf stabilem, glattoberflächlichem Karton im DinA6-Format, eingelegt in einen ebenfalls ganz rustikal wirkenden Pappkarton.  Das ist bei Materialien, die wirklich benutzt werden sollen, keineswegs unwesentlich. Ich habe hier auch eine anderes Produkt im Regal, bei dem man bald schon erkennen kann, welche Karte mehr als einmal in die Hand genommen wurde, weil man an der Materialqualität gespart hat.


Zur didaktischen Gestaltung: Jede Karte ist nach demselben Prinzip aufgebaut – leider erweitert das Gesamtpaket der (auch einzeln zu erwerbenden) Sets nicht die möglichen Spielideen, den gezielten Themenzugriff o.ä., sondern mehrt lediglich den Fragepool. Auf jeder Karte finden sich auf der einen Seite sechs Fragen, auf der Rückseite die dazugehörigen Antworten, meist stichwortartig dargestellt.


Die sechs Fragen werden einem Schwerpunktgebiet zugeordnet, was durch ein buntes Piktogramm leicht erkennbar ist: So finden wir denn Fragen zur Anatomie, Physiologie und zu Labor/Untersuchungsmethoden sowie zur Pathologie und zur Gesetzeskunde. (Anm.: in die o.g. Verlagsinfo hat sich diesbezüglich eine kleine Ungenauigkeit eingeschlichen). Die Pathologiefragen sind in zwei Blöcke geteilt: einmal die „malignen Erkrankungen/Notfälle“, zum anderen die „Pathologie, allgemein“. An dieser Stelle habe ich erstmalig gestutzt: wieder wird hier indirekt ein Anamneseverhalten gefördert, was m.E. wenig hilfreich ist: zu oft erleben wir, dass HPA getrimmt werden, zunächst einen Notfall oder einen Tumor auszuschließen, bevor sie allgemein weiterforschen. Fraglos ist der Notfall-Ausschluss wichtig, dieses „In-einen-Topf-werfen“ mit den malignen Erkrankungen aber wenig zielführend und praxisfern. Ich dachte: „Jetzt fehlt nur noch, dass da – wie so oft bei diesen Anamnese-Strategien – noch die Infektionskrankheiten zugebündelt werden.“ Und siehe da: beim genauen Checken der Karten finde ich genau dieses: In der entsprechenden Fragerubrik werden auch Infektionskrankheiten thematisiert, die vielfach nicht notfallmäßig angegangen werden müssen und erst recht keinen malignen Charakter haben.


Im nächsten Schritt habe ich mir dann beliebig ca. 100 Karten herausgegriffen und näher betrachtet. Das Ergebnis war enttäuschend für mich: die Fragestellungen sprachlich nicht selten unklar, Antworten zu Symptomen unvollständig und ohne sinnvolle Gewichtung, wichtige Aspekte häufig fehlend. Es wäre ein Einfaches, hier eine umfangreiche objektive Mängel- oder subjektive Mäkel-Liste einzufügen, sprengt aber sicherlich die Rezension. Um von meinem persönlichen Mäkeln ein wenig wegzukommen, habe ich die Karten auch anderen BetrachterInnen vorgelegt – allesamt HPA. Leider war das Ergebnis nicht besser.


Fazit: Es arbeiten viele Leute gerne und oft mit Karten. Sie eignen sich sicher oft besser als ein Buch, wenn man zwischendurch im Garten, beim Spaziergang oder während der Bahnfahrt ein paar Sachen wiederholen möchte. Da ist es grundsätzlich toll, wenn ein Produkt wie dieses Kartenset am Markt ist, aus dem man sich mal 20 oder 30 Karten heraus- und mitnehmen kann. Die Uneindeutigkeit oder Ungenauigkeit an vielen Stellen macht es aber bereits wieder problematisch, wenn eine Abfrage durch einen Laien passiert. Dasselbe gilt, wenn die Karten – wie angeregt – als Grundlage für andere Spielideen dienen sollen. Da darf keinesfalls ein „Hardcore-Spieler“ dabei sein, der es sehr genau nimmt. Also: vor dem Erwerb erstmal einen genauen Blick hinein werfen und dann für sich selbst entscheiden, ob für einen selber der Kaufpreis gerechtfertigt ist. Für mich fällt das Kartenset zwar nicht durch, für eine Empfehlung darüber hinaus reicht es jedoch leider nicht.

js

C. Ofenstein:
Mündliche Prüfung Heilpraktiker für Psychotherapie;
Prüfungscoach mit Lernstrategien

 
2012; 224 S., 52 Abb., kartoniert; ISBN: 9783830474807; 49,99  EUR

Verlagsinfo:

Bereit für die Prüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie?

Das theoretische Wissen ist da. Aber wie lässt sich das Gelernte in der Prüfung kompetent darstellen? Für viele sind das genau die Fragen, die nervös machen:
Was für Fragen erwarten mich bei der mündlichen Prüfung? Was sind typische Themen? Wie läuft ein Prüfungsgespräch konkret ab?
Der Autor hat mit diesem Buch eine ideale Vorbereitungsgrundlage geschaffen. Er greift alle Aspekte auf, die zum Bestehen einer Prüfung beitragen: persönliches Auftreten, Empathie und Formulierungsvermögen spielen eine fast genauso große Rolle wie das reine Faktenwissen.
Jeder Lernende bevorzugt unterschiedliche Wahrnehmungskanäle. Deshalb bietet Ihnen dieses Buch neben den Texten in Dialogform viele grafische Elemente: Diagnoseleitfäden führen zielgerichtet zur Diagnose. Mind-Maps zeigen übersichtlich die wichtigsten Komponenten eines Störungsbildes.
So schlagen Sie gekonnt die Brücke zwischen Lehrtheorie und praktischer Anwendung des Wissens.

 

Rezension:

Das vorliegende Buch zur Vorbereitung auf die mündliche Prüfung zum sogenannten „kleinen HP“ oder „HP Psych“ ist – um es gleich vorweg zu nehmen – die beste Veröffentlichung zum Thema, die ich bislang in der Hand hatte.

Der Deckeltext (s.o.) verspricht im Großen und Ganzen nicht mehr als das Werk halten kann. Und das ist schon eine Menge. Wer auf dem Weg in diese Prüfung ist, ist sicher mit dem Buch gut beraten.

Die Schreibe ist verständlich und angenehm, die Inhalte werden bestens dargestellt. Wirklich schön ist, dass die allermeisten psychiatrischen Störungen – angelegt an die ICD-10 - auch anhand von Grafiken dargestellt und im System der gängigen Nomenklatur verortet werden. Nur ganz wenigen Übersichten mangelt es an sofortiger Klarheit. Kapitel zur Befunderhebung und zur Gesetzeskunde runden die prüfungsrelevanten Themen ab.

Wir finden neben den reinen Fachinhalten  eine Menge knapper, aber durchaus ausreichender Begleittexte, die dazu beitragen können, dass der HP-Psych-Kandidat nicht nur stumpf MC-Fragen und Definitionen lernt, sondern sich im Umfeld von ähnlich Tätigen abgrenzen kann, das Lernen zielgerichtet anlegen und sich auch mental auf die Überprüfung vorbereiten kann.

Am Schluss eines jeden Kapitels finden wir eine Lernzielkontrolle, die in Form eines simulierten Prüfungsgesprächs angelegt ist. Hier überwiegen aber schlichte Abfragen. Mehr Gewichtungen und die stärkere Erörterung immer wieder unklarer oder strittiger Aspekte wären hier noch wertvoller.

Insgesamt also lohnt die Anschaffung.
Vor einiger Zeit hatte ich an dieser Stelle ein Buch mit MC-Fragen zum Thema rezensiert. Die fehlen hier natürlich, weil sich das vorliegende Werk der Mündlichen Überprüfung zuwendet. Die Kombi aus beiden bietet jedoch sicher einen guten Fundus, um sich - neben Erfahrung und Unterricht – auf die komplette Überprüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie vorzubereiten.

js



 

S. Krieger: Pathologie-Lehrbuch für Heilpraktiker
Nachschlagewerk mit Therapiehinweisen

6. Aufl., überarb. 2011; 536 S., 14 Abb., geb. ; 69,99  EUR

Verlagsinfo: 

Das Standardnachschlagewerk der Pathologie für Heilpraktiker in Ausbildung und Praxis: Die klare Darstellung und der didaktische Aufbau gewährleisten Ihnen den schnellen Zugriff auf die gewünschte Information. Die Krankheitsbilder sind klar strukturiert: Definition, Ursachen, Symptome und Verlauf, Diagnostik, Komplikationen, Differenzialdiagnose, Behandlung.

Eine Besonderheit: schulmedizinisches Wissen und naturheilkundliche Therapievorschläge werden verknüpft.



Rezension

Ich sage es gleich am Anfang: Das Buch von Susann Krieger habe und hätte ich mir nie gekauft, weil ich ein grafisch bzw. optisch lernender du erfassender Mensch bin. Ich brauche Bilder, Grafiken und Übersichten. Wenn ich das Werk in die Hand nehme, wird mir ganz schummerig vor lauter Buchstaben, die fast gänzlich ohne Leerraum und ohne Bilder auszukommen versuchen.
Aber jetzt liegt die aktuelle Ausgabe zur Rezension vor mir und ich muss gestehen, dass ich mich erstmals diesem Buch widme und meine spontane Meinung durchaus relativieren muss: Die Autorin präsentiert eine fundierte, inhaltlich saubere, recht kompakte und sprachlich anschaulich beschriebene Übersicht über die wichtigsten Erkrankungen, die dem HPA in der Prüfung und dem HP in der Praxis begegnen. Auch der Allgemeinmediziner kann hier sicher Orientierung finden.

Gut strukturiert ist die Pathologie dargestellt in knappen, aber nicht allzu reduzierten Zügen. Was der Titel nicht verspricht, muss hier auch nicht gehalten werden: die Anatomie und Physiologie ist äußerst rudimentär in den Kapiteleinleitungen zu den Organsystemen dargestellt – zu knapp für den Anfänger, aber völlig ausreichend für denjenigen,  der sich schwerpunktmäßig der Krankheitslehre widmen möchte.

Ab und an findet man Passagen, die sprachlich oder von der Struktur des Buches her nach mehr redaktionellem Schliff rufen – so finde ich es z.B. befremdlich, dass der inhaltliche Teil mit den „Sicheren Todeszeichen“ beginnt. Da keimt unwillkürlich die Frage in mir auf: Wo wollen wir denn hin mit unserer Arbeit? Es geht doch um unser schönes Leben! Aber es passt  zum Konzept des gesamten Buches: es ist nüchtern in Form und Inhalt. Für den, dem ein Lehrbuch zu ausschweifend und ein Crashkurs zu komprimiert ist, findet sich hier (fast) alles, was er in Sachen Pathologie zur Orientierung benötigt.
Damit ist vielleicht auch der potenzielle Leserkreis beschrieben: Jeder braucht – je nach Persönlichkeit, Lesehabitus und Erfahrung - eine bestimmte Form der Darstellung eines Inhalts. Vor diesem Hintergrund sage ich: das Buch ist kein Knaller, besetzt aber durchaus eine sinnvolle Position im vorliegenden Spektrum der Literatur zum Thema.

js

A.T. Holler: Die mündliche Heilpraktikerprüfung

A.T.Holler
Die mündliche Heilpraktikerprüfung

 

4. Aufl., akt. 2011 232 S., kart.  ISBN: 9783830474432 EUR  34,95

Verlagsinfo:

Nachdem Sie als angehender Heilpraktiker die schriftlichen Prüfungen erfolgreich absolviert haben, stehen Sie schon vor der nächsten Herausforderung, die intensiver Vorbereitung bedarf: der mündlichen amtsärztlichen Überprüfung. Dieses Buch liefert Antworten auf typische Fragen der mündlichen Heilpraktiker-Prüfung.

