Bücher und Materialien zur Homöopathie

Hier haben wir alle rezensierten Materialien zusammengestellt, die für die homöopathische Ausbildung und Praxis von Relevanz sind.

Wenn Sie Rezensionen kommentieren möchten - damit wir sie ergänzen oder ändern - können Sie uns gerne schreiben. >>> Kontakt

Martin Lang, Wilhelm Rauh: Kinder erfolgreich homöopathisch therapieren

Haug Verlag; Stuttgart, 2013; 352 S.,71 Abb. , Broschiert, ISBN: 9783830474821 69,99 EUR

Verlagsinfo:

Auf die wesentlichen Grundlagen konzentriert und an die Praxissituation
des pädiatrisch tätigen Therapeuten angepasst, bietet
Ihnen dieses Nachschlagewerk eine rasche und direkte Hilfestellung
zur homöopathischen Behandlung - auch unter Zeitdruck.
Die wichtigsten Arzneimittelbilder sind anhand der Leitsymptome
kurz und prägnant dargestellt. Damit festigen Sie Ihre Arzneimittelkenntnisse.
Mind-Maps ermöglichen einen schnellen Überblick über
bewährte pädiatrische Indikationen und die infrage kommenden
Arzneimittel.
Die homöopathischen Arzneien sind einheitlich und fundiert
beschrieben und den häufigsten Krankheitsbildern in der Pädiatrie
zugeordnet. So bekommen Sie in kurzer Zeit eine zuverlässige
Orientierungshilfe und erhöhen die Erfolgsrate Ihrer homöopathischen
Behandlung.

Rezension:

 Das Buch ist aufgeteilt in vier Kapitel (farblich von einander abgesetzt):
Im ersten Kapitel werden kurz und knapp die homöopathischen Grundlagen aufgeführt.
Im zweiten Kapitel stellen die Autoren die besprochenen Arzneimittel dar, indem sie eingehen auf deren Herkunft, deren jeweiligen Essenzen und deren Leitsymptome sowohl was die Modalitäten betrifft, als auch deren Organe, die in der Hauptsache betroffen sind.
Im dritten Kapitel werden bewährte Indikationen pädiatrischer Akutkrankheiten und im vierten Kapitel bewährte Indikationen bei Entwicklungs- und Verhaltensstörungen.

Das Buch enthält eine schöne Zusammenstellung häufig verordneter Arzneimittel. Die Autoren beschränken sich dabei auf die wichtigsten Symptome und benennen die von den Arzneimitteln am häufigsten betroffenen Organe und Modalitäten.
Es bietet den in der Praxis tätigen Homöopathen aber auch den Studierenden der Homöopathie einen guten Überblick sowie eine gute Möglichkeit zur Wiederholung einzelner Mittel.
Die Zusammenstellung bewährter Indikationen entspricht nicht der klassischen Hahnemann´schen Homöopathie, bietet aber in der Praxis wertvoll Tipps für die Akutverschreibungen, da dafür kaum Zeit für eine ausführliche Anamnese verbleibt.
Bewährte Indikationen allerdings für Entwicklungs- und Verhaltensstörungen, Schlafstörungen, Unruhe, Kummer oder Sorgen, Angst, Bettnässen, Tics, AD(H)S und einige andere mehr anzugeben, halte ich für nicht mehr tolerierbar. Derartigen Störungsbildern liegen vielfältige Ursachen zu Grunde, die nicht selten im familiären und sozialen Umfeld zu suchen sind, dass bewährte Indikationen dazu verleiten, Mittel auszuprobieren, anstatt sich die Mühe einer ausführlichen Anamnese zu machen.
Das widerspricht den wichtigsten homöopathischen Grundsätzen, nach denen ein Mittel auszuwählen ist nach deutlich einzusehenden Gründen und das zuverlässig und auf dem kürzesten Wege und unnachteilig für den Patienten schnelle, sanfte und dauerhafte Wiederherstellung der Gesundheit bewirken soll (§2,3 Organon der Heilkunst).
Die Autoren verweisen in ihrem Vorwort darauf, dass ausführliche Anamnesen anzufertigen seien.
Jedoch ziehen sie leider nicht den Schluss daraus, auf das vierte Kapitel zu verzichten.

Alles in allem ein gutes und zu empfehlendes Buch als Nachschlagewerk für die Praxis.

Eva Lang

Gnaiger-Rathmanner / Mayr: „Homöopathie bei Psychotrauma“ 

„Homöopathie bei Psychotrauma“ von Jutta Gnaiger-Rathmanner und Rosemarie Mayr; Haug Verlag Stuttgart 2013 ISBN 978-3-8304-7432-6, 191 Seiten>; 59,99 Euro

Verlagsinfo:


Bald nach oder mit zeitlichem Abstand nach einem traumatischem Ereignis können Leistungsabfälle, Ängste, Schlafstörungen, Konzentrationsprobleme auftreten, die homöopathisch gut zu behandeln sind. Die Homöopathie kennt die entsprechenden Rubriken im Repertorium und die jeweiligen homöopathischen Mittel.
Mit diesem Buch liegt das erste Werk zur modernen homöopathischen Behandlung der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) mit Kasuistiken und erfahrungsbasierter Bewertung vor.

An den Kasuistiken wird das therapeutische Vorgehen bei Patienten mit PTBS gezeigt. Sie sehen, wie andere Therapeuten bei Erkrankungen aus diesem Themenkreis vorgehen.
Das Buch weist einen einheitlichen Aufbau der Fallanalysen mit optischer Hervorhebung der schulmedizinischen Kommentare auf. So werden die Zusammenhänge zwischen Homöopathie und schulmedizinischer Diagnosestellung klar herausgearbeitet.
Ergänzend: Anerkannte Modelle des Psychotraumas werden erklärend hinzugezogen, um die Schnittstelle Homöopathie und Traumatologie zu verdeutlichen.


Rezension:

Das Buch beschäftigt sich mit der homöopathischen Behandlung traumatisierter Patienten und stellt an Hand von Beispielen die Erfolge einer solchen Behandlung dar.

Die erste Hälfte des Buches befasst sich mit den Grundlagen der Homöopathie, ihrer ganzheitlichen Sichtweise, der Anamneseführung, Arzneifindung, Potenzwahl und Verordnung. Die Autorinnen haben in ihren Ausführungen den Hauptaspekt ihrer Betrachtungen auf die Äthiologie der Krankheit „Trauma“ gelegt.
Die Ärztin Gnaiger-Rathmanner und Psychologin Mayr stellen die homöopathische und psychotherapeutische/psychiatrische Sichtweise von Traumata einander gegenüber.
Sie legen sehr viel Wert darauf, klar zu machen, dass es bei der homöopathischen Anamnese nicht nur um die systematische Anamnese geht, sondern darauf, den Menschen in seiner ganzen Problematik zu verstehen. Sie heben die Wichtigkeit aller Zeichen - non verbal, Wortwahl, Ausdrucksform - hervor.
Alle Darstellungen und Überlegungen werden durch Fälle belegt.
In einem weiteren Kapitel wird das Trauma aus psychiatrischer und psychologischer Sicht beleuchtet, sowie allopathische Therapien der homöopathischen Therapie gegenüber gestellt.

Die zweite Hälfte des Buches beschäftigt sich mit Falldarstellungen über Traumata im psychiatrischen Sinn. Die Einteilung erfolgt nach klinischen Diagnosen:
Psychotrauma im psychiatrischen Sinne – Erwachsene
Psychotrauma im psychiatrischen Sinne – Kinder
Psychotrauma mit psychischen Symptomen
Psychotrauma mit Somatisierungen
Traumapatienten mit Borderlinanteilen
Bei der Darstellung der Fälle wird die Mittelwahl ausführlich begründet und ein kleiner Exkurs über jedes Mittel mitgeliefert.

Beurteilung:
Die Falldarstellungen zeigen relativ kurze Beobachtungszeiträume – Monate bis wenige Jahre. Selbst bei Patienten mit Borderline-Anteilen werden nur kurze Zeiträume dargestellt.
Die Krankheiten zeigen in den meisten Fällen weitestgehend Geist-Gemütssymptome. Es fehlen häufig körperliche und allgemeine Symptome (mit Ausnahme der Psychotraumafälle mit Somatisierungen). Bei derartig einseitigen Krankheiten (s. Hahnemann, Organon – einseitige Krankheiten) ist eine Mittelwahl schwierig. Ich würde mir zur besseren Glaubwürdigkeit wenigstens einen längeren Beobachtungszeitraum wünschen.

Bei der Beschreibung der gegebenen homöopathischen Arzneimittel finden sich interessante Aspekte zur Behandlung von vorwiegend psychischen Erkrankungen.

Im Großen und Ganzen beschleicht mich bei der Lektüre aber ein ungutes Gefühl. Hier werden traumatisierte Patienten mit homöopathischen Mitteln behandelt und schon nach ein paar Monaten als super schneller Heilungsbeginn vorgestellt. Wer mit psychisch kranken Menschen arbeitet weiß, dass der Heilungsweg ein langer, beschwerlicher, mit vielen Rückschlägen gepflasterter Weg ist. Gänzlich unverständlich ist für mich die Darstellung der Fälle mit Borderline-Anteilen. Hier wird der Eindruck erweckt, als sei auch die Borderline-Erkrankung mit der Homöopathie schnell in den Griff zu bekommen.

Eva Lang

 

Eckert und Wierling:  Prüfungstrainer Homöopathie

2013; Haug Verlag, 137 Seiten, 2. Auflage; € 39,99 Euro
ISBN 978-3-8304-7412-8

Verlagsinfo:


Für eine bessere Selbsteinschätzung vor der Prüfung:
Wissen überprüfen, wiederholen und Wissenslücken erkennen!

Größere Erfolgswahrscheinlichkeit durch Simulation der Prüfungssituation: Mit diesem Fragentrainer bereiten Sie sich optimal auf Ihre Homöopathie-Prüfung vor. Mit realistischen Fragen zu Materia medica, homöopathischem Basiswissen sowie Fallbeispielen können Inhalte gezielt wiederholt und der Wissensstand  überprüft werden. Fragen und Antworten sind jeweils gegenübergestellt. Die Antworten können Sie mit der Buchklappe abdecken. Kommentare zu den Antworten helfen, die Antwort zu verstehen und Wissenslücken zu schließen.
Ihr Wissenscheck für die Homöopathie-Prüfung !

