Archiv, Links & mehr
- 1: Aktuelles.
- 2: Naturheilzentrum Senden.
- 3: Heilpraktiker-Schule.
- 4: Team und Dozenten.
- 5: Fachausbildungen.
- 6: Online-Studium.
- 7: Homöopathie.
- 8: Archiv, Links & mehr.
- 8.1: Literatur und Co.
- 8.2: Links.
- 8.3: Fach-Informationen.
- 8.3.1: Leitartikel.
- 8.3.2: Kurz-Informationen.
- 9: Schüler-Bereich.
- 10: Bildergalerie.
- 11: Kontakt.
- 12: Termine.
Vitamine, Vitamine...
Vitaminmangel trotz Überfluss, Vitamintabletten aus Amerika , auf Styropor gezogene „Null-Wert“-Salate, Meta-Studien zu tödlichen Vitamindosierungen, Vitamindrinks, Vitamine gegen Krebs... die Reizwortpalette für die Diskussion um die Lebenselixiere ist fast ohne Ende. Müssen wir uns dann auch noch daran beteiligen? Klares: „Jein“ – nicht diskutieren, sondern informieren.
Infos für Prüfung und Praxis hierzu in unserem Monatsthema Mai/Juni.
Diese Reihe wird vorauss. im Winter 2007/2008 ergänzt durch Infos und Hintergründen zu weiteren Vitaminen, Medikamenten und Stoffen.
Teil 5 Vitamin K
Vitamin K ist in unserer Reihe das letzte der fettlöslichen Vitaminen. Seinen Namen hat es nicht allein aufgrund von „Entdeckungschronologie“, sondern in Andeutung der Hauptwirkung, der Koagulation des Blutes. Daneben hat es regulatorische Funktionen im Knochen- und Zellstoffwechsel. Vitamin K1 kommt in vielen Pflanzenteilen vor, andere Vitamin-K-Formen werden wahrscheinlich durch Bakterien im Körper aus diesem Basisstoff gebildet. Eine synthetische Form liegt als Vitamin K4 vor.
Wichtig ist, dass es kaum diaplazentar übertragen wird und Neugeborene deshalb i.d.R. einen Mangel aufweisen.
Vorkommen von Vitamin E
Vitamin K kommt in höheren Konzentrationen vor in:
- Chlorophyllhaltigen Stoffen, u.a.
- Tomaten, Kopfsalat
- grünes Gemüse, Kohl, Broccoli, Spinat, Sauerkraut
- sowie in Leber
Speicherung und Verarbeitung
Die Vitamine der K-Gruppe sind weitgehend hitze- und oxydationsstabil. Licht verringert hingegen die Bioverfügbarkeit in hohem Maße.
Aufgenommen wird Vitamin K wird im proximalen Dünndarm. Diese geschieht teilweise mithilfe von Gallen- und Pankreassäften. Über Blut und Lymphe gelang es in Organe und Gewebe, in denen es benötigt wird. Hier ist v.a. die Leber zu nennen. Eine Speicherung erfolgt bis zu 14 Tagen. Ein sog. Vitamin-K-Zyklus kann den Zustand des Stoffes im Körper verändern und so die biologische Aktivität anpassen. Antikoagulanzien (wie z.B. Marcumar) greifen hier an und behindern die Wirkung von Vitamin K.
Ausgeschieden wird Vitamin K über Stuhl und Urin.
Wirkung von Vitamin K
Vitamin K hat
- Einfluss auf die Wirkung der Gerinnungsfaktoren II, VII, IX, X . Zudem werden gerinnungshemmenden Proteine unter Einfluss von Vitamin K inaktiviert. Auch Antikoagulanzien (Marcumar u.a.) können in ihrer Wirkung aufgehoben werden. Gleichzeitig zeigen hohe Vit.-K-Dosierungen keine Thromboseneigung.
- Vitamin K hat eine erwiesene Wirksamkeit in der Osteoporoseprophylaxe, auch bei Knochendefekten aufgrund anderer Erkrankungen (Prednisoltherapie, Stoffwechselstörungen, Inaktivitätsatrophie u.a.). Die Osteoklasten-Aktivität wird vermindert.
- Es wird daher spekuliert, dass Vitamin K vor Arteriosklerose schützt
- Vitamin K hat Einfluss auf die Zellwachstumsregulation und somit auch auf die Entstehung von Tumoren. Eine krebsprophylaktische Wirkung wird diskutiert, ist aber nicht nachgewiesen; gleichwohl belegten Studien eine erhöhte Krebsrate bei Kindern, die gegen die Hypovitaminose Vitamin-K intramuskulär injiziert bekamen. Bei oraler Gabe kam es anscheinend nicht zu diesem Risiko.
Mangelerscheinungen
... sind nur zu befürchten bei
- Einsatz von Cumarin-Derivaten (Marcumar) als Antagonisten von Vitamin K
- oder beim Säugling
Symptome sind hier Blutungen
Bedarf und Überdosierung
Bei herkömmlicher Ernährung kommen Hypovitaminosen bzgl. Vitamin K kaum vor.
Auch in hohen Dosen ist der Stoff nicht toxisch oder Nebenwirkungen hervorrufend. Eine Ausnahme bilden die Substitutionsbehandlung beim Neugeborenen: In diesem Fall kann hochdosiertes Vitamin K eine Hämolyse auslösen