Mit dem vorliegenden Fragentrainer nehmen Sie die Prüfungshürde mit Schwung: er enthält Simulationen von Prüfungen mit 250 bundesweit recherchierten Prüfungsfragen und Antworten. Der Autor, langjähriger Dozent und Prüfungsbeisitzer, hat in diesem Buch typisch gestellte Prüfungsfragen bundesweit recherchiert und zusammengetragen. Fragestil und Themenspektrum orientieren sich an realen Prüfungen. Das Buch enthält:

  • Fragen zu Anatomie, Physiologie und Hygiene
  • Fragen zur Pathologie
  • Fragen zu Untersuchungen
  • Fallbeispiele

Der besondere Service: Wie in der echten Prüfungssituation folgen der Ausgangsfrage häufig Zusatz- bzw. Nachfragen, mit denen dem Wissen auf den "Zahn gefühlt wird." Der Kandidat schöpft so die ganze Erfahrung des Autors als Dozent und Prüfungsbeisitzer für den eigenen Erfolg ab. Fazit: Weniger Prüfungsstress durch intensives Training. Besonders praktisch: Ein Fragenverzeichnis zur gezielten Wiederholung einzelner Themen kurz vor der Prüfung und die praxisnahen Tipps des Autors zum Verhalten und Auftreten während der Prüfung.

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Unsere Meinung 

Arpana Tjard Holler ist ein Urgestein in der HP-Prüfungsliteratur. Manchmal mag man meinen, dass der Mann den ganzen Tag fast nur Prüfungsfragen sammelt und kommentiert. Wenn man aber genauer schaut, dann sieht man, dass es sich bei seinen Büchern um Material handelt, was über längere Zeit zusammengestellt, veröffentlicht und immer wieder überarbeitet wurde  - was keineswegs eine wertmindende Einschätzung sein soll. Es fällt beim neuen vorliegenden Buch zunächst auf, dass es im neuen Outfit erscheint: wie alle HP-Bücher der MVS Verlagsgruppe nicht mehr im Sonntag, sondern im Haug-Verlag.

Auf ca. 180 Seiten sind viele Fragestellungen gesammelt, wie sie auch in einer mündlichen Prüfung vorkommemn könnten. Die Antworten des Autors dazu sind knapp und ausreichend, auf den Punkt und - soweit ich es sehe - ohne inhaltliche Fehler. An vielen Stellen sind Zusatzfragen angefügt, wie sie in einem Fachgespräch entstehen könnten. Das ist m.E. vor allem gut, um dem HPA ein stufenweises Eindringen in das Fragethema zu demonstrieren. Denn viele haben ja durchaus ein Problem, kurz und knapp zu antworten und an der richtigen Stelle (zunächst) einen Punkt zu setzen.

Der gesamte Katalog ist in drei Blöcke eingeteilt, wobei der dritte mit "Fallbeispiele" sicher falsch tituliert ist. Richtige Fälle gibt es da nicht, aber wichtige Hinweise, welche Untersuchungen wann angezeigt sein könnten.

Ergänzt werden die Fragen durch eine Zusammenfassung des Katalogs am Ende, eine (wie ich finde überflüssige) inhalltiche Listung der relevanten Paragrafen des IfSG und einige sinnvolle Anmerkungen des Autors zur Prüfungssituation im ausführlichen Vorwort.

Insgesamt ein ganz gutes Buch. Aber ein Problem habe ich damit: in sehr vielen Prüfungen nimmt die ausführliche Falldiskussion und Anamnese einen großen Raum ein, die Fachfragen (wie hier zu finden) sind oft nur Randgeschehen. Insofern ist der Titel des Werks nur teilweise angemessen. Für eine mündliche HP-Prüfung braucht man mehr als das, was hier zu finden ist. Ich denke, dass das Buch eher eine gute Hilfe beim Wiederholen ist, eine geeignete Vorlage für Lerngruppenarbeiten und eine Absicherung des eigenen Wissens. Aber das ist ja auch wichtig.

js

Schweitzer: HP-Akademie Hämatologie und HKL

Schweitzer, Rudolf: Die Heilpraktiker-Akademie.
Herz-Kreislauf-System.

ISBN: 978-3-437-58010-9; 2010; 178 Seiten, ca. 200 farb. Abb., kartoniert

Hämatologie
5ISBN: 978-3-437-58020-8; 2010; ca. 210 Seiten; ca. 200 Abb., kartoniert

je 29,95 Euro


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Unsere Meinung 

Bereits vor einigen Wochen hatte ich hier einen Band der vergleichsweise neuen Buchreihe des Elsevier-Verlages mit dem Titel „Die Heilpraktiker-Akademie“ besprochen.

Nochmals zwei Sätze zum Gesamtkonzept der Reihe: die Reihe macht den Versuch, den gesamten Lernstoff zur HP-Prüfung in vielen einzelnen Büchern darzustellen. Eine gut (aber unterm Strich teure) Alternative zu den dicken Allround-Büchern.

Nun habe ich mir die Bände Hämatologie und Herz-Kreislauf vorgenommen. die ich hier gemeinsam vorstellen will. Denn grundlegend gilt auch das, was für das "Basiswissen"-Buch schon festgestellt wurde: LayOut, Schema-Bilder,  Verhältnis zwischen Text- und Bildanteil... das ist auch hier gut.  Gewundert hat mich allerdings, dass die fotografischen Abbildungen zur Pathologie mengenmäßig ein bisschen dürftig und vor allem "etwas oll" sind, wie man hier sagen würde. Sie sehen vielfach nach 50er-Jahre-Fotografie aus, sind jedem bekannt, der sich hin und wieder durch den Bücherwald bewegt und nicht immer ganz glücklich gewählt: so z.B. das immer wieder auftauchende superheftige leukämische Inflitrat, was keineswegs repräsentativ ist, eine Gruppe Afrikaner mit Aszites als Bild für eine Hepatomegalie oder eher untypische großflächige Hauteinblutungen bei Hämophilie.

Ansonsten findet der Leser so ziemlich das, was er sucht und benötigt.Die Inhalte sind zu beiden Themen in weitesten Teilen verständlich und richtig dargestellt worden, Kästen mit Zusammenfassungen und Hinweisen erleichtern das rasche Nachschlagen und Wiederfinden. Nur an einigen kleinen Stellen würde ich mich mit dem Autor inhaltlich oder didaktisch streiten können.

Wenn ich die beiden Bücher nun bepunkten solte, würde in jedem Fall das Werk zum Herz-Kreislauf-System etwas besser abschneiden. Es ist runder in der thematischen Darstellung, klarer in der Begrenzung des ausgewählten Lernstoffs und zielt stringenter auf das prüfungsrelevante Wissen.

Das mag natürlich auch in der Natur der Sache liegen, weil beim anderen Werk die Zusammenfügung von "Hämatologie, Immunologie und Mikrobiologie" nachvollziehbar, aber doch riskanter ist - ich hätte die Mikrobiologie eher in einem Band zur Infektiologie oder zu den Infektionskrankheiten intergiert. Es gelingt dem Autor aber auch hier, die Inhalte gut erfassbar aufzubereiten und dem Leser so einen recht einfachen Zugang zu den Hintergründen zu eröffnen. Gleichwohl habe ich den Eindruck, dass hier die "berufliche Herkunft des Autors" als jemand, der Pharmazie studiert hat, stark durchblinkt: es wird viel Wert gelegt auf die physikalischen und biochemischen Details gelegt. Das ist zwar wunderbar, wenn man in die Tiefe lernen möchte, gehört aber m.E. vornehmlich in das Basiswissen-Buch (wo es tlw. auch wiederzufinden ist) und verliert an Prüfungsrelevanz (einzelne Prüfungsämter, die auch da Schwerpunkte legen, hier ausgenommen).

Die schematischen Abbildungen zur Physiologie, Biochemie und Pathophysiologie sind fast durchgängig hervorragend. Ein Wermutstropfen aber auch hier: Teilweise werden Aspekte abgebildet, die sich im Textbeitrag dazu nicht oder nicht blicknah abspiegeln. Das kann Leser immer wieder irritieren. Da stellt sich die Frage: "Schönes Bild - aber was will es mir sagen?". Der erfahrenere Leser wird damit umgehen können.

Fazit: keine schlechten Bücher, aber durchaus nicht ungetrübte Zustimmung. Tipp: unbedingt vorher reinschauen - wer bei "biochemischen Detailabbildungen schon scheut", wird weniger Freude daran haben. Wer viele Bilder und Detailinfos benötigt, findet hier möglicherweise das, was er sucht.

js

Schweitzer: HP-Akademie: Basiswissen

Schweitzer, Rudolf: Die Heilpraktiker-Akademie. Basiswissen.

Terminologie, Chemie/Biochemie, Zytologie/Histologie, Allgemeine Pathologie 

ISBN: 978-3-437-58010-9; 2010; 160 Seiten, 147 farb. Abb., Kartoniert




Verlagsinfo

Verstehen statt auswendig lernen

Das Buch bietet Ihnen medizinisches Basiswissen und den gesamte Prüfungsstoff in überschaubaren Einheiten:
Mit den Kapiteln:

  • Terminologie: Alle wichtigen Begriffe sind erklärt (Herkunft, Aussprache, Abkürzung etc.). Alles über Körperebenen, Lagebezeichnungen, Achsen und Bewegungsrichtungen
  • Chemie/Biochemie: Keine Angst vor Überinformation! Der Autor sagt Ihnen, worauf es ankommt und bringt Ihnen selbst diese Fächer verständlich und spannend bei
  • Zytologie/Histologie: Vom Aufbau der Zelle über Zellzyklus und Zellteilung. Alle Gewebearten ausführlich beschrieben und erklärt, so dass Sie auch dieses Thema sicher beherrschen
  • Allgemeine Pathologie: von den sicheren Todeszeichen bis hin zu Vererbung, Entzündung und Neubildungen wird auf alles eingegangen


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Unsere Meinung 

Sehr gespannt war ich als ich von der neuen Buchreihe des Elsevier-Verlages Notiz nahm: „Die Heilpraktiker-Akademie“…das muss einfach die Antennen eines jeden, der in der HP-Ausbildung tätig ist, darauf ausrichten. Den gesamten Stoff in vielen einzelnen Büchern darzustellen, ist kein ganz neues Konzept, aber es ist eine verheißungsvolle Alternative zu den dicken Schinken, mit dem man sich selber todschlagen kann, wenn man abends im Liegen nochmal das ein oder andere nachlesen möchte.