Rezension:


Der Prüfungstrainer Homöopathie ist ein gutes Buch zur Vorbereitung auf die zentrale Prüfung nach den Kriterien der SHZ (Stiftung Homöopathie-Zertifikat).
Es gliedert sich in drei Wissensbereiche –

  1. Materia Medica
  2. Theoretische Grundlagen nach Hahnemann und
  3. Kasuistiktraining.

In einem vierten Teil werden SHZ und die Zertifizierungen vorgestellt.

Viele Fragen zur Materia Medica und zum Basiswissen sind in MC-Form gestellt, manche sind frei zu formulieren.

Das Buch ist so gestaltet, dass jede Seite in zwei Teile aufgeteilt ist: die eine Hälfte enthält die Frage, die andere die Antworten mit Kommentaren. So kann der Lernende sich sofort vergewissern, ob seine Antworten richtig sind oder nicht und erhält zusätzlich die Informationen warum welche Antworten richtig sind.
Das macht das Lernen und Durcharbeiten des Buches leicht und überschaubar.

Leider finden sich auch in der zweiten Auflage die homöopathischen Mittel nicht ausgewogen bedacht. So werden Mittel mehrfach abgefragt, die eher selten in der Verschreibung sind, andererseits aber sind Mittel völlig unterrepräsentiert, die in der Praxis häufiger verschrieben werden. So finden sich zu Carbo vegetabilis 7, zu Opium sogar 10 Fragen aber von Carcinosinum, Cocculus, Gelsemium, Lac caninum, Podophyllum, Psorinum nur je eine Frage, Colocynthis, Hyoscyamus, Ledum, Spongia sind bedacht mit 3 bzw. 4 Fragen und Tuberkulinum mit  ganzen 2 Fragen.
Ferrum phosphoricum fehlt ganz.
Da würde ich mir wünschen, dass die Mittel mehr nach ihrer Verordnungshäufigkeit bedacht werden.

Und eine Kleinigkeit am Rande:
Zum Teil sind die Doppelungen im Inhaltsverzeichnis korrigiert, zu Teil aber doch wieder aufgetaucht- so erscheint Arsen unter Arsen und Arsenicum album, Phosphor und Phosphor und Phosphorus und Platin gleich dreimal unter Platin, Platinum und Platinum metallicum.

Resumee
Insgesamt ist der Prüfungstrainer ein schönes Buch, das dem Lernenden eine gute Hilfe zur Prüfungsvorbereitung ist, weil der Homöopathische Dschungel dadurch gelichtet wird. Da das Buch dadurch aber indirekt einen Hinweis auf die  Wichtigkeit der Mittel und des Basiswissens gibt, wünsche ich mir eine ausgewogenere, der Realität mehr entsprechende Mittelwahl.

Dr. Eva Lang

 

Birgit Uhl-Pelzer:
Homöopathie bei Hautkrankheiten

Haug Verlag, Stuttgart. 2012; 172 Seiten, 39 Abbildungen, kartoniert.

EUR 39,99; ISBN 978-3-8304-7591-0

Der Wegweiser für den effizienten Einsatz homöopathischer Behandlungsoptionen bei der Therapie von Hautkrankheiten. Sie finden Therapieoptionen der modernen homöopathischen Behandlung von Hautkrankheiten mit erfahrungsbasierter Bewertung alternativer Therapiekombinationen

  • effiziente Behandlung von Hautkrankheiten, weil erfahrungsbasierte Hinweise gut in Praxisalltag integriert werden können
  • Sicherheit durch Orientierung an bewährten Behandlungswegen
  • weniger Behandlungsmisserfolge durch gezielte Mittelwahl
  • integrativer Einsatz der Homöopathie, auch für Therapeuten ohne Homöopathieschwerpunkt

Die Kapitel sind einheitlich strukturiert:

  • Einleitung
  • medizinische Diagnostik
  • konventionelle Behandlung
  • Möglichkeiten der homöopathischen Therapie
  • homöopathische Behandlung
  • häufige homöopathische Arzneimittel
  • ergänzende Maßnahmen

 

Rezension

Endlich noch ein homöopathisches Nachschlagewerk -  diesmal speziell für den dermatologischen Bereich.
Das haben wir uns als angehende Homöopathen in der Ausbildung gewünscht: Ein Buch, ein Register mit  Krankheiten und dann die passenden homöopathischen Mittel.
32 Hauterkrankungen von Akne, Neurodermitis und Herpes über Warzen und maligne Hauterkrankungen bis zu Erscheinungen wie das Erythema nodosum werden in 32 Kapiteln behandelt. Jedes Kapitel fängt mit einer ausführlichen Einleitung / Definition / Ätiologie an, dann folgen medizinische  Diagnostik / Differenzialdiagnosen und die Möglichkeiten der konventionellen Therapie.
Last but not least schließen sich die Möglichkeiten der homöopathischen Therapie an.

Man betrachte den Ort des Geschehens (Lokalisation)und schlage diesen im Repertorium nach, dann suche man im entsprechenden Kapitel nach der Effloreszenz von Makula über Pustula bis Ulkus.  Das Ergebnis dieser Vorgehensweise kennt jeder, der sich mit klassischer Homöopathie auseinandersetzt: Man findet entweder eine kleine Rubrik mit 1-3 Mittel, welche man meist verwerfen kann da sie zu speziell ist, oder eine große Rubrik mit ganz vielen Mitteln und hier beginnt die eigentliche Arbeit des Homöopathen. Unter Einbeziehung der Geist/Gemüt Symptomen und vor allem der Modalitäten sucht man mit Hilfe der  Materia Medica nach dem passenden Mittel.
Oder – man lese im Büchlein der Autorin unter Bewertung nach, welche Mittel bei der betrachteten Erkrankung erfolgversprechend sind.


Bei der Neurodermitis und Rosazea wären es 13  Mittel. Bei den meisten Erkrankungen empfiehlt die Autorin eine wesentlich kleinere Auswahl; beim Plattenzellkarzinom oder beim maligen Melanom lediglich 7 Mittel.  Die Anzahl der Präparate wird dann auf die Lokalisation bezogen – (z.B. Ekzem- Ellenbeuge) – nochmal auf 1-2 Mittel reduziert. So einfach kann Homöopathie sein!


Die gesamten empfohlenen Mittel erscheinen, mit einem Kurzabriss aus der Materia Medica, dann wunderbar voneinander abgrenzbar nochmal unter „Häufige homöopathische Arzneimittel“ aufgelistet. Hier fließen sporadisch auch psychische Komponenten mit ein.
 Mit der Prognose bekommt der Leser dann noch einen therapeutischen Motivationsschub auf den Weg: „Die Erfolgsquote bei Neurodermitis im Kindesalter sei sehr gut.“
Bei Hauterkrankungen, die vorher mit Antibiotikum oder Cortison behandelt wurden, empfiehlt sich aus der Sicht der Autorin eine Ausleitung mit Sulphur oder - wen wundert´s - Cortisonum. Jeweils in C200 einmalig, man weiß ja was man tut. Was war nochmal der Unterschied zwischen Isopathie und Homöopathie?
Man verzeihe mir den sarkastischen Unterton, aber dies hat für mich nichts mit klassischer Homöopathie zu tun. Mir fehlt hier in erster Linie die Betrachtung des Menschen als Gesamtkunstwerk von Geist, Gemüt und Körper und vor allem die Einbeziehung der Modalitäten bei der Mittelbewertung.Die Idee, aus der Diagnose ein homöopathisches Mittel zu finden, ist nun mal nicht klassisch homöopathisch, sondern klassisch schulmedizinisch.
„Wer heilt, hat Recht“, darüber kann man sich eigentlich nicht streiten. Die Autorin wird  ihre Heilerfolge haben. Und wenn man für eine homöopathische Akuttherapie , die nie klassisch konstitutionell ist, ein Mittel sucht, kann man bestimmt fündig werden.

Aber bei ihren Empfehlungen, in einer Akuttherapie Potenzen von C200 und höher einzusetzen, graut es mir. Das sind Potenzen aus einer klassisch homöo-pathischen Konstitutionstherapie. Und nur da gehören sie auch hin.
Erkrankungen wie Neurodermitis, Sarkoidose, Herpes zoster, Vitiligo und nicht zuletzt Krebserkrankungen sind nach meinem Verständnis aber keine Akuterkrankungen und sollten auch nicht als solche behandelt werden.

HP Simone Egbring

 

G. Bleul (Herausgeber): Homöopathische Fallanalyse
Von Hahnemann bis zur Gegenwart – die Methoden

2011;  271 S., 40 Abb., geb., ISBN: 9783830473206, 59,99 Euro

Verlagsinfo:

Verschaffen Sie sich einen fundierten Überblick über verschiedene Methoden in der homöopathischen Fallanalyse.
Dieses Werk bietet Ihnen einen Einblick in die wichtigsten gegenwärtig praktizierten Methoden der Homöopathie. Erfahrene Anwender stellen sie in einem ausgewogenen Verhältnis von theoretischem Hintergrund und praktischer Umsetzung dar. Fallbeispiele verdeutlichen die Unterschiede und erleichtern Ihnen das Verständnis für die Methoden. Sie erhalten neue Anregungen für Ihre eigenen Fallanalysen.
Übersichtliche Darstellung von 15 Methoden mit ihren Ursprüngen und Entwicklungslinien.

Rezension 

Wir bekommen in dem Buch einen Überblick über die unterschiedlichen Theorien und Methoden homöopathischer Fallanalysen von Hahnemann bis zur heutigen Zeit. Der Überblick wird von verschiedenen praktizierenden Kennern der jeweiligen Methode, z.T. von den Entwicklern selbst vorgestellt.

Nach einer Einführung und Abgrenzung der klassischen Homöopathie gegenüber Methoden, die homöopathisch zubereitete Arzneimittel anwenden, wird uns die genuine Homöopathie Hahnemanns vorgestellt. Anschließend folgen in chronologischer Reihenfolge ihres Entstehens andere Sicht- und Vorgehensweisen: Bönninghausen, Kent, Boger, Ortega, Masi-Elizalde, Vithoulkas, Candegabe, Carrara, Sehgal, Scholten, Mangialavori, Sankaran, Gienow. Auch ein kritischer Blick zur Anwendung der Homöopathie als bewährte Indikation fehlt nicht.

Innerhalb der einzelnen Kapitel finden wir neben einer Zusammenfassung und Vorstellung des Vertreters der Methode die Methode selbst beschrieben. Abgeschlossen wird jedes Kapitel mit   praktischen Darstellungen der Vorgehensweise bei Fallanalysen mit Fallbeispielen. 

Beurteilung:

Ich arbeite seit 35 Jahren klassisch homöopathisch und lehre die Homöopathie seit ca. 20 Jahren. In dieser Zeit habe ich in vielen Fortbildungen viele verschiedenen Ansätze und Methoden kennengelernt, eine Fallanalyse durch zu führen. Ich habe es als sehr bereichernd erlebt, viele Wege zu kennen, das Similimum zu finden.

Mit dem Buch von Gerhard Bleul liegt uns nun ein wunderbarer Überblick über die verschiedensten Methoden vor, so dass wir uns in der täglichen Praxis immer wieder informieren können, welcher Weg der bessere sein könnte für diesen oder jenen Patienten. Es erfordert allerdings einige Mühe, sich zunächst mit den anderen Methoden auseinander zu setzen und unseren eingefahrenen Weg zu verlassen. Der Erfolg aber wird der Motor sein.

Ich bin froh, dass es dieses Buch gibt und empfehle es jedem Lernenden der Homöopathie (und wer ist in der Homöopathie nicht Lernender?), hat man sich doch durch die Entscheidung für die Homöopathie für „Lebenslänglich“ entschieden.

Ich danke Gerhard Bleul für dieses Buch, weil es mich in der Lehre optimal unterstützen wird.

Eva Lang

 

Bönninghausens Therapeutisches Taschenbuch.

Revidierte Ausgabe. Hrsg. Klaus-Henning Gypser. 560 S. ISBN: 978-3-8304-7486-9 Geb. 49,99 €

Verlagsinfo:

Schnelle und zuverlässige Mittelfindung mit der Bönninghausen-Methode
Übersichtlichkeit durch Beschränkung auf das Wesentliche - das bietet dieses Repertorium.
Bönninghausens Therapeutisches Taschenbuch gilt unter Homöopathen als das zuverlässigste Repertorium. Die Rubriken beschränken sich auf charakteristische Symptome. Mit dem Augenmerk auf diesen Symptomen und auf den klinisch bestätigten Mitteln lassen sich viele Fälle einfacher lösen.
Ein erfahrenes Bearbeiterteam um Klaus-Henning Gypser hat Bönninghausens unveröffentlichte handschriftliche Ergänzungen in den Text eingearbeitet. Die Rubriken wurden benutzerfreundlich angeordnet, identische zusammengefasst und Verweise auf ähnliche Rubriken eingefügt. Die Begrifflichkeiten haben die Bearbeiter dem heutigen Sprachgebrauch angepasst.
Noch benutzerfreundlicher als das Original!

 

Rezension 

Mit der vorliegenden 4. Auflage haben alle, die sich mit der „Bönninghausen-Methode“ beschäftigen ein wichtiges Hilfsmittel zur Hand. Wir kennen das „Therapeutische Taschenbuch“ in verschiedensten Editionen (u.a. aus dem Lieth-Verlag die Faksimile-Ausgaben).

Allerdings ist die Ausgabe, die von Klaus-Henning Gypser herausgegeben wurde, besonders sorgfältig redigiert. Durch das Einarbeiten diverser handschriftlicher Quellen wird es zu dem umfassenden Nachschlagewerk, welches sich Homöopathen als zuverlässiges Werkzeug für ihre tägliche Arbeit wünschen. Ergänzt wird das Werk durch eine Einleitung, die in die Methodik nach Bönninghausen einführt. Diese Einführung ist natürlich kein Ersatz für ein grundlegendes Erlernen der Methode. Das war sicherlich auch nicht der Ansatz der Herausgeber.

Der Sinn des „Therapeutischen Taschenbuchs“ wird am besten durch ein Zitat von Bönninghausen selbst klar:
„Der Zweck dieses Taschenbuches ist ein zweifacher, ..., nämlich einmal, um am Krankenbette dem Gedächtnisse des Arztes bei der Wahl der Mittel zur Hülfe zu kommen, und andernmal, um beim Studium der reinen Arzneimittellehre als ein Leitfaden zu dienen, vermittelst dessen man sich gehörig orientiren, über den grösseren oder geringeren Werth jedes Symptomes ein Urtheil fällen und diese selbst vervollständigen und schärfer bestimmen kann.“
(Bönninghausen, Therapeutisches Taschenbuch, Leipzig 1897)

Es lag Bönninghausen sehr am Herzen, ein Werk mit großer Praxisnähe zu schaffen. Ich denke, dass die vorliegende Ausgabe in der Bearbeitung unter Leitung von Klaus-Henning Gypser, diesem Anspruch in hohem Maße gerecht wird.

Zum Abschluss möchte ich anmerken, dass ich in meiner eigenen Arbeit und dem Studium von Büchern immer zu schätzen wusste, dass die Gestaltung übersichtlich ist und das Lesen vereinfacht. Nicht jeder Verlag achtet darauf. Anders der Haug-Verlag, dessen viele Ausgaben klassischer, homöopathischer Literatur, hinsichtlich  Sorgfalt und Gestaltung, diesen Ansprüchen Rechnung trägt.

Empfehlung:
Unverzichtbar für Homöopathen, die mit der „Bönninghausen-Methode“ arbeiten. Darüber hinaus auch ein wertvolles Nachschlagewerk für alle Homöopathen, die vom  reichen Erfahrungsschatz Bönninghausens profitieren möchten. Gerade die enormen Fähigkeiten der „frühen“ Homöopathen, körperliche Symptome zu werten und deren „Objektivität“ für die Verschreibung zu nutzen, sind sehr wertvoll für uns „moderne“ Homöopathen, die wir ein wenig verlernt haben, den Körper in seiner Gesamtheit zu lesen. Insofern auch ein gern benutztes Werk für mich als Tierhomöopathen.

Helmut Ruck, THP

 

Sparenborg-Nolte: Misasmenlehre in der homöopathischen Fallanalyse /

Sporenborg-Nolte: Miasmen in der homöopathischen Fallanalyse
Hahnemanns Psoralehre in der Praxis

 

2011; 255 S., 25 Abb., geb.; ISBN: 9783830473176; 59,95 EUR

Verlagsinfo:

Der praxisgerechte Zugang zu einem fundierten Miasmenmodell: Lernen Sie, dieses Modell als Schlüsselfunktion für verbesserte Therapieerfolge bei chronischen Erkrankungen zu nutzen. Mit diesem Buch erlangen Sie ein besseres Verständnis von Krankheitsdynamik und Fallanalyse - insbesondere bei langwierigen Krankheitsverläufen.

  • Grundlagen und Sinn miasmatischer Betrachtungen verstehen: So wird die miasmatische Dynamik deutlich und Sie erlangen ein verbessertes Fallverständnis.
  • Sicherheit gewinnen: Anhand von Fallbeispielen wird das Miasmenmodell ausführlich und gut nachvollziehbar interpretiert.



Rezension

Vorneweg: Ich beschäftige mich seit 7 Jahren mit der klassischen Homöopathie und benötige noch das  6-monatige Modul Miasmenlehre um meine SHZ-zertifizierte Ausbildung abzuschließen.

Als ich gefragt wurde, ob ich ein neues Buch über Miasmen in der Fallanalyse rezensieren wollte, dachte ich spontan: Gute Gelegenheit mich auf den kommenden Kurs vorzubereiten! Voller Enthusiasmus schlug ich das Buch auf und war gleich ernüchtert. Das ist keine einfache Lektüre, dies war mir nach dem Betrachten der vielen Doppelseiten mit zwei Kolumnen Text, den vereinzelten Grafiken und dem Lesen von ein paar Sätzen klar. Ich habe das Buch dann zu geklappt und die Lektüre erst einmal verschoben. Nach ein paar Ansätzen habe ich mich dann durchgearbeitet.

Das Buch ist in 5 Teile aufgeteilt. Der erste Teil beginnt mit den Grundlagen der Miasmenlehre aus dem Organon und führt dann den Leser über die Erläuterung von einfachen oder komplizierten chronischen Krankheiten und akutem und chronischem ererbtem oder erworbenem Miasma jeweils zu einem Fall. Hier war ich wieder wach. Die Darstellung der Fälle ist klinisch präzise und gut nachvollziehbar. Die Darstellung der Überlegungen der Autorin sind echt und sympathisch und oftmals mit Bemerkungen der Kenntnis der Unkenntnis gespickt: Was ich damals noch nicht wusste… etc.

Im zweiten Teil werden die klassischen Miasmen nach Hahnemann sowie die Tuberkulinie und die Carcinosinie einzeln erläutert und beispielhaft ein bzw. das Mittel anhand der ihm eigentümlichen Symptome veranschaulicht.

Der dritte Teil beschreibt die komplizierten chronischen Krankheiten durch Mischung von Miasmen und iatrogenen Einflüssen durch Impffolgen o.ä.. Als Blickfang dienen hier Auszüge aus Computer-Repertorisationen, die den Weg zur Verschreibung verdeut-lichen sollen. Die kurz aber ausreichend dargelegten Fälle haben meist einen Verweis auf den Anhang. Hier werden die Fälle nochmals ausführlich beschrieben.

Der vierte Teil mit dem Titel „Konstitution und Miasma in der Langzeitbehandlung“ verliert sich meines Erachtens in den „Allgemeinen Überlegungen“. Hier werden viele Themen angesprochen wie Symptomauswahl und –wertung, akute oder konstitutionelle Behandlung, Konstitution und Alter, Lebenskrise und konstitutionelle Behandlung oder Prophylaxe in der Homöopathie vor dem Hintergrund miasmatischer Krankheiten. Letzteres ließ mich aufhorchen. Der Begriff Prophylaxe in der Schulmedizin und dessen Berechtigung und Fragwürdigkeit wird hier ausführlich erklärt. Interessant aber meiner Meinung nach doch fehl am Platze. Die eigentliche Antwort in Bezug auf die Homöopathie war mir nicht ersichtlich und der Auszug von Kent über die heilende Wirkung des Simile half mir dabei auch nicht.

Dies ist mir beim Lesen des Buches öfters so ergangen. Der Titel des Kapitels hörte sich vielversprechend an, aber die Antwort blieb mir hinter den vielen Ausflügen zu Nebenschauplätzen verborgen.

Insgesamt ist der Sprachstil des Buches recht anspruchsvoll und  es gibt viel Zitate aus dem Organon, welches sich bekannterweise recht holperig liest. Mir wurde auch der Unterschied zwischen der Fallanalyse vor miasmatischem Hintergrund und der klassischen Fallanalyse nach Geist/Gemüt, körperlichen und allgemeinen Symptomen nicht so ersichtlich.