Als ich zunächst nur den Verlagsprospekt in der Hand hielt, sahen jedoch alle Bücher auf den Abbildungen aus, als wären es auch nicht gerade handliche Werke. Aber ich war positiv überrascht, als ich recht überschaubare kartonierte erste Exemplare der Reihe in den Händen hielt: es ist schlicht besser damit zu arbeiten, wenn man z.B. etwas zur Leber nachlesen möchte und dann ein Buch in der Hand hat, was sofort zur gesuchten Sache kommt. Auf jeweils ca. 150 Seiten werden einzelne Themenblöcke angegangen – das ist erstmal gut. Bei dem umfangreichen Stoff kommt man jedoch auf voraussichtlich 25 Bände. Was heißt das? Alle kaufen? Aussuchen? Zum dicken Schinken hinzukaufen? Die Marketingstrategie dahinter und das Kundenverhalten sind sicher eine spannende Angelegenheit für sich.

Vor mir liegt jetzt der Band „Basiswissen“ mit den o.g. Unterkapiteln.

Der erste Eindruck ist gut: das neue Verlagsdesign mit mehrfarbigem LayOut erleichtert den Zugang, macht Lust auf’s Lesen und erleichtert den Zugang zum Inhalt. Was ich in dieser Hinsicht finde – also zu Inhalt – scheint faktisch alles richtig und ist sprachlich sehr zugänglich dargestellt. Farblich hervorgehobene Kästen („Merke“, Zusammenfassungen, „Hinweis Prüfung“ etc.) sind hilfreich und zeigen, das sich der Autor nicht nur im theoretischen Feld bewegt.
Allerdings ist die Theorie in diesem Band sehr ausgebreitet: die anorganische und die organische Chemie und die Biochemie werden so detailliert dargestellt, wie sie in keiner (mir bekannten) Prüfung je gefragt wurde. Da wimmelt es vor Abbildungen chemischer Verbindungen, die ich selbst im Unterricht nicht vermitteln mag, um die SchülerInnen nicht mit Stoff zu überfrachten. Die Zellkunde und die Histologie hingegen jedoch finde ich ganz angemessen und hilfreich dargestellt.

Überzeugend sind teilweise die Abbildungen: meist gute Schemata werden durch mikroskopische Bilder ergänzt und bewirken ein angenehmes und ausgewogenes Verhältnis zwischen Text- und Bildanteil.

Wirklich vermissen wird der Leser nichts. Er bekommt einen umfangreichen Einblick in das, was Titel und Untertitel versprechen. Aber er muss aufpassen, dass er mit dem Autor nicht zu tief eintaucht in die Materie und dabei den Blick auf die Prüfung verliert. Wer viel Background-Wissen zum Verstehen und Erfassen braucht, der ist mit dem Stoff gut bedient. Wer sich schnell unter Lern- und Leistungsdruck gesetzt sieht, muss über einiges hinweglesen.

Fazit: Insgesamt ein vielversprechender Anfang für eine Reihe… von der hier zwei weitere Exemplare liegen, die ich mir in Kürze vornehmen werde.

js

Rohen /Yokochi /Lütjen-Drecoll: Anatomie des Menschen

Johannes W. Rohen / Chihiro Yokochi / Elke Lütjen-Drecoll:

Anatomie des Menschen
Fotografischer Atlas der systematischen und topografischen Anatomie

Inklusive "Anatomie Interaktiv" - deutsch, englisch und italienisch online!

7. Aufl. 2011. 542 Seiten, 1211 Abb., geb., 89,- EUR, ISBN 978-3-7945-2706-9 (Print) 978-3-7945-6534-4 (eBook)

Verlagsinfo

Einzigartig: nicht nur die Fotos

  • Unübertroffen ästhetische Präsentation: meisterhafte Präparationen von Regionen, Situs, Organen und Einzelstrukturen
  • Wie im Präpariersaal oder am OP-Tisch: authentische Wiedergabe von Strukturen und räumlichen Dimensionen durch brillante Farbfotos
  • Tiefe Einblicke: detailreiche Aufnahmen bildgebender Verfahren auf höchstem technischem Niveau
  • Das Wesentliche im Blick: didaktisch exzellente Kombination von anatomischen Präparaten mit ergänzenden Grafiken und übersichtlichen Legenden
  • »Präparationen von außen nach innen«: realistische Darstellung der topografischen Anatomie
  • Benutzerfreundlich: umfassendes Sachregister mit Hervorhebung der Hauptfundstellen

Neu in der 7. Auflage

  • Weit über 100 neue Präparate, Grafiken und Aufnahmen bildgebender Verfahren
  • Vollständig neu zusammengestelltes Grundlagenkapitel »Allgemeine Anatomie«
  • Konsequenter klinischer Bezug durch zahlreiche neue Aufnahmen bildgebender Verfahren

Zusätzlich: »Anatomie Interaktiv« mit Lernprogramm

  • Übersichtliche Grafiken ergänzt durch In-situ-Präparationen, dazu tabellarische Lernhilfen und prägnante Kurzbeschreibungen
  • Anzeige der Grafiken und Präparate nach Wunsch mit und ohne Beschriftung
  • Lernhilfen sowie alle Grafiken und Präparate mit und ohne Beschriftung ausdruckbar
  • Integriertes Lernprogramm zur Überprüfung des eigenen Wissens
  • Komfortable Suchfunktion mit farbig markierten Suchergebnissen
  • Alle Inhalte auf Deutsch, Englisch und Italienisch

 ... der weltweit meistgekaufte Fotoatlas – in 20 Sprachen.

Direktlink zum Info des Verlages.


Unsere Meinung  ...

Anatomie-Atlanten sind – finde ich – immer eine schwierige Sache: stellen sie den Körper des Menschen so (variantenreich) da, wie er ist oder beschränken sie sich auf den Lehrbuchklassiker? Zeigen sie einzelne anatomische Strukturen aus verschiedenen Perspektiven? Stört die Beschrfitung? Ist diese (nur) in lateinisch-griechischer Fachterminologie gehalten oder berücksichtigt sie die deutsche Nomenklatur? Sind die Abbildungen didaktisch und inhaltlich gut aufbereitet?

So war ich gespannt, als ich den Fotografischen Atlas aus dem Schattauer Verlag aufschlug.

Mein erster Eindruck: super! Unglaublich viele sehr gute Abbildungen, erstklassige Präparate in bester Fotoqualität!

Mein zweiter Eindruck: bleibend gut! Das ca. 500 Seiten starke Buch gibt in über 1200 Abbildungen einen hervorragenden Einblick in die Anatomie des Menschen. Insbesondere die über 870 Farbfotos stellen die Strukturen des Körpers eindrucksvoll dar. Die Ergänzungen der Präparatefotos durch Schemazeichnungen, CT- und MRT-Aufnahmen oder mikroskopische Bilder sind sehr passend gesetzt und erleichtern den Zugang, das Verstehen und Erfassen. Kurze Kommentare zu physiologischen Hintergründen sind sparsam, aber punktgenau eingefügt sodass der Charakter eines Atlas‘ nicht verfälscht wird. Alle Bildbezeichnungen sind aus den Fotografien herausgenommen und erscheinen mit Strichzuordnung am Rand der Bilder, so dass der Blick auf den Inhalt nur äußerst wenig beschränkt wird.

Das Buch ist mit einem Farb- und Piktogrammleitsystem versehen, was das Auffinden gesuchter Körperregionen sehr erleichtert.

Einziges Manko ist m.E., dass die Beschriftung komplett und nur die Fachtermini und nicht die deutschen Bezeichnungen umfasst.

Als kleines Schmankerl beinhaltet der Kauf des Buches auch einen Zugangscode zum interaktiven Anatomieatlas. Hier kann man zahlreiche Abbildungen nochmals über eine Suchfunktion finden, Zeichnungen und Präparate vergleichen und kleine Wissenstests durchführen - die sich aber leider auf die Abfrage der lateinischen Nomenklatur beschränken. Dennoch: ein nette Dreingabe.

Natürlich sind 89,- Euro eine Stange Geld, aber die ist das Buch allemal wert. Neben den Inhalten spricht auch die Verarbeitung (Bindung, Papierqualität) dafür.

Fazit: ich bin froh, dass ich diesen Atlas ab und zu aus dem Regal ziehen kann, um darin nachzuschlagen.

js

Siegel: Kompendium Heilpraktikerprüfung Psychotherapie

Thomas Siegel: Kompendium  Heilpraktikerprüfung Psychotherapie

2. Aufl., überarb. 2009 143 S., 5 Abb., kart. ISBN: 9783830492252
34,95 EUR

Verlagsinfo

So wenig wie möglich, so viel wie nötig: Dieses praktische Kompendium vermittelt Ihnen kompakt und verständlich das relevante Prüfungswissen der Psychotherapie für Heilpraktiker:

  • Aktuelle Prüfungsfragen und eine Muster-Prüfung helfen Ihnen, Ihr Fachwissen gezielt zu testen und zu trainieren.
  • Kommentare erläutern Ihnen die Antwortmöglichkeit und helfen Ihnen, den Sachverhalt besser zu verstehen.
  • Zahlreiche Tipps für die mündliche und schriftliche Prüfung runden das Buch ab.

Die zweifarbige Gestaltung und der übersichtliche Aufbau mit vielen Aufzählungen und Zwischenüberschriften machen das Buch zur idealen Lernhilfe und zum schnellen Nachschlagewerk.

Besonders nützlich: ein ausführliches Glossar


Unsere Meinung  ...

Der Sonntag-Verlag wirbt im Promo-Text mit dem Slogan: "So wenig wie möglich, so viel wie nötig:". Und hat recht! Als ich das Buch (oder besser "Büchlein", denn so dick ist es ja nicht) erstmals in die Hand nahm, dachte ich zweifelnd, dass da jemand übermütig oder nachlässig war, dieses komplexe Thema so komprimiert darstellen zu wollen. Aber die Überraschung beim Blättern und Anlesen kam unweigerlich: Der Autor hat es geschafft, wohl alle wichtigen Begrifflichkeiten, Phänomene und Krankheitsbilder, die in der HP-Psychotherapieprüfung potenziell angesprochen werden, knapp und trefflich zu beschreiben.

Nun gut, hier liegt ein Kompendium vor - kein Lehrbuch. Das heißt, dass der HP-Psych-Kandidat damit absolut nicht versorgt ist. Aber das Werk hilft sicher beim Wiederholen, beim Lernen unterwegs oder reicht allenmal zum flotten Nachschlagen. Für denjenigen, der die allgemeine HP-Prüfung anstrebt, mag das Buch komplett zur Vorbereitung in diesem Themenbereich reichen - zumal am Ende eine Musterprüfung und ein Glossar das Lernen erleichtern.

Natürlich gibt es einige Erklärungsansätze oder Definitionen, über die man uneins mit dem Autor sein kann - aber das liegt in der Natur des Themas; m.E. spiegelt ds Buch insgesamt sehr genau die aktuellen Erkenntnisse und den breiten fachlichen Konsens.

Die Aufmachung ist in der Tat gut - alles lässt sich rasch finden und ist in übersichtlichem LayOut präsentiert.

Knapp 35,- Euro für knapp 150 Seiten im Kartonumschlag sind nicht wenig. Wenn ich mir aber vergegenwärtige, wieviel Unbehagen viele HPAler und HPs gegenüber der Psychiatrie und Psychotherapie haben, denke ich, dass sich die Investition lohnt.

js

Herzog/Lang/Sengebusch: Blickdiagnose für Heilpraktiker

M. Herzog, E. Lang, J. Sengebusch: Blickdiagnose für Heilpraktiker

Bildatlas für Prüfung und Praxis
2010, ca. 352 S., ca. 625 Abb., kt.; ca. € 69,95
ISBN 978-3-8304-7360-2

Verlagsinfo

Speziell für Heilpraktiker: Bildatlas mit Effloreszenzenlehre und wichtigen Körperzeichen inklusive Differenzialdiagnose sowie Zuordnung zu Organsystemen und Erkrankungen. Für einen direkten Zugang zum Patienten.

  • Nur blickdiagnostische Details, die für Heilpraktiker relevant sind.
  • Einführung in die Effloreszenzenlehre (sichtbare Hautveränderungen): Welche wichtigen Effloreszenzen gibt es? Worauf können sie hindeuten?
  • Hilfreich in Prüfung und Praxis: Diagnosevermutung per Blickdiagnostik stützen.
  • Mit Differenzialdiagnose und Aufzeigen verschiedener Verläufe und Stadien.


Unsere Meinung  ...

....ist natürlich sehr subjektiv, aber hier steht sie dennoch:

Die Blickdiagnose ist eine wichtige Sache - in der Praxis wie auch in der Prüfung. Immer mehr Prüfer zeigen Bilder, anhand derer eine Anamnese eingeleitet werden soll, die interpretiert werden müssen, die als Ausgangspunkt einer Differenzialdiagnose dienen sollen. Das macht Sinn, bedarf aber eben auch der Übung durch den Prüfling: man muss viel gesehen haben damit das gelingt, was erwartet wird und damit man sich sicher fühlt, wenn ein Bild vorgelegt wird.

Es reicht bei weitem nicht, ein einziges Bild z.B. eines Ulcus cruris gesehen zu haben, um zu sagen: "So sieht das aus". Denn die Variantenbreite der Effloreszenzen ist z.T. groß, Hauterscheinungen entwickeln sich und zeigen in diesem Verlauf manchmal recht verschiedene Ausprägungen und alle Erkrankungen und Symptome können stark oder moderat ausgebildet sein. Kurzum: kaum eine Blickdiagnose ist so eindeutig wie das Bild einer Blume, die der Florist bezeichnen soll.

Wir müssen lernen, wie sich etwas verändert oder variiert, was ähnlich aussieht und wie wir diese ähnlichen Erscheinungen voneinander abgrenzen können.

Es gibt natürlich bereits Literatur oder andere Quellen - etwa das Internet - zum Thema. Allerdings sind diese bislang nur für die Zielgruppe der Ärzte konzipiert oder/und imponieren durch Erkrankungen oder Erscheinungen, die normalerweise kein HP oder HPA zu Gesicht bekommt: z.B. durch irgendwelche afrikanischen Würmer, die sich durch die Haut schälen und an Stöcken aufgerollt werden müssen. Das ist plakativ, aber keineswegs unrealistisch beschrieben.

Wir haben uns vor diesem Hintergrund und aufgrund mannigfaltiger Unterrichtserfahrungen vorgenommen, ein Blickdiagnose-Buch zu machen, das erstens für den HP und den HPA relevante Krankheitsbilder zeigt, zweitens möglichst vielfältige Darstellungen beinhaltet und drittens bei der Differenzialdiagnose hilft.

Wir denken, dass uns das nach längerer und intensiver Diskussion und Recherche gelungen ist. Vorgelegt wird ein Buch mit (natürlich) zahlreichen Abbildungen, die mit den wichtigsten Informationen erläutert werden. Einmal werden ca. 50 Hautbefunde und -erkrankungen in ihren Variationen vorgestellt, zum andern aber (und darin liegt wohl der Clou des Werkes) betrachten wir dieselben nochmals aus zweierlei Blickwinkel: differenzialdiagnostisch vergleichen wir ähnliche Effloreszenzen (z.B. alle wichigen Rötungen im Gesicht oder alle Blickbefunde an der Hand) und grenzen sie voneinander ab. Und darüber hinaus gehen wir von den Organsystemen aus und zeigen gesammelt auf, welche Blickdiagnosen z.B. bei Nierenerkrankungen, Lebergeschehen u.a. zu erwarten sind.

Damit kann der/die NutzerIn des Buches aus ganz verschiedenen Blickwinkeln und mit unterschiedlichem Basiswissen lernen oder/und Hilfen in der Diagnose bekommen.

Somit ist das Buch ein Werkzeug für Lernende und Praktiker zugleich.

Die Arbeit daran hat uns Spaß gemacht, spannende Recherchen erfordert und den fachlichen Diskurs gefordert. Die Arbeit als Autorenteam ist sicher ein Gewinn für den Inhalt des Buches. Wir hoffen, dass dieses (erste!) speziell für HP und HPA erarbeitete Blickdiagnose-Buch euch und Ihnen Hilfe für Praxis und Prüfung bringt.

js

Wittpahl/Reinhard: Lernkarten Infektionskrankheiten

Wittpahl, Florian; Hamann, Reinhard
Lernkarten Infektionskrankheiten
Pathologie und Gesetzeskunde für Heilpraktiker

ISBN: 978-3-437-58330-8; Elsevier Verlag München 2008;

Verlagsinfo:

Das Wissen über Pathogenese und Klinik der Infektionskrankheiten sowie über die Bestimmungen des Infektionsschutzgesetzes ist unabdingbar für das Bestehen der amtsärztlichen Prüfung. Doch beide Themen stehen meist ganz unten auf der Beliebtheitsskala der zu paukenden Themen. Lernkarten Infektionskrankheiten können zur Vertiefung des Wissens als Lernkarten genutzt oder als Quartett eingesetzt werden - in beiden Fällen ist Freude am Lernen und ein spielerischer Umgang mit den ungeliebten Themen garantiert.

  • 64 Lernkarten zu Infektionskrankheiten
  • 16 Karten zum Infektionsschutzgesetz (IfSG) und anderen rechtlichen Grundlagen
  • 20 Karten zur Allgemeinen Infektionslehre und Hygiene

Direktlink: http://shop.elsevier.de/artikel/1118382


Unsere Meinung:

Um es gleich eingangs zu sagen: ich bin kein Freund der Karteikarte. Ich glaube, ich habe noch nie in meinem Leben selber Wissen in Karteikarten zusammengefasst, mir welche gekauft oder mich für die Kärtchen anderer begeistern können.
Gleichwohl sehe ich bei vielen SchülerInnen immer wieder, dass sie ihre Kästchen herauskramen, Gummibänder darum entfernen und Kärtchen durchblättern, neu stecken, aktualisieren...
Mindestens das ist ein Grund, den Satz "Lernkarten Infektionskrankeiten", der bereits Anfang 2008 im Elsevier Verlag/Urban & Fischer herausgekommen ist, einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.
Der erste Eindruck: stabile Schachtel in handlichem Format - knapp unter Postkartengröße, also passend für die meisten Manteltaschen. Dann habe ich ausgepackt - viele bunte Karten, die offenbar nach einem bestimmten Schema angelegt sind. Einige Übersichtskarten verraten mir genaueres dazu: die Erkrankungen sind gruppiert in Quartetten, z.B. "Kinderkrankheiten", "Heimische Magen-Darm-Erkrankungen", "Fiebererkrannungen" usw.
Jede Karte ist übersichtlich aufgebaut: Ein Kästchen mit Symptomen, eines mit Stadienverläufen, eines mit Komplikationen, Therapie u.ä.. Sehr schön: ein Kästchen mit einer Weltkarte, die die Hauptverbreitungsgebiete anzeigt sowie jeweils ein Foto. Die Abbildungen sind naturgemäß sehr unterschiedlich - mal ein Erreger unter dem Mikroskop, mal eine Situation, mal ein Tier... aber stets entwickelt sich eine Assoziation zur Erkrankung.

Die farbliche Gestaltung macht die Karten trotz dichter Information übersichtlich und den Inhalt dadurch schnell zugänglich. Das ist etwas, was ich von einer Karteikarte erwarten würde - und bin zunehmend angetan von dem Lernmaterial, was vor mir liegt.

Ein schöner Clou, der meine unerwartete Begeisterung noch fördert: Man kann die Karten aufgrund der Kategorisierungen als Quartett auch als Spielkarten nutzen und so spielend in der Lerngruppe das Thema vertiefen.

Das geht sogar mit den Karten zur Gesetzeskunde und zur Infektionslehre. Mit Blick auf die Prüfung erscheinen mir die allerdings etwas sehr weit greifend und eher für den/die gedacht, der/die es genau wissen will. Wer sich schnell durch viele Details verwirren lässt oder zum "Abtauchen" beim Lernen neigt, sollte sich zwingen, sich auf die Hervorhebungen zu beschränken. Aber die sind auch in einem gesonderten Kästchen in roter Schrift zusammengefasst.

Alles in allem also: Das Set überzeugt fast ganz und gar!
Als gelernter Didaktiker habe ich ein paar Kleinigkeiten, die ich in einer Neuauflage noch verbessern würde, die jeder aber auch selber schnell basteln kann: ich habe z.B. die Anleitungen und Übersichten am Rand gemarkert, um sie rasch ausfindig zu machen, wenn der Stapel erstmal gemischt ist. Und ich habe mir eine kleine Folientasche geschnippelt, in der auch mal ein paar wenige Karten ohne Box transportiert werden können ohne Schaden zu nehmen.

Inhaltlich habe ich bei grober Durchsicht keine Fehler gefunden.

Fazit: ein gutes und originelles Material, um sich dem oft ungeliebten Thema Infektionskrankehiten anzunähern und Gelerntes zu vertiefen.
...und für mich heißt es, meine Vorbehalte gegen Karteikarten doch zu überdenken:-).

js

Crashkurs Heilpraktikerprüfung

Jürgen Sengebusch / Ulrike Bastian
2006; 34,95 bei Elsevier 2006. 272 S., 15 Abb., kt.
€  34,95  ISBN 978-3-437-57170-1

Die Heilpraktikerausbildung und die abschließende Prüfung sind anspruchsvolle Meilensteine im Lebenslauf vieler Frauen und Männer, die sich dazu entschließen, die Heilkunde ausüben zu wollen. Der "Crashkurs" ist dabei ein Wegweiser. Er richtet sich an Menschen, die

  • die Ausbildung zum Heilpraktiker starten und von Anfang an systematisch lernen wollen
  • die ihre Basisausbildung abgeschlossen haben und nun mit klaren Schritten auf die Prüfung zugehen möchten
  • an PrüfungskandidatInnen, die in der „heißen Phase“ der Vorbereitung nach Orientierung über ihren Stand und die finalen Lernstrategien suchen

Zahlreiche Hinweise und Tipps zum Lernen werden ergänzt durch ein umfangreiches Kapitel, das die Inhalte von Ausbildung und Prüfung komprimiert darstellt und für den Lernenden griffig macht. Checklisten, Arbeitsblätter und Vorschläge für Aufgabenstellungen im Selbststudium machen das Buch zum praktischen Lernbuch für HP-AnwärterInnen.
Die Autoren Ulrike Bastian und Jürgen Sengebusch, beide selbst Heilpraktiker und Pädagogen, haben Erfahrungen und Ideen aus vielen Jahren Prüfungsvorbereitung für Kurse, Kleingruppen und Einzelcoachings zusammengefasst zu einer schlüssigen Materialsammlung, die dem HPA neben der einschlägigen Fachliteratur Orientierung im Lernen vermittelt.