Warum dieses Buch lesen? Wegen des Anhangs! Die Darstellungen der Fälle lesen sich leicht und sind sehr aufschlussreich. Die Grafiken zeigen dies nochmals anschaulich und selten fand ich bisher so genaue Dosierung- und Potenzangaben.   

Der Anhang hat mein Durchhalten belohnt.

HP Simone Egbring

Enders: Bewährte Anwendung der homöopathischen Arznei

N. Enders:
Bewährte Anwendung der homöopathischen Arznei

Bd. 1; 5. Aufl., überarb. 2011; 611 S., geb.; ISBN: 9783830473909; 69,95 EUR

Verlagsinfo

Das praktische Handbuch der Homöopathie in zwei Bänden:
Der erste Band beschreibt - geordnet nach klinischen Indikationen wie Kopfschmerzen, Nasenbluten, Schmerz - knapp und präzise das Spezifische der zugehörigen homöopathischen Arzneien.

  • klarer indikationsbezogener Aufbau
  • wichtige Arzneien und ihre Symptome für jede Diagnose auf einen Blick
  • mit Potenzangaben und Dosierungsvorschlägen

Die Struktur bietet eine schnelle, zeitsparende Orientierungshilfe für Anfänger und Fortgeschrittene. Der klinische Aufbau vermittelt Ihnen einen unmittelbaren Zugang zum passenden Mittel. Die bewährten Indikationen basieren auf der jahrzehntelangen homöopathischen Praxis des Autors und Ergänzungen wertvoller Hinweise durch erfahrene Homöopathen.

 


Rezension

Ein recht dickes Buch liegt vor mir: Fast sechshundert Seiten, eingefasst in stabilen Deckeln in einem handlichen Format. Ich habe zunächst angefangen, das Werk zu studieren ohne die Verlagsinfo zu lesen. Dabei stieg ein großes Fragezeichen in mir auf: Für wen ist das gemacht? Im Vorwort steht, dass „die Bewährte Anwendung für den Allgemeinpraktiker [Anm. js: was immer auch damit gemeint sei…] und den homöopathischen Anfänger eine willkommene Hilfe“ sei, aber „auch für uns Fortgeschrittene …unentbehrlich zur Vertiefung“. Die einführenden Anmerkungen beschreiben dann Basics, die sicher eher dem Laien verständliche Hilfe anbieten – z.B. zu den Begrifflichkeiten der Ätiologie, der Konstitution oder der Diathese. Sie geben anschaulich Hinweise zur Potenzierung, den Modalitäten der Arzneigabe oder den Grenzen der Selbstbehandlung. Das alles kurz und knapp, was an sich gut ist, aber für den Laien m.E. etwas zu dürftig, für den erfahrenen Homöopathen gleichwohl alte Hüte, nicht unbedingt notwendig. Da löst sich das Fragezeichen noch nicht auf.

Beim Durcharbeiten des Inhalts darf ich respektvoll feststellen, dass der Autor wirklich ein unglaubliche Fülle an Indikationen zusammengetragen und die relevanten Mittel dazu angegeben hat. Das ist schon ein toller Fundus. Aber auch hier kratzt mein Eingangszweifel an der ungetrübten Begeisterung: die Indikationen sind gut strukturiert von Kopf bis Fuß bzw. (im zweiten Teil) nach Gemüt und Verfassung. Aber auch hier changiert die Beschreibung zwischen bodenständiger Benennung und Fachterminologie. Und dann finde ich auch Hinweise zur Krebsbehandlung oder zu einem Notfall wie dem Glottisödem. Wenn man das mehr oder weniger unkommentiert als Indikation für eine homöopathische Behandlung nennt, finde ich das gelinde gesagt kritisch. Da muss man sich m.E. auch die LeserInnen vor Augen führen, die so etwas fachlich nicht unbedingt einschätzen können und dann zu Leichtsinn verführt werden könnten.

Unterm Strich heißt das: wenn dieses Buch seine Zielgruppe genauer bestimmen und treffen würde, wäre alles gut – für den kundigen (Heil-)Praktiker eine umfangreiche Übersicht, die wenige Konkurrenten auf dem Buchmarkt hat. Die genannten Einschränkungen jedoch machen es schwer, das Werk uneingeschränkt für gut zu befinden.

js

Matthias Eisele: Homöopathie-Lernkarten

Eisele, Matthias:
Homöopathie-Lernkarten

Deutscher Apotheker Verlag  2011;  ISBN 978-3-7692-5210-1; 49,- Euro
150 Faltkarten in Karteibox mit Deckel

Verlagsinfo:

Die einfache Art zu lernen

Mit diesem neuartigen Lernsystem können Sie sich die Homöopathie mühelos aneignen. Je nachdem, welche Seite auf- oder zugeklappt wird, können Sie die einzelnen Mittel, Leitsymptome, Modalitäten, Konstitution und dazugehörige Indikationen lernen. Die Karten sind jeweils nach Organen geordnet und enthalten die wichtigsten Erkrankungsbilder.

  • Für welche Erkrankungen kann ich ein Mittel einsetzen?
  • Welche Modalitäten müssen bei der Arzneimittelauswahl berücksichtigt werden?
  • Welche Zusatzempfehlungen können für den Patienten hilfreich sein?

 

Direktlink zum Info des Verlages.


Unsere Meinung 

Die Lernkartei stellt eine interessante und spannende Variante dar, einen schnellen Zugriff zu homöopathischen Arzneimitteln zu bekommen. Die Darstellungen sind auf die  Leitsymptome  eines Mittels reduziert, auf der Vorderseite der Klappkarte platziert und so schnell erkennbar. Zusätzlich gibt es den Potenzierungs- und Anwendungshinweis auf schnellem Wege – Vorder- und Rückseite der Karte.

Wer etwas mehr über das Mittel erfahren möchte, findet auf der Innenseite der Karte weitere wesentliche Informationen.

Für die körperlichen Beschwerden wie Husten, Schnupfen, Verletzungen etc. finden wir eine gute und ausreichende Auswahl der wichtigsten in Frage kommenden Arzneimittel.

Zusätzlich zu den behandelten körperlichen Beschwerden versucht der Autor eine Auswahl von Arzneimitteln zu treffen für seelische Beschwerden wie Ärger, Heimweh, Gedächtnisschwäche, geistige Erschöpfung, Kummer etc. Das ist ein schwieriges Unterfangen, da nach meinem Verständnis und Wissen über die Homöopathie so eine Auswahl nur misslingen kann, weil es den geistig-seelischen Befindlichkeiten der Patienten und der Arzneimittel nicht gerecht wird. Wenn ich diesen Bereich mit berücksichtigen möchte, muss ich ihn umfangreicher und ausgewogener gestalten. Ich halte diese hier gegebenen Informationen nicht für den Handverkauf geeignet.

Ebenso ist der Bereich Kopfschmerzen ein so großer Bereich, dass er sorgfältiger und umfassender berücksichtigt werden oder unberücksichtigt bleiben sollte. Ein guter Ansatz ist die Unterteilung der Kopfschmerzen in Rubriken nach Auslösern.

Insgesamt bietet die Lernkartei eine gute Möglichkeit, sich Arzneimittel auf schnellem Wege aneignen zu können von der schnellen Überprüfbarkeit im Patientengespräch bis hin zu weiteren Informationen, um das Mittel genauer kennen zu lernen.

Eva Lang

T. Vieten, M. Knorr Systemische Homöopathie mit Familienaufstellung

T. VietenM. Knorr

Systemische Homöopathie mit Familienaufstellung
Lösungswege für unlösbare Fälle

2010; 204 S., 21 Abb., brosch.; ISBN: 9783830473893; 49,95 EUR

 

Verlagsinfo:

Unlösbare Fälle? Vielleicht sind sie das nur, wenn man sie mit den herkömmlichen Methoden betrachtet? Dieses Buch zeigt Ihnen, wie die homöopathische Praxis um die systemische Perspektive erweitert werden kann. Insbesondere bei komplexen Fällen hilft Ihnen die Methodik der Aufstellungsarbeit bei einer ganzheitlichen Betrachtung. Sie liefert Wege zum Aufbrechen stockender Heilungsdynamiken.

Grundlagen:

  • Aspekte systemischen Denkens und Behandelns
  • Miasmen in der Homöopathie
  • Konstrukt der Archetypen
  • Miasmen und Archetypen: Spezifische Aspekte


Praxis:

  • Grunddynamiken systemisch therapeutischer Arbeit
  • Systemische Anamnese in der Homöopathie - Innerseelische Grunddynamiken aus familiensystemischer Sicht mit homöopathisch miasmatischer Analyse.
  • Die Arbeit des Aufstellens.
  • Übersicht: Arzneien in ihrer miasmatischen und familiären Dynamik.

 

Direktlink zur Verlagsseite

Unsere Meinung:

 

Wir erfahren in diesem Buch etwas über die Grundzüge systemischer Familientherapie und systemische Aspekte der Homöopathie. Es werden sowohl einzelne homöopathische Arzneimittel berücksichtigt als auch die Miasmen in systemische Gedanken einbezogen. In die homöopathische Anamnese fließen die miasmatische Anamnese und die systemische Anamnese mit ein und werden zur Mittelfindung herangezogen. Dabei kann dann auch leichter entschieden werden, ob der Patient das Mittel benötigt, oder eins der Familienmitglieder.

Im Weiteren wird intensiver auf Aufstellungsarbeit eingegangen und homöopathische Arzneien werden betrachtet in Bezug auf ihre miasmatische und familiäre Dynamik.

Alles in allem können wir durch das Buch interessante Aspekte gewinnen, Homöopathie und Familienbezüge zusammen zu bringen.

Als mit der Familienaufstellung erfahrene Homöopathin und Therapeutin lese ich das Buch leicht und gespannt und es fällt mir nicht schwer, den Gedankengängen der Autoren zu folgen. Ich fürchte jedoch für die Anfänger unter den Lesern, dass sie sowohl bzgl. der Familienaufstellung als auch der homöopathischen Mittelwahl in den dargestellten Fällen überfordert sind und die Entscheidungen, die die Therapeuten treffen, schwer nachvollziehen können.

So ist das Buch empfehlenswert für mit der Homöopathie und Familienaufstellung vertraute Leser aber nicht für Anfänger.