Weitere Infos und Direktorder: http://www.elsevier.de/artikel/1025858

Crashkurs Heilpraktikerprüfung, 2. Auflage

Das unten vorgestellte Buch ist nach seinem sehr guten Erfolg im September 2008 in einer völlig überarbeiteten Neuauflage erschienen.
Auf vielfachen Wunsch sind nun auch die Bereiche Psychiatrische Erkrankungen sowie die Infektionskrankheiten samt Gesetzeskunde aufgenommen worden.

Damit ist der Crashkurs ein komplettes Vorbereitungswerk für die HP-Prüfung.

Die dritte Auflage ist derzeit in Arbeit.

Naturheilpraxis Heute Repetitorium

Bierbach, Elvira (Hrsg.)
ISBN: 978-3-437-57610-2 2008;  502 Seiten, 100 s/w Tab., Kartoniert;
29,95 Euro

Verlagsinfo: Für Heilpraktikeranwärter, die ihr Wissen auffrischen und sich gleichzeitig auf das Wesentliche konzentrieren wollen! Im Aufbau angelehnt an das Standard-Lehrbuch Naturheilpraxis Heuteermöglicht Ihnen das Repetitorium durch seine komprimierte Aufbereitung ein effizientes und zielgerichtetes Lernen.

  • Prüfungswissen in Anatomie, Physiologie und Pathologie zu allen Organsystemen
  • Gesetzeskunde und Infektionskrankheiten - das absolute Muss zum Bestehen der Prüfung
  • Ausbildungs- und prüfungsrelevante Informationen zu Hygienemaßnahmen, Injektionstechniken, Psychologie und Psychiatrie, Notfällen, Labor
  • Und wenn Sie es ganz genau wissen wollen, dann schlagen Sie in Naturheilpraxis Heute nach: Die vielen Querverweise garantieren Ihnen einen schnellen Zugriff zu den gewünschten Informationen. Das Repetitorium, die "kleine Schwester" des großen Lehrbuchs, optimiert Ihre Vorbereitung - auch unterwegs.


Unser Meinung:

Wer das Standardwerk "Naturheilpraxis heute" kennt, kann die oft bedauertenWidersprüchlichkeiten für den Nutzer nachvollziehen: als Standardwerk muss esviel bieten, das umfangreiche Angebot baut aber einen "Schinken" von ca. 1600Seiten auf. Immer wieder war ich versucht, das Buch einmal auf die Waage zulegen, um das Gewicht zu ermitteln. Mit anderen Worten: ein in vielen Aspektentolles Nachschlagewerk, aber sicher keine Lernhilfe, die man mal eben für die Zugfahrt oder den Lernspaziergang durch den Park in den Rucksack packt.

Da ist nun Abhilfe geschaffen: Mit dem Repetitorium zum Buch gibt es eine in Format und Umfang griffige Zusammenfassung. Wenn auch zunächst die fehlende Bebilderung und das kleine Schriftbild irritieren mag, so ist das Buch doch  sehr  hilfreich für  denjenigen, der sich im Grunde die Inhalte schon erarbeitet hat, aber ein umfassendes Werk zum flotten Nachschlagen sucht. Als Ergänzung, z.B. zum noch mehr komprimierten Crashkurs, kann es bei einer schnellen und effektiven Prüfungsvorbereitung helfen. Das bestätigen auch die Rückmeldungen, die wir bislang einfangen konnten. Einige wenige Abbildungen für ausgesuchte Zusammenhänge hätten dem Buch dennoch gut getan. Das "Plus im Web", was mittlerweile alle Elsevier-Neuerscheinungen anpreisen, beinhaltet einen Auszug aus dem NHP-Buch der 3. Auflage mit der Darstellung eines differenzialdiagnostischen Überblicks - hilfreich... aber hier darf man von Verlagsseite sicher nach und nach mehr Service und Kreativität erwarten.
Fazit: das Buch ist sein Geld allemal wert! Umfassende Faktensammlung, prüfungsrelevant und insgesamt zufriedenstellend aufbereitet.
js

Holler: MS-Wissen für die HP-Prüfung Band 3

A.T. Holler: Multiple-Choice-Wissen für die Heilpraktikerprüfung, Band 3Sonntag-Verlag, Stuttgart; 2009; 180 S., 7 Abb., 3 Tab., kartoniertISBN: 9783830491842   EUR  24,95

 


Verlagsinfo:

Multiple-Choice-Fragen für jeden Wissenstand:Bereiten Sie sich gezielt auf einen spezifischen Themenkomplex für Unterricht und Prüfung vor: Atmungssystem.In verschiedene Schwierigkeitsgrade unterteilt, ermöglicht Ihnen dieses Buch eine Steigerung im Niveau des Lernstoffes. Das Spektrum reicht vom Basiswissen für Anfänger bis hin zu schwierigen Kniffelfragen für Spezialisten. Auch die mündliche Prüfung wird mit typischen Textfragen trainiert. Durch das kompakte Format ist dieses Buch ein idealer Begleiter für unterwegs.Direktlink: http://www.medizinverlage.de/detailseiten/9783830491842.html


Unsere Meinung:

Den Band 2 der Serie habe ich bereits vor einiger Zeit besprochen (s.u.).
Herr Holler hat sich für die kommenden Jahre etwas vorgenommen: viele Bücher machen! Das ist gut für die Lernenden, weil seine Prüfungsvorbereitungsbücher taugen. Da man mit Fachbühcern kaum wirklich Geld verdient, ist das ökonomisch auch gut für ihn. Über die Masse kommt dann doch etwas herein. Aber natütlich aus den Geldbörsen der HPAler, die dann doch einiges berappoen müssen, wenn sie irgendwann das Komplettprogramm dieser Reihe im Regel stehen haben möchten.
Wer Probleme mit einzelnen Themen hat, kommt aber aus diesem Spagat heraus , wenn er gezielt nur die Bücher zu den betreffenden Bereichen auswählt. Und dann ist Wahl meist gut:

 

 

 

Der Band 3 zum Atmungssystem umfasst insgesamt 126 MC-Fragen - wie in den ersten Bänden unterteilt nach Anatomie/Physiologie, Pathologie sowie Pathologie und Differenzialdiagnose. Hinzu kommen 19 offene Fragen, angelehnt an Anforderungen mündlicher Prüfungen. Bei den MC-Fragen gibt es auch hier Einfach- und Kombinationsantworten, jeweils gut verständlich kommentiert.

Inhaltliche Ausrichtung und Genauigkeit sind angemessen, Fehler habe ich keine gefunden. Erneutes Fazit: Damit kann man gut arbeiten.

 

js

Holler: MS-Wissen für die HP-Prüfung Band 2

 

A.T. Holler: Multiple-Choice-Wissen für die Heilpraktikerprüfung, Band 2 Herz-KreislaufSonntag-Verlag, Stuttgart; 2008; 222 S., 7 Abb., 4 Tab., kartoniertISBN: 9783830491835   EUR  24,95

 


Verlagsinfo:

Hätten Sie es gewusst? Multiple-Choice-Fragen für jeden Wissensstand!

Bereiten Sie sich gezielt auf einen spezifischen Themenkomplex für Unterricht und Prüfung vor: Herz-Kreislauf.
In verschiedene Schwierigkeitsgrade unterteilt, ermöglicht Ihnen dieses Buch eine Steigerung im Niveau des Lernstoffes. Das Spektrum reicht vom Basiswissen für Anfänger bis hin zu schwierigen Kniffelfragen für Spezialisten. Auch die mündliche Prüfung wird mit typischen Textfragen trainiert. Durch das kompakte Format ist dieses Buch ein idealer Begleiter für unterwegs


Unsere Meinung:

Die Bücher von Arpana Holler sind nicht mehr wegzudenken vom Markt der Vorbereitungsliteratur zur Heilpraktikerprüfung. Wenn ich mich nicht täusche, ist das vorliegende Werk das zehnte in einer ganzen Reihe verschiedenster Hilfen für Lernende. Nach enigen eher allgemeinen themenübergreifenden Werken hat Herr Holler begonnen, einzelne Organsysteme unter die Lupe zu nehmen. Im Band 1 mit dem Immunsystem (inkl. Blut und Lymphe) gestartet,wirft der zweite Band nun den Blick auf den Bereich Herz und Kreislauf.

 

Insgesamt 124 MC-Fragen sind unterteilt in die Kategorien Anatomie/Physiologie, Pathologie sowie Pathologie und Differenzialdiagnose. Sie werden ergänzt durch 16 Fragen,  wie sie in einer mündlichen Prüfung gestellt werden könnten. Bei den MC-Fragen gibt es sowohl Einfach- als auch Kombinationsantworten, was zur Schulung sicher gut ist, jedoch (nicht mehr) der meist zentralen Prüfung entspricht. Sehr gut verständlich sind die Kommentare zu den Lösungsmöglichkeiten: einfach und klar auf den Punkt gebracht werden richtige und falsche Antworten erläutert. In einer ersten Durchsicht habe ich keine inhaltlichen Fehler oder bizarre Erläuterungen gefunden, was keineswegs selbstverständlich ist. Damit kann man gut arbeiten.

Wer das ganze Themenspektrum der HP-Prüfung mit diesen Büchern aufarbeiten will, muss wahrscheinlich noch etwas auf wetere Bände warten, dann aber auch einige hundert Euro auf den Tisch zu legen, um über das Komplettprogramm zu verfügen. Das ist ein Haufen Geld. Insofern empfiehlt sich die gestartete Reihe sicherlich für diejenigen, die in ausgesuchten Bereichen nach Lernhilfen für die Prüfung suchen. Aber für den "großen Querschnitt" gibt es ja noch die anderen Werke aus der hollerschen Feder.

Mit der genannten Einschränkung kann hier wieder eine gute Note vergeben werden. js

Hinweis: auf der Website des Verlages kann man das Inhaltsverzeichnis und eine Leseprobe einsehen.

 

 

Heilpraktiker Kompaktwissen pocket

Heilpraktiker Kompaktwissen pocket

Christoph Thiele; Börm Bruckmeier Verlag; 4. Auflage; 14,95 Euro

Wer mag schon kiloschwere Bücher mit sich herumschleppen ... zur Schule, zur Lerngruppe, im Zug oder Bus?!? Da kommt das Büchlein HP-Kompaktwissen schon sehr gelegen daher. Das Wort „Pocket“ im Serientitel ist keinesfalls unter- oder übertrieben (je nach Sicht): man kann das Werk durchaus in der Hosentasche transportieren. Trotz der Kompaktheit bietet das Buch von C.Thiele eine Menge Infos. Die wichtigsten Krankheiten sind sinnvoll und übersichtlich dargestellt, (leider nur schwarz-weiß gedruckte) Fotos (in mäßiger Qualität) illustrieren wichtige Inspektionsbefunde. Ergänzt wird das Ganze durch Hinweise zu Tests, Injektionen, Gesetzeskunde und einigen Merkhilfen. Insgesamt ein schönes Ding. Aber mit der Kompaktheit sind naturgemäß auch Grenzen gesetzt: Die wichtigsten Infos sind vorhanden, weitere wichtige aber fehlen. Und da liegt ein Problem: wer auf die Prüfung zugeht, möchte nichts vermissen, was nachher Thema sein könnte und für unsichere Gemüter entwickelt sich rasch noch ein Fragezeichen mehr.

Fazit: kein Buch zum Lernen der Basics und zum Erfassen des komplexen Prüfungsstoffs für HPAs – aber ein hilfreiches Büchlein für die, die „Kardinalthemen“ nochmals rasch erfassen oder wiederholen möchten. Und dabei auch gerne spazieren gehen oder Bus fahren. (js)

 

Isolde Richter: Lehrbuch für Heilpraktiker

Isolde Richter: Lehrbuch für Heilpraktiker
6. Aufl. 2006. 786 S., 154 überw. farb. Abb., geb.; €  54,95 / ISBN 978-3-437-55692-0

Verlagsangaben:

  • Verständliche Aufbereitung medizinischer und juristischer Fakten
  • Hervorhebung der Prüfungs- und Ausbildungsschwerpunkte
  • Aktualisierung der Gesetzeskunde (Hygiene-Richtlinie)
  • Querverweise auf Abbildungen im "Atlas für Heilpraktiker"
  • Aktualisierung der Gesetzeskunde (Hygiene-Richtlinie)

Neu in der 6. Auflage:

  • komplett aktualisiert und überarbeitet
  • Erweiterung des Kapitels "Psychische Erkrankungen"
  • 48-seitiges Begleitheft mit den wichtigsten Fakten und Merkhilfen aus Anatomie, Physiologie und Pathologie. Ideal zum Wiederholen und Pauken - zu Hause und unterwegs

Direktkontakt: www.elsevier.de/978-3-437-55692-0


Unsere Meinung:

Man könnte in gewisser Weise sagen: "Was heute die Bierbach ist, war früher die Richter" - vor dem Hintergrund, dass bis zum Erscheinen von "Naturheilkunde heute" die meisten HPA's mit diesem Buch gearbeitet haben. Mit der bunten, wesentlich ausführlicheren und umfangreicheren "Elvira" (wie die sich vertraut fühlenden Nutzer dann sagten), ist die "Isolde" etwas in Verruf geraten - als inhaltlich vermeintlich zu mager und als zu wenig attraktiv zu lesen. Meiner Meinung nach zu Unrecht:
Mittlerweile liegt die 6. Auflage des Buches vor, weiter entwickelt und im Umfang immer mehr an die "Naturheilpraxis" heranwachsend. Zunächst habe ich mich gefragt, warum derselbe Verlag hier zwei vermeintliche Konkurrenzbücher nebeneinander auflegt. Aber ich denke: wer nicht unbedingt viele Bilder benötigt und ein kompakteres Basislernbuch haben möchte, ist mit der klaren Struktur dieses Lehrbuchs gut bedient. Nicht zu viel und nicht zu wenig. Und die Gesetzeskunde ist nach meinem Geschmack auch nach zig Jahren bei der Richter immer noch am besten beschrieben... vielleicht liegt's an ihrem Namen :-)?  js

R.Schnürch: DVDs zur Prüfungsvorbereitung

Rudi Schnürch: Intensivvorbereitung auf die Amtsarztprüfung
Video/DVD-Produktion in 10 DVDs;
video-commerz GmbH, München 2004; über 13 Stunden Spielzeit; 199,- Euro


Es ist ja immer wieder gut und didaktisch empfehlenswert, wenn man die Lernsituationen und -medien wechselt. Vor diesem Hintergrund freue ich mich an sich immer, wenn mal im Bücherwald etwas anderes aufleuchtet – eine interaktive CDR, eine Hörcassette, ein Lernkartensystem o.a..

Kürzlich drückte mir jemand einen Stapel DVDs in die Hand, darunter auch das DVD-Set von Rudi Schnürch. In rund acht Exkursen nimmt der Heilpraktiker Schnürch Gesetzeskunde & Co, Blut, Herz und Kreislauf, Verdauungssystem, Atmung, Harnwege, Nerven und Bewegungsapparat und Endokrinum zu Gegenständen einer Vorlesung, die er offenbar im heimischen Büro hinterm Stehpult für die Kamera vorträgt. Laut Verpackung „kommen hierbei eindrucksvolle Bilder und Computergrafiken zum Einsatz“ und der Referent „versteht es wie kein anderer, die komlexe Thematik transparent darzustellen und in leicht verständlicher Form darzubieten.“ Ich war gespannt beim Anklicken des ersten Kapitels. Und leider auch enttäuscht nach den ersten fünf bis zehn Minuten. Eindeutig ist zu sagen, dass in der Tat die Inhalte gut und nachvollziehbar zusammengefasst werden. Das kann nicht jeder und es ist ja nun ungemein wichtig, vor der Prüfung zu komprimieren und zig Aktenordner auf wenige Essentials einzudampfen. Das gelingt dem Referenten fraglos.

Leider jedoch entpuppen sich die vorgelobten Grafiken als eher einfach und hausbacken, ohne das, was man heute wirklich als Animation bezeichnet. Auch die Dramaturgie der Kameraführung ist alles andere als spektakulär: sieben DVS lang verharrt sie fast ausschließlich auf dem Stehpult und der aufmerksame Beobachter kennt anschließend das Muster des Referentenhemdes ebenso auswendig wie die Werke im Bücherregal hinter ihm. Das ist jetzt etwas überspitzt, aber ein wenig Abwechselung in Ort und Ausstattung hätte der Aufmerksam durchaus gut getan. Zudem empfindet auch nicht jeder die ruhige Sprachführung als einladend und belebend.

Aber ich sprach eingangs von zehn DVD – was ist auf den anderen dreien? Auf einer weiteren erzählt der Kollege Thomas Schnura. Etwas über das Infektionsschutzgesetz – kurz und knapp und durchaus lebendiger. Zudem ahnt man, dass dieser Teil der Produktion neuer ist. Die bessere Technik lässt diese Spekulation zu. Da aber im Verlauf vom „neuen“ Infektionsschutzgesetz gesprochen wird und dieses bekanntlich aus dem Jahre 2001 stammt, merkt der aufmerksame Beobachter einerseits, dass das Veröffentlichungsdatum des DVD-Sets (2004) nicht unbedingt die brandheiße Aktualität wiedergibt. Andererseits deutet sich an, dass der restliche Teil noch älter ist. Die Art der eingespielten Musik, die dürftige Grafikaufbereitung und der Kommentar zum „Videoband“ (nicht zur DVD!) lassen erahnen, dass eine ältere Produktion neu aufgelegt wurde. Wie gesagt ist das spekulativ, aber auf den letzten beiden DVDs – um das Set nun auch komplett zu machen – begegnet dem Zuschauer die in dieselbe Richtung weisende und eigenartige Aussage, dass (sinngemäß) „einige Prüfungsämter nun dazu übergegangen seien, neben der mündlichen auch eine schriftliche Prüfung einzuführen“. Gut, die Produktion ist eine bayerische, aber da kann ja nicht alles anders sein, oder? Die auf den letzten DVDs „simulierten mündlichen Prüfung“ sind allerdings auch eher dürftig vom Lerngewinn. Der Autor zieht sich einen weißen Kittel an und befragt zwei Damen zu Erkrankungen, zu Anatomie und Physiologie. Keine Beisitzer, keine Anamnese, kein Fachgespräch in dem Sinne, wie es in vielen Prüfungen läuft. Schade.

Fazit: die Inhalte werden gut zusammengefasst, aber die Aufbereitung ist eher langatmig und wenig knackig. Wer’s mag, könnte vielleicht ebenso gut mit einer Audio-CD klarkommen. Aber ich komme nochmals zurück auf meine Eingangsaussage: ein Medien-Mix ist gut und der Markt mit DVD-Lehrgängen leider (noch) karg bestückt, die Alternativen also rar. Bevor man aber die fast 200,- Euro investiert, ist es sicher gut, irgendwo eine kleine Seh- und Hörprobe zu bekommen, um zu entscheiden, ob man das Geld nicht anders investiertjs

Margit Allmeroth: Diagnose-Lehrbuch für Heilpraktiker

Diagnose-Lehrbuch für Heilpraktiker

Differenzialdiagnose in Anamnese, Untersuchung und Labor
4., akt. Aufl. 2009;  326 S., 75 Abb., 17 Tab., geb. ISBN: 9783830492153
EUR 49,95 

Direktlink: http://www.medizinverlage.de/detailseiten/9783830492153.html

Verlagsinfo:

Das relevante Wissen zur Diagnostik für die Heilpraktikerprüfung und -praxis. Kompakt, anschaulich und praxisn

  • Alles Wichtige von der klinischen Anamneseerhebung über die körperlichen Untersuchungsmethoden bis hin zum Labor, jeweils mit Differenzialdiagnose.
  • Fragentrainer für die Prüfungsvorbereitung.
    Neu in der 4. Auflage:
  • Körperliche Untersuchungsmethoden: Erweiterungen im Bereich Vitalzeichen, Kopf und Thorax.
  • Laborchemische Differenzialdiagnose: Blut- und Urindiagnostik sowie Leberstoffwechsel.


Unsere Meinung:

Margit Allmeroth ist den meisten HP-AnwärterInnen bekannt. Ihr Kompendium gehört zum Literaturstandard vieler HPAs. Das hier besprochene Diagnose-Lehrbuch liegt nun im siebten Jahr nach der Ersterscheinung in der 4. aktualisierten Auflage vor.

Vom Grundgedanken ist und bleibt das Buch konzeptionell gut angelegt: Nach einleitenden Gedanken zur Anamneseerhebung werden wichtige Symptome differenzialdiagostisch betrachtet, um dann die körperliche Untersuchung von Kopf bis Fuß vorzustellen. Ergänzt wird das Ganze durch laborgestützte Differenzialdiagnosen.

Zahlreiche (Schwarz-Weiß-)Fotos illustrieren die Erläuterungen zu den Untersuchungen.

Damit hegt das Buch den Anspruch, ein äußerst umfangreiches Paket für den Einsteiger, aber auch den Praktiker anzubieten. Gut 250 Seiten füllt der fachliche Inhalt… damit nicht genug: da werden dann noch ca. 50 Seiten Prüfungsfragen angehängt.

Für meinen Geschmack hätten jedoch nochmals bestimmt zwanzig Seiten mehr zwischen den Buchdeckel sein müssen – ohne Text! Denn die Prallheit lässt dem Auge wenig Erholung, Übersichten werden über Buchseiten hinweg geführt und werden dadurch wieder weniger übersichtlich. Zu viele Hinweispfeile und Symbole machen das Erscheinungsbild des Buches für meinen Geschmack zusätzlich unruhig. 

Im Unterricht begegnen mir immer wieder Fragen, die sich bei SchülerInnen aufwerfen, weil sie in Allmeroths Lehrbüchern Dinge gelesen haben, die sie mit anderen Quellen nicht vereinbaren können. Klar ist, dass kein Buch mit dem anderen identisch oder fehlerfrei ist – aber in der Tat finde ich auch hier bereits beim diagonalen Durchblättern Inhalte, die ich für ungünstig gewichtet, unklar zugeordnet oder gar falsch erachte. Ein bisschen weniger oder besser zusammengefasster Inhalt würde dem Werk m.E. gut tun, um mehr Orientierungshilfe zu geben.