Dr. Eva Lang

 

 

Robert Ködel: Homöopathie in der Krebstherapie

R.Ködel: Homöopathie in der Krebstherapie

2009; 287 S., geb., 59,95 Euro

Verlagsinfo:

Darstellung und Bewertung homöopathischer Behandlungsoptionen, die sich zusätzlich zur onkologischen Standardtherapie mit ihren vielfachen Nebenwirkungen in der heutigen Alltagspraxis bewährt haben. Dabei werden die Erfahrungen der klassischen Autoren berücksichtigt, sofern sie auch heute noch Relevanz haben.

Behandlungsempfehlungen sind nach Art und Stadium der Krebserkrankung differenziert.

  • Aufbau orientiert sich an schulmedizinischen Diagnosen
  • Pragmatische Darstellung
  • Schwerpunkt liegt auf dem Therapieteil
  • Klar strukturierte Therapiekapitel
  • Gewichtung alternativer Behandlungsoptionen

Direktlink zur Verlagsseite:
webshop.thieme.de/webshop/product/hippokrates/9783830453956/detail.jsf

 

Unsere Meinung:

Nur wenige Menschen sehen sich in der Lage, sich im Falle einer Krebserkrankung ausschließlich homöopathisch behandeln zu lassen. Das Vertrauen und die Hoffnung in allopathisch-medizinische Behandlungsstrategien sind weitaus größer.

Das führt dazu, dass wir in unseren allgemeinen homöopathischen Praxen vermehrt onkologische Patienten haben, die schon medizinische Behandlungen hinter sich haben oder noch mittendrin stecken, aber nun homöopathisch begleitet werden wollen. Das bringt uns Nichtfachonkologen manchmal in Bedrängnis, da unsere Hauptklientel eben alles andere als Krebspatienten ist.

Robert Ködel gibt uns mit seinem Buch die Chance, uns auch an diese Patienten heranzuwagen. Durch seine klare klinische Darstellung von Tumoren und deren onkologischer Standardtherapien bekommen wir einen guten Überblick und den nötigen Sachverstand über einzelne Krebsgeschehen. Die Vorschläge zur homöopathischen Begleittherapie, sowie eine Kurzdarstellung häufig angewandter homöopathischer  Arzneimittel erleichtert die Behandlung onkologischer Patienten enorm.

Dr. Eva Lang

 

 

Gothe, Drinnenberg: Homöopathische Krankheits-Bilder 2

A. Gothe, J. Drinnenberg

Homöopathische Krankheits-Bilder
Mit Cartoons zum passenden Arzneimittel, Band 2
2010; 200 S., 195 Abb., kart.; ISBN: 9783830472612
39,95 EUR.

Verlagsinfo:

Der Band 2 der "Homöopathischen Krankheits-Bilder" zeigt Ihnen eine einmalige Darstellung bewährter homöopathischer Arzneien bei komplizierten Erkrankungen in humorvollen Cartoons.

  • Klareres Bild von der Mitteldifferenzierung bei schweren Erkrankungen durch Cartoons, die die Charakteristika überspitzt auf den Punkt bringen.
  • Nachhaltiger Lernerfolg durch Cartoons, die im Gedächtnis haften bleiben.

 

Unsere Meinung:

Von den Autoren kennen wir schon die wunderbaren Cartoons zu verschiedenen Arzneimitteln – ihr erstes Buch, ein Glückstreffer.
Das zweite Buch: Homöopathische Krankheitsbilder Band 1 – nett, aber leider nicht so der große Wurf wie das erste Buch.

Und nun das dritte Buch: Homöopathische Krankheitsbilder Band 2
Dieses Buch liegt seit Wochen auf meinem Schreibtisch zur Rezension und mir im Magen.
In diesem Buch werden schwere Erkrankungen – Epilepsie, Parkinson, Apoplex, MS, Manie, Depression und Krebs nonchalant abgehandelt – eine Form, die für mich untragbar ist. Hier wird suggeriert, dass man schnell und einfach ein Mittel zur Behandlung findet und alles ist gut.
Am meisten erschreckt mich das Geleitwort von Herrn Dr. Wurster, einem bislang ernst zu nehmenden homöopathischen Arzt, der weiß, was es bedeutet, so schwer kranke Patienten zu behandeln.
Hier übersteigt Herr Gothe in erheblichem Maße seine Kompetenz und Fürsorgepflicht.
Um Schaden abzuwenden gehört dieses Buch aus dem Handel genommen.

Dr. Eva Lang

 

Michael Schlaadt – Homöopathische Arzneimittellehre der Symbole und Charakteristika

M. Schlaadt: Homöopathische Arzneimittellehre der Symbole und Charakteristika

2010; 160 S.,  ISBN: 9783830473183; 39,95 EUR

Verlagsinfo:

 Das Buch zeigt Ihnen, wie Sie über die Einzelsymptome hinaus eine Vorstellung vom Gesamtbild einer Arznei entwickeln und einen ganzheitlichen intuitiven Zugang zum Patienten finden. Die Arzneimittellehre beschreibt neben den gängigen Symptomen weitere Ausprägungen der Persönlichkeit eines Patienten. Spezifische Rubriken wie bevorzugter Beruf, Hobby, Begabungen und Lebensthemen vermitteln ein erweitertes Bild des Arzneimittels. Damit erhalten Sie eine umfassendere Sicht auf den Patienten. Die tabellarische Struktur erlaubt, Mittel schnell und direkt miteinander zu vergleichen und verwirrend ähnliche Aspekte besser abzugrenzen.

Direktlink zum Verlagswebsite

 


Unsere Meinung

Mit obigem Buch liegt uns ein weiterer Versuch vor, homöopathische Arzneimittel kurz, prägnant und dennoch umfassend  zu beschreiben. Das ist dem Autor gut gelungen. Er hat die Beschreibungen erweitert um die Rubrik des jeweiligen Lebensthemas.
Zusätzlich gibt er zu jedem Arzneimittel verschiedene Potenzen an, die leider nicht zuzuordnen sind, so dass sie besser weggelassen worden wären.
Ansonsten finden wir ausführlicher alle Beschreibungen fast identisch in der Symbolischen Materia Medica von Martin Bomhardt. Man muss sich also fragen, ob so ein Buch notwendig war.

Dr. Eva Lang

Vergleichende Arzneimittellehre homöopathischer Polychreste

G. Foerster, H. Heé: Vergleichende Arzneimittellehre homöopathischer Polychreste (Natrum muriaticum - Sepia, Calcarea carbonica - Tuberculinum, Medorrhinum - Thuja, Mercurius - Nitri-acidum)

2002  bei Haug Verlag; MVS Stuttgart
628 S., 17 Abb., geb. ISBN: 9783830471257; 39,oo Euro

Verlagsinfo:

Die Autoren haben daher für 8 homöopathische Polychreste die Unterschiede und Gemeinsamkeiten hinsichtlich ihrer Gemüts-, Körper- und Entwicklungssymptomatik sowie mögliche psychodynamische Zusammenhänge in einer bisher einzigartigen Ausführlichkeit dargelegt. Sie entwickeln aus der komplexen Vielfalt von Symptomenreihen Themen und verfolgen diese durch die drei Bereiche. Hierzu haben sie eine Vielzahl von Arzneimittellehren ausgewertet, aber auch eigene klinische Erfahrungen einfließen lassen. Die beschriebenen Mittel kommen insbesondere bei der Behandlung von chronischen Erkrankungen zur Anwendung, und daher wird in der Beschreibung auch der miasmatische Aspekt verstärkt berücksichtigt. Als besonders hilfreich erweist es sich, dass die entsprechenden Repertoriumsrubriken aus dem Complete Repertory und eine Vielzahl von Praxisbeispielen angeführt werden.

  • Vergleichende Materia medica von 8 Polychresten unter Berücksichtigung der Gemüts-, Körper- und Entwicklungssymptome
  • Die Mittel Natrum muriaticum - Sepia, Calcarea carbonica - Tuberculinum, Medorrhinum - Thuja, Mercurius - Nitri acidum in ausführlicher Gegenüberstellung
  • Mit tabellarischer Zusammenfassung der Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Mittel
  • Mit anschaulichen Praxisbeispielen

Direktlink: www.medizinverlage.de/detailseiten/9783830471257.html


Unsere Meinung:

Viele Homöopathen kennen das: man hat für einen Patienten zwei Mittel zur Auswahl und kann sich nicht entscheiden.
Im vorliegenden Buch werden jeweils zwei Mittel (insgesamt acht) miteinander verglichen, und es werden die Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufgezeigt. Diese oftmals verwechselten Mittel sind:
            Natriumt Muriaticum/ Sepia
            Calcares carbonica/ Tubeculinum
            Medorrhinum/ Thuja und
            Mercurius/ Nitri acidum

Die schematische Auswertung mehrerer Arzneimittellehren ist sehr ausführlich und man kann jedes Mittel von Grund auf studieren. (Neben den in Deutsch aufgeführten Symptomen befinden sich die Symptome des Complete Repertory auf Englisch daneben.) Gespickt ist das Ganze mit vielen Fallbeispielen, die das Merken der manchmal trockenen Aneinanderreihung von Symptome vereinfachen.
Das Layout ist meiner Meinung nach noch nicht ganz ausgereift.
Die Symptomgruppen könnten sich durch mehr freien Platz dazwischen besser voneinander abgrenzen. Das Schriftbild ist leicht gedrängt und unruhig mit oft fünf verschiedenen Schriftgrößen pro Seite. Es ist dadurch etwas anstrengend darin zu lernen und lädt nicht unbedingt zum schmökern ein. Ein Lesebändchen wäre auch praktisch.
Sehr gut hat mir die tabellarische Zusammenfassung aller acht Mittel am Ende gefallen.
Der dicke Schinken ist für Menschen geeignet, die schon Homöopathieerfahrungen haben und sich bei der Differenzierung zwischen besagten Mitteln sicherer sein möchten.
Die Mittelvergleiche ziehen sich jeweils über mehr als 130 Seiten.

HP Alexandra Loebe, Münster

Homöopathische Differenzialdiagnose

...bei häufigen Erkrankungen.
Eine tabellarische Übersicht bewährter Indikationen

Eva Lang; Hippokrates Verlag, broschiert; März 2007; 29,95 Euro

Mit diesem Nachschlagewerk binden Sie die Homöopathie leicht in Ihren Praxisalltag ein.