Ich muss aber auch sagen, dass ich auch mit dem Kompendium der Autorin oder dem Lehrbuch in bezug auf die Übersichtlichkeit nicht gut zurechtkomme. Das mag anderen anders gehen. Deshalb der dringende Rat: zuerst mal mit etwas Zeit und Verstand (z.B. an einem konkreten Symptom oder einer konkreten Untersuchung) das Buch begutachten. Wer merkt, dass er sich gut orientieren kann, macht sicher keinen Fehlkauf – zumal es derzeit noch keine wirkliche Alternative für Heilpraktiker auf dem Literaturmarkt gibt.

js

Ambulanz live

Hinter dem Untertitel "81 Patienten und ich" versteckt sich ein amüsantes Tagebuch aus dem klinischen Alltag. Die Autorin hat ihre Idee, ihre Diagnoseabwägungen in einem Buch umzusetzen, von Studenten ausformulieren lassen. Man merkt es an der Spritzigkeit und den zum Teil delikaten Einblicken in die Gefühlswelt des gestressten Ambulanz-Mitarbeiters - live eben. Für den Leser ergeben sich 81 Diagnoserätsel anhand der Aufnahmesituation, z.T. den Labordaten oder Ergebnissen bildgebender Verfahren. Die Auflösungen erfolgen rasch und schlüssig. Handicap für den HPA: nur ca. 70% der Fälle sind auch für den HP relevant. Dennoch lohnt sich das Büchlein als "anderer" Zugang zum Thema, wenn es auf die Prüfung zugeht. Für Hufeland-SchülerInnen gibt es ein Lesezeichen mit besonderem Nutzen: aufgedruckt ist eine Auswahl-Übersicht über die Fälle, die man in jedem Fall lösen können und die, denen man sich zumindest sehr nähern könne sollte. Das erleichtert die Gewichtung und die Handhabung des Buches.

Homanyun Gharavi- Nouri: Ambulanz - live
14,95 Euro bei Urban & Fischer /Elsevier

IfSG - leicht gemacht

Nette Zwischendurchlektüre, wenn einem der Kopf raucht vor lauter Fachskripten und Lehrbüchern: Viele Infektionskrankheiten sind in kurze Geschichten eingeflochten. Daneben findet man die reinen Facts in gut komprimierter Form. Die kleinen Stories sind eine gute Erinnerungshilfe – vor allem für den bildlich lernenden Menschen. Leider sind nicht alle Erkrankungen zu finden.
Buchdarstellung der Autorin:
“Es handelt sich um ein Lehrbuch für angehende Heilpraktiker oder Medizinstudenten, ist aber auch für den interessierten Laien geeignet, um sich ein Bild der zahlreichen Infektionskrankheiten nach dem IFSG (Infektionsschutzgesetz) machen zu können. Während meiner eigenen Ausbildung zur Heilpraktikerin hatten meine Kolleginnen und ich einige Schwierigkeiten, die Vielzahl an Infektionskrankheiten voneinander zu unterscheiden. Ich nutzte mein Talent, Fakten in einprägsame und lustige Geschichten zu verpacken, um meinen Mitlernenden und mir selbst die Arbeit etwas zu erleichtern. Herausgekommen ist dieses Buch.“

Bezug: Es erscheint im BoD-Verlag und hat die ISBN-Nummer 3-89906-971-4. Der Ladenverkaufspreis liegt bei € 9,50. Man kann es im regulären Buchhandel bestellen, das dauert allerdings im Schnitt 3 - 4 Tage, da die Bücher auf Bestellung gedruckt werden.Am einfachsten ist es, das Buch direkt bei der Autorin oder über ebay zu bestellen; es wird dann auf Rechnung zugesandt.
info(at)froehlinghp.de

Petri: Infektionskrankeiten

Sandra Petri: Infektionskrankheiten - visuell leicht gelernt

56 Seiten, Spiralbindung; 25,- Euro zzgl. Porto; Eigenverlag

Sandra Petri ist Heilpraktikerin. Sie hat an der Hufeland-Schule gelernt und hat ein Faible für's Zeichnen und Malen (siehe auch hier.) Wie andere auch, hat sie sich nach eigenem Wortlaut  "auch durch den Wust von Erkrankungen durchgebuddelt. Ich zeichnete mir Bilder zu den Krankheiten, die sich dann fest in meinem Gehirn verankert haben, sodass ich sie recht leicht abrufen konnte. Damit auch ihr etwas davon habt, zeichnete ich alles noch einmal sorgfältiger ab, und brachte es in diese Heft-Form."

Wir haben Sandra Petri in diesem Vorhaben nur bestärken können, ist diese Idee doch bewährt in anderen Bereichen und für dieses schwere Lernfeld der Infektionskrankheiten noch nicht erschlossen gewesen! Eine echte Ergänzung oder gar Alternative zum "herkömmlichen Buch".

Herausgekommen ist ein Band mit vielen humorvollen Zeichnungen zu den wichtigsten  Infektionskrankheiten. Unsere Kollegin Elvira Bierbach, selbst Mitautorin eines Standardwerkes zu den Infektionskrankheiten und Schulleiterin, schreibt dazu:

"Unsere Schülerinnen und Schüler nutzen es bereits begeistert. Gerade für Menschen, die eher ein visuelles Gedächtnis haben, ist Ihr Buch eine sehr sinnvolle (und amüsante) Lernhilfe. Und das "trockene" Thema der Infektionskrankheiten wird von Ihnen so anschaulich, einprägsam und humorvoll aufbereitet, dass es eine wahre Freude ist, damit zu pauken."

js


Bestellmöglichkeit unter: sandra.petri(at)peed.de
oder per Tel. 0251/ 21 49 92

Psychiatrie und Psychotherapie

Koeslin, Jürgen: Psychiatrie und Psychotherapie für Heilpraktiker

Elsevier-Verlag; 2. Aufl. 2007. 372 S., kt., € 34,95; ISBN 978-3-437-57001-8

Lehrbuch zur Unterrichtsbegleitung und Prüfungsvorbereitung.

  • Verständliche Darstellung psychopathologischer, psychiatrischer und organisch bedingter psychischer Störungen
  • Praxis- und prüfungsrelevantes Wissen zu psychotherapeutischen Methoden und Psychopharmakolgie
  • Übersichtskästen (ICD-10 Klassifikation), Merkhilfen und Prüfungstipps
  • Auflistung der Prüfungsmodalitäten für alle Bundesländer

Neu in der 2. Auflage:

  • Sonderkapitel zur Psychosomatik
  • Optimierung der Lernhinweise mit deutlicher Gewichtung und Merksätzen
  • Glossar mit den wichtigsten Begriffen zur Psychopathologie

Direktlink: www.elsevier.de/978-3-437-57001-8


Das Thema Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie ist für viele aufgrund des komplexen Erscheinungsbildes und der Überschneidungen mit vielen anderen Bereichen ein "rotes Tuch". Um so schöner, dass Jürgen Koeslin mit dem vorgestellten Buch eine auch z.B. für Prüflinge, die am liebsten einen Bogen drumherum machen würden, eine Darstellung bringt, die jedeN den Kreis ums Thema enger ziehen lässt.  Sehr verständlich und überaus übersichtlich werden die zentralen Begrifflichkeiten eingeführt, die Störungen klar und nachvollziehbar erklärt und schließlcih die Therapieformen umrissen. Die Einteilung der Erkrankungen entspricht den gängigen Schemata und macht dem Leser den Zugang zu den Krankheitsgruppen einfach.

Schön sind auch die Lernhinweise und die jeweiligen diagnostischen Fingerzeige. Ein absolut empfehlenswertes Buch für alle, die sich mehr mit dem Themenkomplex der psychiatrischen und seelischen Erkrankungen befassen wollen - oder eben bislang diese Auseinandersetzung fürchteten. (js)

Anatomica, Körper und Gesundheit. Das komplette Nachschlagewerk.

2007, 912 Seiten, mit zahlreichen farbigen Abbildungen, Maße: 18,2 x 22,9 cm, Kartoniert (TB), Deutsch  Ullmann/Tandem
ISBN-10: 3833142693  ISBN-13: 978383314269  14,95 Euro

Verlagsinfo:

"Anatomica" ist eine Reise durch den menschlichen Körper: In über 1.500 Abbildungen die ganze Schönheit und Komplexität des menschlichen Organismus Nachschlagewerk zu Körper und Gesundheit mit detaillierten Beschreibungen aller grundlegenden Körperfunktionen wie Blutkreislauf, Muskulatur und Atmung;  Erste Hilfe-Kapitel mit wichtigen Sofortmaßnahmen bei medizinischen Notfällen sowie einem alphabetischen Symptomverzeichnis mit typischen Anzeichen häufiger Erkrankungen.
Internationales Autorenteam mit ausgewiesener wissenschaftlicher Kompetenz.


Unsere Meinung:

Dieses Buch wird man wohl nicht in einer medizinischen Fachbuchhandlung finden, ist es doch kein Produkt der einschlägigen Fachverlage. Sondern  sozusagen eine Drittverwertung - aus dem Australischen (!) deutsch zunächst bei Könemann/Tandem, jetzt Ullmann/Tandem aufgelegt und dann mit dem "Weltbild"-Label versehen. (Im Handel, besonders dem SecondHand-Markt noch unter dem ersten oben abgebildeten Deckel zu finden, hat es mittlerweile bei Weltbild das neue Outfit (siehe Abb.2) bekommen.) Der Vorteil für den Kunden: hier gibt es satt Buch für kleines Geld !
Aber "billig" muss ja nicht "preiswert" sein. Und dennoch habe ich bereuts vor Jahren dieses Buch gekauft und es nie bereut. Sicher ersetzt es kein renommiertes Fachbuch, weil einfach einige Dinge nicht ausführlich genug oder sogar lückenhaft dargestellt werden. Dafür sind überraschenderweise andere Fakten erfreulich gut und vor allem (zielgruppengemäß) sehr eingängig erläutert. Bestechend sind die Bilder! Zahllose tolle Bilder sind eine Freude für jedeN, der/die vor allem visuell lernt. Zudem übertrifft das Werk alle anderen populärwissenschaftlichen presiwerten Bücher durch einen Anhang, der knappe 100 (!) Seiten zur Differenzialdiagnose präsentiert. 

Fazit: als "Nebenbei"-Buch zum flotten Nachblättern, insbesondere der Bebilderung, ein gutes Buch. Da kann man mal einen Pizzeria-Besuch ausfallen lassen und das Geld gut hier investieren.

(js)

 

 

Walter Guder / Jürgen Nolte: Das Laborbuch

Das Laborbuch für Klinik und Praxis

Guder, Walter G. (Hrsg.); Nolte, Jürgen (Hrsg.)
München 2005; 1.008 Seiten, 103 s/w Abb., 227 s/w Tab., Pappband
109,00 Euro

 

Verlagsinfo:

Das Labor-Diagnose-Buch: Hoher Praxisbezug durch zwei systematisch gegliederte Zugangswege!

  • Diagnosestrategien: Von der klinischen Verdachtsdiagnose über die relevanten Laboruntersuchungen zur Diagnose
  • Alle wichtigen Laborparameter: Aufgeführt mit den Kriterien Analyt (mit Kostenangabe), Indikation, Präanalytik, Referenzintervalle, Beurteilung

Autoren: Prof. Dr. med. Walter G. Guder ist ehemaliger Chefarzt der Abteilung für Klinische Chemie am Städtischen Krankenhaus München-Bogenhausen; Prof. Dr. med. Jürgen Nolte ist ehemaliger Chefarzt der Abteilung Innere Medizin an der St. Josefsklinik Offenburg.



Unsere Beurteilung:
Der Titel ist schlicht. Das Buch dick: Nur knapp bleibt es unter der 1000-Seiten-Marke. Und dennoch verblüfft, dass man sich hier nicht ängstigen muss, in einem Zahlenmeer und einem dichten Netz verworrener Analysen davonzuschwimmen. Das, worum es vermeintlich zunächst geht – die Laborbefunde – werden hervorragend eingebettet in allgemeine Informationen zu Krankheitsbildern, mit ihrer Pathogenese und Symptomatik, dass man sich fast schon blätternd in einem allgemeinen Pathologiebuch wähnt. Die inhaltlich Zuarbeit auf die zentralen Labordaten ist didaktisch so charmant gemacht, dass letztere einfach schlüssig und logisch erscheinen. Das erleichtert Verständnis und Festhalten im Gedächtnis des Lesers enorm.

Die sprachliche Darstellung ist für jeden medizinisch und heilkundlich tätigen Menschen leicht nachvollziehbar. Die Inhalte sind bestens komprimiert. Insofern ist die angestrebte Zielgruppe der Kliniker und Praktiker sicher weit zu fassen.

Der Aufbau des Buches ist sozusagen dual angelegt: in der ersten Hälfte(Klinischer Abschnitt) nähert man sich dem Themengegenstand über Organ- und Funktionssysteme an. Gerade hier wird gelungen die Balance gehalten zwischen Fokusierung auf die wichtigsten Krankheitsbilder und umfassender Erläuterung. In der zwiten Hälfte (Laborparameter von A-Z) geht man sozusagen eher technisch ans Werk: was sagt ein Parameter aus, wie wird bestimmt, welche Einflussgrößen kennen wir, wie sind Werte einzuordnen etc.?  Auch hier findet sich selbst der „Laborfremde“ gut zurecht und kann sich der Materie recht leicht annähern.

Die Autoren haben zahlreiche erfahrenePraktiker aus Kliniker und Labor als Koautoren für unterschiedliche Kapitels gewonnen und lassen  dem Werk so einen immensen Gehalt und paktische Fundiertheit angedeihen.

Kurzum: ein absolut gelungenes Werk. Wer als HeilpraktikerIn in der Praxis arbeitet und verstehen möchte, welche Labordaten ein Patient mitbringt, wer über herkömmliche grobe Analysen hinausgehen und dezidierter zwischen den Zeilen lesen und diagnostizieren will, dem sollte auch der Preis von über 100 Euro auf keinen Fall schrecken. Das Laborbuch ist es wert.
js

Sobotta interaktiv-Set (DVD)

Bewegungsapparat, Nerven und Sinne, Innere Organe, Version 2.0

Putz, Reinhard (Hrsg.); Pabst, Reinhard (Hrsg.); ISBN: 978-3-437-41448-0; 3. Aufl. 2007;  DVD; 74,95 Euro

 

Der Sobotta ist ein Urgestein der medizinischen Atlanten. Kein gut sortiertes Bücherregal, in dem nicht ein, zwei „Schinken“ dieser Reihe stehen. Unter dem Motto „Mit mehr Spaß in die Anatomie!“ bewirbt der Verlag eine platzsparendere Variante: eine DVD, die Atlas und Lehrbuch vereint.  Die Eckdaten sind erschlagend, die genaue Betrachtung aber ernüchternd.

Verlagsinfo:

  • „über 1.300 Abbildungen aus dem aktuellen Sobotta-Atlas: Hier finden Sie alle anatomischen Details
  • über 3.000 leicht verständlichen Lerntexten zu allen Themenbereichen plus Histologie, Embryologie, Physiologie, Radiologie, Klinik
  • über 100 3D-Animationen von Knochen, Muskeln, Gehirn und inneren Organen: ideal, um die räumliche Ausdehnung und die Lagebeziehung der Strukturen zueinander zu verstehen
  • über 450 histologischen, klinischen und radiologischen Abbildungen mit sensitiven Flächen: Hier erkennen Sie alle Details, die Sie sehen (sollten)
  • CT/MRT-Schnittserien durch Rumpf und Gehirn.“

 

Wenn man dann aber mit der DVD arbeitet, relativieren sich diese Zahlen und Features schnell wieder: ein guter Atlas braucht auch mindestens diese Bilderzahl, um einigermaßen komplett zu sein. Und dennoch vermisse ich einiges an Abbildungen, während ich auf ein paar andere Bilder verzichten könnte, wenn ich bedenke, was die HP-Ausbildung erfordert. Die Embyologie beispielsweise ist sicher nicht TopThema.

Fraglos ist eine Materialsammlung auf DVD oder CD-R gut zum flotten Blättern und Finden für denjenigen, der eh am Rechner arbeitet oder lernt. Das ist ähnlich wie mit dem Pschyrembel auf CD, den ich immer wärmsten empfehle. Man wird schneller und hier gibt es bislang leider wenig Alternativen. Jedoch: das ganze Design wirkt trotz der einfach gehaltenen Animationen etwas altbacken und in der Bildschirmdarstellung nicht ausgereift, die Menüführung ist glücklicherweise einfach, aber auch unspektakulär  - ohne schöne Überraschungen und ohne didaktische Features. Daran ändert auch ein integriertes Quiz in zwei Varianten nichts. Diese Lernkontrolle ist nicht schlecht, aber auch nicht optimiert, weil die abgefragte Nomenklatur komplett nur lateinisch/griechisch angelegt ist und eine Übersetzungsvariante nicht vorliegt. Zudem hätte man sicher noch ein paar zusätzliche Finessen einbauen können wie hinterlegte Physio-Abfragen oder differenzialdiagnostische Aufgaben. Von einer technischen Aufbereitung eines Buches hätte ich dieses auch erwartet und wurde bedauerlicherweise enttäuscht.

Fazit: Die Sobotta-DVD ist eine komfortable Variante der Printversion, aber nicht wirklich viel mehr. Aufgrund der Nomenklatur und der Schwerpunktlegungen eher für das Lernspektrum des Medizinstudenten geeignet als für den HPA; das gilt auch für das angekoppelte GK1-Multiple-Choice-Modul.

js

Murken,A.: Lehrbuch der medizinischen Terminologie

Murken, Axel Hinrich
Lehrbuch der Medizinischen Terminologie
Grundlagen der ärztlichen Fachsprache
ISBN 978-3-8047-2503-4

5., vollst. überarbeitete u. ergänzte Auflage VII, 230 S., 30 s/w Abb.
Inkl. 3 Lern-u. Übungsprogrammen für Handy, PDA, Blackberry, Kartoniert; 25,- Euro

Verlagsinfo:

Male habet medicus, nemo si male habuerit

  • Die wesentlichen Regeln der lateinischen Grammatik
  • Die medizinische Fachsprache und ihre Anwendung in der Praxis
  • Vokabelliste zur medizinischen Terminologie

Direktlink zum Verlagsinfo:  www.wissenschaftliche-verlagsgesellschaft.de/titel/56775.html


Unsere Meinung: 

Mit viel Interesse und Spaß habe ich das Buch gelesen und mich zurückversetzt gefühlt in den Lateinunterricht vor vielen Jahren; Grammatik, Redensarten – unser alter Lateinlehrer stand wieder vor mir. Historische Rückblicke frischen altes Wissen wieder auf.
Hier stellt sich mir allerdings die Frage, ob der „Nicht Lateiner“, für den ja das Buch geschrieben ist, nicht ein wenig überfordert wird mit diesen Informationen. Jedoch, wer es nicht mag, kann ja weiter blättern.
Die Gegenüberstellung lateinischer, griechischer und deutscher Wörter ist sehr hilfreich für das Verständnis der Begriffe. 
Die Anwendung der Fachsprache in der Praxis unter unterschiedlichen Aspekten könnte etwas verwirren, wenn schnell Begriffsdeutungen gesucht werden. Doch dafür hat der Leser am Ende des Buches die medizinischen Vokabeln alphabetisch gelistet.
Für ganz Fleißige gibt es kleine Übungen zur eigenen Überprüfung des Gelernten – ein heutzutage übliches Verfahren, was auch Spaß machen kann.
Für denjenigen, der mehr wissen möchte als nur Vokabelübersetzungen, ein feines Buch.  

(el)

Kristina Vormwald: Marketing für Heilpraktiker

K. Vormwald: Marketing für Heilpraktiker

Erfolgreiche Praxisführung (Heilpraxis)
2., vollst. überarb. Aufl. 2008; 167 S., 100 Abb., 4 Tab., kart.
ISBN: 9783830491408    EUR  34,95 

Verlagsinfo:
Was versteht man eigentlich unter Werbung und Marketing? Welche Maßnahmen erhöhen den Bekanntheitsgrad der Praxis? Wie können die Weichen bereits vor der Praxiseröffnung auf Erfolg gestellt werden? Welche Möglichkeiten bietet das Internet? Dieses Handbuch liefert Ihnen die Antworten und zeigt Ihnen auf, was in Bezug auf die zur Zeit geltenden wettbewerbsbeschränkenden Bestimmungen erlaubt bzw. untersagt ist. Die 2. Auflage ist komplett neu strukturiert und überarbeitet (u.a. Möglichkeiten im Internet) und bietet Ihnen noch mehr Checklisten.


 

Unsere Meinung:

Wer eine Praxis eröffnet, tut dieses in der Regel nicht, um seine Freizeit zu vertreiben oder sich hobbymäßig Patienten zuzuwenden. Es geht neben einer interessanten Tätigkeit sehr klar auch um eine Geschäft, das gut geführt werden will, wenn man keine Bauchlandeung machen will. Diese Erkenntnis kommt vielen angehenden PraxisinhaberInnen in der Tat oft recht spät. Um so besser, wenn es effektive Hilfen und Hinweise gibt, wie man's dann gut anpacken kann.

Mit dieser Einstellung habe ich mir das Buch von Frau Vormwald zur Hand genommen. Doch schon in der Einleitung wurde ich etwas stutzig, weil mir der Inhalt irgendwie nicht so richtig ins Hirn fließen mochte. Aber man kennt das ja: manchmal muss man sich ja erst "einlesen". Jedoch wurde ich auch beim weiteren Studium des Buches nicht recht glücklich - weder über Form noch über Inhalt oder dessen Strukturierung im Buch. 

Ein vorab sorgfältigerer Blick in die umfassende Inhaltsangabe hätte mich schon vorwarnen sollen: Da  wird viermal soviel über eine eigene Homepage geschrieben als über die Praxisgründung in Abwägung zu einer Praxisübernahme, zwischen den Kapitelteilen "Faxvorlage" und "Praxisstempel" erscheint irritierenderweise die "Aufnahmen der Irisdiagnose" und die Auslassungen über die Werbung überlagern die spärlichen Hinweise zum Marketing um ein vielfaches.

Und das spiegelt sich dann eben auch wider: eine gelungene Einführung in das so wichtige und hilfreiche Instrument "Marketing" gelingt der Autorin leider nicht, die Inhalte holpern irgendwie daher und am Ende steht vor allem eine Ideensammlung für die Möglichkeiten, seine Praxis zu bewerben. Wem es hier noch an Impulsen fehlt, der kann dem Buch möglicherweise Nutzen entziehen. Wer eine langfristige fundierte Positionienierung der Praxis anstrebt und seine Tätigkeit als Heilpraktiker reflektiert konzeptionieren möchte, wird das Werk wohl eher rasch wieder zur Seite legen. Ungern, aber deutlich beurteile ich das Buch mit dem altbekannten "Thema verfehlt".

js

 

 

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