Tabellen mit einheitlicher und klarer Gegenüberstellung der Arzneien geben Ihnen einen systemaischen Überblick über die Alternativen. So differenzieren Sie verwirrend ähnliche Symptome schnell. Aufgrund der direkten Vergleichsmölichkeit eignet sich dieses Buch hervorragend für die Kurzaanamnese in der konkreten Therapiesituation, besonders bei akuten Erkrankungen. Die Autorin hat sich anhand ihrer langjährigen Praxiserfahrung auf häufige Erkrankungen und die wichtigsten Arzneimittel konzentriert.

Eine strukturierte Arbeits- und Lernhilfe.

Tier, Pflanze, Mineral - wer löst den Fall?

Dr. Eva Lang: Tier, Pflanze oder Mineral - Wer löst den Fall?
ISBN: 3933666627; Verlag Peter Irl; 348 Seiten, kartoniert; 34,00 Euro

 

Wege zum homöopathischen Similimum an Hand von 50 homöopathischen Fallbeispielen.

Im Buch werden 50 homöopathische Fälle vorgestellt und unter verschiedenen Analyseaspekten gelöst. Der Lösungsweg ist detailliert beschrieben. Jeder Lernende und Lesende kann zunächst den Fall versuchen, ihn für sich zu lösen. Anschließend kann er seinen Lösungsweg mit dem im Buch dargelegten vergleichen.
Es ist ein Übungsbuch für Lernende, kann aber auch ein spannendes Buch für Fortgeschrittene sein.
Die Modellfälle eignen sich auch für die für die Lehre, da die beschriebenen Fälle über 5-10 Jahre verfolgt worden sind.


Arzneimittellehre Band 2: Familie der Drogen

Mangialavori, Massimo: Praxis. Band 1: Theorie. Band 2: Arzneimittellehre – Familie der Drogen.
512 S., geb. 110,00 €

Seit einigen Wochen liegt uns nun endlich das erste grundlegende Werk von Massimo Mangialavori vor. Gespickt mit spannenden Fällen zeigt er uns anhand der Familie der Drogen seine Art zu arbeiten, zu analysieren und zu differenzieren. Seine sehr innovative Methode gibt uns das sichere Gefühl, einen Zugang zu vielen Arzneimittel zu bekommen. Dies gelingt ihm vor allem durch sein System der Familien und der Themen. Wer diese Art der Homöopathie näher kennen lernen möchte, kann dies zunächst mit diesen beiden Büchern tun. Im Mai 2008 veranstaltet die Hufeland-Schule dann mit Massimo Mangialavori ein Wochenendseminar.

Inhaltsverzeichnis:

Band 1:
Kapitel 1: Der Begriff der Ähnlichkeit   /  Kapitel 2: Das Studium der Substanzen
Kapitel 3: Homöopathische Familie   /  Kapitel 4: Die Fallaufnahme
Kapitel 5: Die Fallanalyse   / Kapitel 6: Das Klinische Material

Band 2:
Kapitel 7: Allgemeine Einführung   /   Kapitel 8: Die Drogen
Kapitel 9: Anhalonium Lewinii  /   Kapitel 10: Psilocybe caerulescens
Kapitel 11: Agaricus muscarius    /   Kapitel 12: Bovista lycoperdon
Kapitel 13: Convolvulus duartinus   /    Kapitel 14: Nabalus serpentarius

Zurück zum Seitenanfang.

88 homöopathische Arzneimittel für akute Erkrankungen

D. Trachsel, B. Vetsch:
88 homöopathische Arzneimittel für akute Erkrankungen


Hippokrates Verlag, Stuttgart 2008 195 S., 89 Abb., 1 Tab., geb. ISBN: 9783830453970 EUR [D] 39,95 / EUR [A] 41,10 CHF 67,90 (CH/UVP)

Direktlink zum Verlag:
www.medizinverlage.de/detailseiten/9783830453970.html

Verlagsinfo:
Diese Materia medica legt den Fokus ganz speziell auf die Mittelcharakteristika bei akuten Erkrankungen. Symptome sind nach klinischer Relevanz geordnet und lassen sich anhand des farblichen Organ-Leitsystems schnell finden. Dieser klinisch orientierte Zugang erleichtert Ihnen den Vergleich der Patientensymptome. Eine Indikationstabelle bietet Ihnen zusätzlich einen Überblick der infrage kommenden Mittel. Das ist Ihr direkter Weg zur passenden Arznei. So lässt sich die homöopathische Akutbehandlung einfach in die Praxis integrieren. 



Das Geleitwort von Dr.Wischner beschreibt sehr gut eine Besonderheit des Buches: Man "kann den Eindruck gewinnen, als sei die Therapie akuter Krankheiten aus der Mode gekommen... chronische Krankheiten (stehen) im Mittelpunkt  des  Interesses."
Die Neuvorstellung der schweizer Autoren hingegen wendet sich ausdrücklichden akuten Beschwerden zu und gibt somit dem Laien wie auch dem Profi Hilfe für ein schnelles und sehr konkretes therapeutisches Eingreifen beim Auftreten spontaner Symtpome und Erkrankungen.  Man wendet sich bewusst ab von einer Konstitutionslehre, die oft allein auf ein Mittel als Schlüssel zur Heilung  setzt. Dabei wird der Patiententypus und die Charakteristika seiner Beschwerden keinswegs auf Oberflächlichkeiten heruntergebrochen, sondern dezidiert dargestellt. Die rasche Zugänglichkeit zum MIttel wird nicht erzielt duch eine Reduzierung der Darstellung, sondern durch eine hervorragende Präsentation der ausgewählten Mittel. 88 Substanzen wurden ausgewählt, um sie übersichtlich zu beschreiben: eine komprimierte, aber durchaus ausreichende Einführung in die Mittelfindung bei der Akutbehandlung führt über einen Indikationsüberblick zu den Einzelsubstanzen.
Diese werden so beschrieben, dass das Auge wirklich Freude hat - und das macht m.E. ein gutes Buch zu einem nicht unerheblichen Teil aus: man findet schnell, was man sucht und behält vor dem inneren Auge, was man gesehenhat. Beginnend mit einem Bild werden Wirkungsorte, Causa und Leitsymptome vorgestellt. Die Klinik ist dann sehr anschaulich in Symptomengruppen gegliedert, die durch Piktogramme schnell erfassbar sind(z.B. Nervensystem, Atemwege, Darm). Die abschließenden Tipps der bpraxiserfahrenen Autoren runden den Zugang ab und helfen beim gezielten Einsatz. Absolut empfehlenswert. js

 

Leitfaden Homöopathie

Jan Geißler und Thomas Quak (Hrsg.)

Elsevier Verlag 2005. 1.472 S., 25 farb. Abb., PVC; €  69,95
ISBN 978-3-437-56350-8

Das kompakte Nachschlagewerk für Einsteiger und erfahrene Homöopathen.

  • Grundlagen: Geschichte der Homöopathie, Anamnese, Fallanalyse, Repertorisation, Erst- und Folgeverschreibung, Behandlung akuter und chronischer Krankheiten
  • Praxis: zu jedem Krankheitsbild therapeutische Strategie inkl. Stellenwert der homöopathischen und schulmedizinischen Aspekte, Wahl der Symptome, wichtige Repertoriumsrubriken, Arzneimitteldifferenzierung, begleitende Maßnahmen
  • Materia medica: Anschauliche Beschreibung praxisorientiert ausgewählter Arzneimittel

www.elsevier.de/978-3-437-56350-8

Eine Riesenmenge an Informationen ist in diesem Buch übersichtlich zusammengefasst. Nach Organsystemen sortiert eignet es sich gut, um einen schnellen Überblick über die homöopathische Behandlung verschiedenster Krankheiten zu bekommen. Die jeweiligen Erkrankungen werden dabei kurz und dabei sehr treffend dargestellt.  Eine kurzgefasste Materia Medica beschreibt die wesentlichen Wirkungsfelder zahlreicher Arzneimittel. Die Anfangskapitel geben prägnante Auskunft über die Grundzüge der Homöopathie, Potenzwahl, Beurteilung des Heilungsverlaufs etc. Nicht zuletzt werden die verschiedenen Strömungen der Homöopathie in groben Zügen dargestellt. Abschließend hilft ein "kleines Kent'sches Frageschema" bei der zielführenden Anamnese.

Und: bei aller Komplexität ist dieses Buch erstaunlich handlich – eine kleine Schatzkiste! (ub)

P. Le Roux: Die Energie des Wasserstoffs

Patricia Le Roux:
Die Energie des Wasserstoffs – Die homöopathische Anwendung der Säuren. Narayana-Verlag.
gebunden. 35,00 €

Das Buch enthält die umfangreichste moderne Darstellung der homöopathischen Anwendung der Säuren. Unter Berücksichtigung von Scholtens Ideen und ausgehend vom Wasserstoff, dem eigentlich säurewirksamen Bestandteil aller Säuren, beschreibt die homöopathische Pionierin 27 verschiedene Säuren.
Neben Acidum phosphoricum oder Acidum nitiricum werden hier auch weniger bekannte Säuren wie Ribonukleinsäure, Hippursäure oder Milchsäure mit Fallschilderungen aus ihrer Praxis beschrieben. Zum Beispiel das neue Verständnis einer so unbekannten wie hochwirksamen Säure wie Acidum nitromuriaticum, des Königswassers, zeigt die einfache Tiefe und Praxisbezogenheit der Autorin und wird das Herz jedes "ächten Heilkünstlers" erfreuen. Allein bei der Schilderung von Acidum sarcolacticum wird man erkennen, dass dieses Buch ein echtes Highlight der neueren homöopathischen Literatur ist.

Ein kompaktes, alphabetisch gegliedertes Nachschlagewerk, eine didaktisch und praxisnah gestaltete Arzneimittellehre mit Fallbeispielen - einfach gut.

"Trotz der Vorbehalte die ich hatte, muss ich sagen, dass es sich hier um ein wunderbares Buch handelt. Ich habe durch seine Lektüre viel gelernt und kann es jedem von ganzem Herzen empfehlen. Ich habe schnell erkannt, dass ich Fälle und klinische Ergebnisse eines homöopathischen Genies las, und die pure Freude an ihrer Kunst ist auf mich übergesprungen. [...]" "Das wichtigste klinische Thema der Autorin ist die Vielzahl der Anwendungsmöglichkeiten von Säuremitteln in der Pädiatrie. Sie zeichnet kurze Skizzen der Kinder (und ihrer Eltern), die sie behandelt hat. Mit Hilfe ihrer einfühlsamen Wahrnehmung des Verhaltens der Kinder und der Familiendynamik gelingt es ihr, einige selten verwendete und interessante Rubriken zu finden. Dies hat mich dazu gebracht, einige alte Fälle noch einmal anzuschauen, und ich freue mich auf einen neuen Ansatz beim nächsten Besuch meiner jungen Patienten." (Francis Treuherz MA RSHom FSHom. (Rezension aus "The Homeopath, Journal of the Society of Homeopaths")

 

Dr. med. Berndt Rieger: Psychosomatische Homöopathie

Berndt Rieger:
Psychosomatische Homöopathie: Was hinter der Krankheit steckt

Haug Verlag, Stuttgart 2008 352 S., 27 Abb., 2 Tab.;  ISBN: 9783830422716;  29,95 Euro

Verlagsinfo:

Was Körper und Seele uns sagen

Hinter jeder Krankheit steckt eine Ursache, die nicht notwendigerweise körperlich sein muss. Alles, was einen Menschen ausmacht – seine Gefühle, Gedanken, Wünsche, Hoffnungen und Ängste – drücken sich auch auf körperlicher Ebene aus: Der Mensch wird krank. Ganzheitliche Heilung ist erst möglich, wenn wir verstehen, was Körper und Seele uns sagen wollen.
Dabei hilft uns die Homöopathie. Diese sanfte Heilmethode behandelt seit jeher Menschen, nicht Organe, Kranke, nicht Krankheiten. Sie schaut hinter das Symptom und erfasst den Menschen als Einheit von Körper und Seele. Mit diesem Buch haben auch Sie die Chance, Ihrer Krankheit auf den Grund zu kommen. Es bietet Ihnen

  • die passende Arznei für über 100 Indikationen,
  • den körperlich-seelischen Bezug dieser Krankheiten,
  • den leichteren Zugang zu Ihrem Konstitutionstyp und damit zum Konstitutionsmittel.

Nehmen Sie Ihre körperliche und seelische Gesundheit jetzt selbst in die Hand:Behandeln Sie Ihre körperlichen Beschwerden, finden Sie heraus, was hinter der Krankheit steckt und stärken Sie Ihren Konstitutionstyp. So werden Sie kompetent und lernen die Sprache von Körper und Seele verstehen.

Direkttinfo: www.medizinverlage.de/detailseiten/9783830422716.html


Unsere Meinung:

Homöopathie-Bücher gibt es zuhauf, dabei auch zahllose Hilfen zur Selbsthilfe. Das soll dem einzelnen Buch in diesem Pool keinen Wert absprechen, aber sicher gibt es einige, die mehr in den allgemeinen Informationswogen untergehen oder aber auch herausstechen. Die "Psychosomatische Homöopathie" von Berndt Rieger ist so eines. Zuerst hat mich die schöne Aufmachung angesprochen. Gut, das ist eine Oberflächlichkeit, aber Lesen geht über's Auge und soll auch Spaß machen. Die Leseransprache durch den Autor gefällt mir auch - anschaulich, persönlich. Und damit komme ich auch zum Inhalt: anders an diesem Werk ist, dass Rieger ein System zur Mittelfindung beschreibt, welches körperliche Symptome mit dem persönlichen Konstitutionstyp verbindet. Dazu beschreibt er neben dem somatischen Bezug der Präparate wichtige Konstitutionsmekmale anhand von klassischen Patiententypen, die er vier großen Gruppen zuordnet. Letztlich soll es dann zu einem Abgleich der in Frage kommenden Mittelauswahl kommen - der Titel "psychosomatische Homöopathie" kommt hier in der Tat voll zum Tragen.
Das Buch ist als Ratgeber konzipiert, deswegen findet man auch Basiswissen zur Homöopathie und zur Anwendung. Ich könnte mir nun gut vorstellen, dass es eingefleischte Fachleute gibt, die es ablehnen, faktisch dem Laien grundlegende Kompetenzen wie die Konstitutionsfindung aufzutragen. Aber ich finde es gut - das Buch macht Patienten sensibler und reflektierter über die Art der Erkrankungen, die sie bekommen, über die psychosomatischen Zusammenhänge. Und dabei ist es keineswegs oberflächlich oder populär geschrieben. Eine gute Brücke zwischen Ratgeber und Fachbuch.
(js)

Kinder homöopathisch behandeln

Ute Boeddrich

Kinder homöopathisch behandeln
mit Mind-Maps® zum passenden Mittel

2008; 216 S., 569 Abb., geb.
ISBN: 9783830454045   44,95  Euro (D)
inkl. gesetzl. MwSt., zzgl. EUR 3,95 Versandkosten [D].
Versandkostenfreie Lieferung ab EUR 50,00 Bestellwert [D].

Verlagsinfo:
Eine besondere Lernhilfe: Homöopathische Indikationen in Form von Mind-Maps® speziell für das zentrale Homöopathie-Thema Kinderheilkunde.

Die Visualisierung mit sog. Gedanken-Bäumen hilft Ihnen, sich die Leitsymptomatik besser einzuprägen. Welches homöopathische Mittel ist bei einer Erkrankung indiziert? Das Buch gibt Ihnen schnell und unkompliziert eine Antwort.

Mind-Maps® - für ein effektives Lernen und ein schnelles Nachschlagen des möglichen Arzneimitte


Der Hippokrates-Verlag steht für gebrauchsfreundliche, praxisorientierteFachliteratur im Bereich der Naturheilkunde und der komplementären Medizin. Mit dem vorliegenden Buch wird nichts ganz Neues präsentiert, aber etwas sehr wichtiges, was m.W. lange nicht aktuell auf den Markt gekommen ist: ein Praxisbuch zur homöopathischen Behandlung von Kindern. Wie gesagt, so etwas gibt es durchaus, aber das Werk hat durchausseine Berechtigung: in gewohnter Veragsmanier wird ein schönes und meist übersichtliches Buch vorgelegt, welches dem professionellen Praktiker wieaber auch dem Laien (Eltern) eine wertvolle Hilfe bieten kann. Gut strukturiert und bebildert werden kurz und griffig die wichtigsten MIttel für die wichtigsten Situationen und Erkrankungen des Kindes erläutert.

Zur Veranschaulichung der Wahl und der Alternativen werden Mind Maps® benutzt. Das ist an einige Stellen sicher gut und hilfreich. Aber auch als Freund dieser Darstellung muss ich sagen, dass sie nicht immer der Übersichtlichkeit dienen. Mind Maps® haben derzeit Hoch-Konjunktur; das zeigt sich schon allein an der Zunahme von Programmen, die man dazu als FreeWare aus dem Netz ziehen kann. Aber die Darstellungsvorgaben entsprechen nicht immer dem Wirkungsziel. So leider stellenweise auch in diesem Buch - mal geht die "Denke" von links nach rechts, mal von rechts nach links, mal sind Einzelstränge farblich differiert, mal nicht.

Fazit: inhaltlich ein gutes Buch, in der Form ansprechend, aber mit "Abzügen in der B-Note." js

Wiesenauer: Homöopathie für Apotheker und Ärzte

Wiesenauer, Markus

Homöopathie für Apotheker und Ärzte; neu: 3. Band

Band 1 enthält die vollständigen Wirkungsprofile aller relevanten Homöopathika, Band 2 den Arzneimittelindex der Homöopathika, behördliche Aufbereitungsmonographien und Rechtsvorschriften über das Herstellen, Handeln und Zulassenvon Homöopathika.

Der neue Band 3 Arzneimittelbilder in Cartoons bringt die Besonderheiten der wichtigsten Homöopathika in Text und Bild auf den Punkt. Auf ausklappbaren Doppelseiten zeigt die Bildseite die typischen Symptome des Mittels als anschauliche Cartoons und die Textseite den Leitsatz, Auslöser/Lokalisation der Symptome, Leitsymptome und bewährte Anwendungsgebiete. Querverweise leiten zu den Arzneimittelprofilen in Band 1.

Komplett: 98,- Euro /  CD-Version: Nutzungslizenzgebühr für die Einzelplatzversion: € 50,-- zzgl. MwSt.

Verlagsinfo:

Das unentbehrliche Nachschlagewerk für Fachkreise! KompleMed enthält umfassende Informationen zur Homöopathie, Phytotherapie und Komplementärmedizin. Der modulare Aufbau des Systems ermöglicht es genau die Datenquellen zu abonnieren, die dem eigenen Informationsbedürfnis entsprechen.


Unsere Meinung:

Marcus Wiesenauer ist uns seit vielen Jahren bekannt als Autor für Kurzdarstellungen homöopathischer Arzneimittel, Zusammenfassung deren Monographien incl. der geltenden Rechtsvorschriften für homöopathische Arzneimittel. Er gibt Apothekern für den Handverkauf und Ärzten für die Praxis einen schnellen Überblick über Arzneimittel bei bewährten Indikationen. Nun liegt ein dritter Band vor, in dem er Arzneimittel in Form von Kurzbeschreibungen incl. Cartoons darstellt. Es wird annonciert als Band mit den in Offizin und Praxis häufig verwendeten Arzneimitteln. Ich hätte mir einen Hinweis gewünscht, dass die Darstellungen noch nicht vollständig sind, da im Moment nur Mittel von Abrotanum bis Galphimia beschrieben sind. Das ist etwas irritierend.

In der Kürze liegt die Würze aber auch die Gefahr, Arzneimittel zu ungenau oder zu oberflächlich zu benennen. So würde ich auf die Darstellung einer Memo-Bemerkung verzichten. Andererseits sind die aufgeführten Leitsymptome mittelhinweisend und machen den Nachteil der Memos wieder wett.

Cartoons sind im Moment en vogue und gelten als Lernhilfe, was sie für visuell lernende Menschen zweifelsohne auch sind. Aber auch dabei besteht die Gefahr, dass das Augenmerk bei den Arzneimitteln zu sehr auf nur einen Aspekt gelenkt wird und andere Aspekte vernachlässigt werden.

Insgesamt ist der 3. Band eine gelungene Ergänzung zu dem bestehenden Werk und es erhöht die Lernlust und den Lerneffekt. Ich warte gespannt auf die noch folgenden Arzneimitteldarstellungen.

Dr.Eva Lang

Hahnemann: Krankenjournal D22

Samuel Hahnemann: Krankenjournal D 22 (1821);

Transkription und Kommentarband; Die Krankenjournale. Kritische Gesamtedition; bBearbeitet von Dr. M. Mortsch
Herausgegeben von Prof. R. Jütte, Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung, Stuttgart
Haug Verlag     2008; 976 S., 1 Abb., geb.;  2 Bände, Leinen
ISBN: 9783830470397   EUR 129,95

Verlagsinfo:

Hahnemann begann um 1799 damit, seine Patientenbefunde und Verordnungen systematisch zu notieren. Er behielt diese Praxis bis zu seinem Tode bei und verfasste auf diese Weise 55 Bände, die sogenannten "Krankenjournale", von denen lediglich der erste Band als verschollen gilt. Die Gesamtedition der originalen Krankenjournale ermöglicht es der homöopathischen Forschung erstmals, sich mit Hahnemanns homöopathischer Praxis systematisch auseinanderzusetzen. Mit dem Krankenjournal D22 (1821) liegt ein weiterer Band aus der Leipziger Zeit Hahnemanns vor.

www.medizinverlage.de/detailseiten/9783830470397.html

 

Unsere Beurteilung:

Ein Museumsstück – für Homöopathie-Studierende lesbar gemacht.

An die 1000 Seiten Originaltext bieten dem Leser die Möglichkeit, dem Begründer der Homöopathie in seiner Sprechstunde quasi über die Schulter zu schauen.

Der Kommentarband enthält neben biographischen Daten eine detaillierte Analyse des Krankenjournals mit interessanten, durch aus kritischen Schlussfolgerungen über Hahnemanns Arbeit.

Wer Ratschläge für den Praxisalltag sucht, ist mit anderen Werken sicher besser bedient, doch für alle, die Homöopathie lehren oder die sich kritisch mit Quellentexten auseinandersetzen möchten, ist dieses Buch eine Fundgrube.

Ulrike Bastian

 

Gerhard Köhler: Homöopathie

G. Köhler

Lehrbuch Homöopathie, Band 2:   Praktische Hinweise zur Arzneiwahl

7.,akt.Aufl.2009; 395 S., 5 Abb., 9 Tab., geb./   ISBN: 9783830454205
89,95 Euro

Verlagsinfo:

"Der Köhler" ist Pflicht: Als Arzt, der in Weiterbildungskursen die Zusatzbezeichnung Homöopathie erwerben möchte, kommen Sie ohne dieses Lehrbuch kaum aus. Schritt für Schritt erarbeiten Sie sich hier die Grundlagen einer individuellen Behandlungsweise.

In Band 2 des Klassikers werden Sie systematisch zum Simile, der Arzneientsprechung, geführt. Übersichtstabellen und Hinweise auf die Repertorien zeigen Ihnen den Weg. Die Mittel sind alphabetisch geordnet und z.T. in ihrer Wertigkeit vorangestellt. Die differenzierte Beschreibung der Arzneisymptome hilft Ihnen, die passende Arzneiwahl zu treffen.

Direktinfo: www.medizinverlage.de/detailseiten/9783830454205.html

 


Unsere Meinung: 

Dieses Buch kann ich sehr empfehlen. Neben der Gliederung nach Organsystemen und den dazugehörigen Krankheiten gibt es viele Übersichten, die eine schnelle Orientierung und Mittelwahl ermöglichen. Zu den meisten „gängigen“ Krankheiten und  Symptomen werden bewährte Mittel kurz und prägnant dargestellt. Bei akuten Krankheiten kann man hier schnell fündig werden – bei einer Konstitutionsbehandlung kann es gute Dienste zur Vorsortierung oder zur Entscheidung zwischen mehreren Mitteln leisten. Ein wirklich guter Begleiter in der homöopathischen Praxis.

Ulrike Bastian

Frans Kusse: Kindertypen (Homöopathie)

Kusse, Frans: Kindertypen

280 S., geb., 39,- €

Der einfühlsame und liebenswürdige holländische Arzt Frans Kusse beschreibt aus seiner großen klinischen Erfahrung 57 häufige homöopathische Kindertypen. Gekonnt schildert er besonders die psychischen Merkmale der einzelnen Mittel und lässt anschauliche Mittelbilder entstehen, die leicht wiederzuerkennen sind.

Das Buch ist richtig originell und stammt aus der Feder eines Praktikers. Neben Polychresten wie Belladonna oder Pulsatilla beschreibt er auch weniger bekannte Mittel wie Beryll, Lithium, Mangan, Helium, Hydrogen oder Saccharum officinale. Diese sind bei Kindern sehr oft angezeigt, doch wurden sie bisher meist nur für Erwachsene und auch nur vereinzelt in Fachzeitschriften geschildert.

Weil wir das ganze Buch und die Qualität der Mittelbilder mögen, wollten wir es als Herausgeber der deutschen Version nicht nur bei einer Übersetzung belassen. So haben wir diese erste deutsche Ausgabe durch Fotos bereichert. Gerade die homöopathische Typologie profitiert durch solche Portraits besonders.

Unsere Kanderner Praxis konnte zu 27 Mitteln 45 Kinderfotos beisteuern. Bei den meisten Mitteln konnten zwei sprechende Bilder wiedergegeben werden, die als Paare oft erstaunliche Ähnlichkeiten aufweisen. Hierbei handelt es sich fast durchweg um langjährig beobachtete konstitutionelle Fälle, die auf das jeweilige Mittel sehr gut ansprachen, meist mit erneuter ausgezeichneter Wirkung bei Wiederholung des Mittels nach Monaten oder Jahren.

Möge dieses zauberhafte Buch allen Kollegen, interessierten Eltern und Großeltern, Lehrern und Psychologen eine Hilfe sein, die angezeigten Mittel bei den Kindern besser erkennen zu können!

[Text Narayana-Verlag, ausgewählt von Helmut Ruck]

Nash: Leitsymptome in der homöopathischen Therapie

E.B. Nash
Leitsymptome in der homöopathischen Therapie

Übersetzt von R. Wilbrand
2., akt. Aufl. 2009 542 S., 1 Abb., geb.
ISBN: 9783830473015  29,95 Euro

Verlagsinfo:

Nashs Leaders in Homoeopathic Therapeutics sind seit über 100 Jahren ein Klassiker der Homöopathie-Literatur und eine spannend geschriebene Einführung in die Welt der Materia medica.

Nützlich sowohl für die homöopathische Ausbildung als auch für die Praxis - mit zahlreichen differenzialdiagnostischen Hinweisen aus der langjährigen Praxis des Autors.
Der quellenkritischen Übersetzung von Rainer Wilbrand liegt die von Nash erheblich erweiterte 4. Auflage von 1913 zugrunde. Sämtliche Symptome wurden anhand der Originalquellen überprüft und mit detaillierten Quellenangaben (Chiffren) versehen, sodass das Werk deutlich an Präzision und Zuverlässigkeit gewonnen hat.

Neu in der 2. Auflage:
Vollkommen stilistisch überarbeitet und korrigiert.
Anpassung an die neue Rechtschreibung

Direktlink: www.medizinverlage.de/detailseiten/9783830473015.html


Unsere Meinung:

Der „Nash“ ist  eine Standardwerk der Homöopathie und beschreibt über 230 Mittel. Es ist weitgehend flüssig und spannend geschrieben und man kann sich gut vor dem Schlafengehen noch eine Mittel-Gut-Nacht-Geschichte zu Gemüte führen... Obwohl es ein alter Schinken ist (Erstauflage 1898!), hat es nichts von seiner Aktualität eingebüßt.

Es ist kompakt und umfangreich – liegt mit seinem Format und seinen zwei Lesebändchen ein bisschen wie eine Bibel in der Hand - und wurde 2004 neu übersetzt (unter Einbeziehung von Nashs 4. Auflage von 1913). Die „Nash-Bibel“ ist dadurch dicker geworden (weil mehr Mittel), die Leitsymptome werden noch mal dem jeweiligen Mittel vorangestellt, die Sprache ist nicht mehr so sperrig und die Übersetzung fehlerfreier (man merkt, dass der Übersetzer Homöopath ist).

Das Buch ist gleichwohl in seinem Ausdrucksstil von Nash geprägt und gefärbt, was Spaß macht und oft wirkt, als habe er „einfach drauflosgeschrieben“. Ein bisschen, als ob man im Seminar sitzt und einer erzählt etwas...
Zwar verzichtet er auf Kopf-Fuß-Schemata, doch jedes Mittel unterliegt seiner eigenen Struktur, er bündelt z.B. Symptome zu Symptomkomplexen und vergleicht viele Mittel differenzialdiagnostisch miteinander.

Ein paar kleine Mäkeleien betriffen das Lay-Out:

  • für meinen Geschmack zu „dicht“ (keine Leerzeilen zwischen den Symptomgruppen, bei einem neuen Mittel wird keine neue Seite angefangen)
  • die kursiv hervorgehobenen Merkmale heben sich optisch kaum von der anderen Schrift ab (in der alten Ausgabe besser, da fettgedruckt)

Fazit: (fast) quadratisch , praktisch, gut!
Sollte sich in jeder Regalreihe mit Homöopathie-Büchern breit machen dürfen.

HP Alexandra Loebe, Münster

Farokh Master: Die Milchmittel in der Homöopathie

Farokh Master: Die Milchmittel in der Homöopathie.
Narayana-Verlag
gebunden, 29,00 €.

Der bekannte indische Arzt präsentiert hier das rundeste und klinisch fundierteste Werk über die Milchmittel. Mit 13 Mittelbeschreibungen ist es eine umfassende Sammlung dieser Familie. Die deutsche Ausgabe wurde gegenüber der englischen um vier neue Mittel ergänzt. So werden hier erstmals Fälle von Seehund-, Schweine- und Eselsmilch publiziert. Alle dargestellten Mittel werden durch klinische Erfahrungen bereichert. Es werden nicht nur Prüfungssymptome aufgelistet, sondern auch der Sinn der Symptome gezeigt und differentialdiagnostische Hinweise gegeben. Neben den allgemeinen Themen der Milchmittel folgt eine Beschreibung der Arzneimittelbilder von Lac humanum, Lac equinum, Lac delphinum, Lac caprinum, Lac leoninum, Lac caninum, Lac felinum, Lac vaccinum defloratum, Lac ovinum, Lac suinum, Lac lupinum, Lac asinum und Lac phoca vitulina. Eine Materia Medica, die über reine Prüfungssymptome hinausgeht, denn der Autor schöpft aus großer klinischer Erfahrung. Die Essenzen sind gut herausgearbeitet, gefolgt von vielen Fallbeispielen. Mit Farbfotos der einzelnen Mittel.

Zurück zum Seitenanfang.
Zurück zur Literaturübersicht.