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Schwerpunktthema des Monats: Hautkrebs
Hautkrebs ist ein Thema, welches zunehmend in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückt: der Basalzell-Hautkrebs (Basaliom) ist mit zirka einer Neuerkrankung auf 1.000 Einwohner einer der häufigsten Krebsarten, das Aufkommen der bösarigen Hauttumoren insgesamt ist in den vergangenen rund 20 Jahren um mehr als 100% gestiegen, klimatische Veränderungen und karzinogene Stoffe lassen die Alarmglocken noch lauter schrillen.
Diese Relevanz geht auch an der Heilpraktikerprüfung nicht vorbei: Bilder von Hauttumoren werden als Einstieg für Falldiskussionen vorgelegt und Prüflinge müssen vorbereitet sein auf das Erscheinungsbild der verschiedenen Krebsarten.
In unserer Reihe zum Thema Hauttumoren haben wir deshalb wichtige Aspekte zusammengetraen - inklusive vieler Bilder, die einen besseren blickdiagnostischen Zugang erleichtern sollen.Unser Monatsthema umfasst vor diesem Hintergrund in vier Beiträgen die Themenfelder:
Teil 1: Malignes Melanom / Tipps für die Prüfung
Teil 2: Spinaliom und Basaliom
Teil 3: Therapieansätze
Teil 4: Weitere Hauttumoren
Diese bisherigen Teile der Serie können Sie als Download nachlesen.
Teil I bis IV als Download
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Download: Malignes Melanom, Basaliom, Spinaliom, Prüfungstipps, Schulmedizinische Therapie |
Weitere Downloads zum Thema
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ABCD-Regel zur Differenzierung des MM |
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Hautkrebs_Schutz_Ausbreitung.pdf Hautkrebs: Schutz und Ausbreitung |
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Selbstuntersuchung auf Hautveränderungen |
Fotos: diverse unbekannte Quellen
Teil V: Kaposi-Sarkom
Neben den bislang beschriebenen bösartigen Hauttumoren ist das Kaposi-Sarkom zu nennen. Seine Bezeichnung verdankt der Tumor seinem Entdecker, einem gleichnamigen österreichschen Dermatologen. Es handelt sich dabei um einen teilweise sehr aggressiven Gefäßkrebs, der sich an der Hautoberfläche abzeichnet. Bis Anfang der Achtziger Jahre war die Krankheit insbesondere in Europa nahezu unbekannt. Seltene Fälle traten fast ausschließlich in Afrika oder Südeuropa auf. Wir kennen Kaposi seit dem Auftreten von Aids. Die Hauterscheinung ist hier fast uneingeschränkt mit der Immunschwächekrankheit verbunden. Dabei ist sie zunehmend aggressiver geworden. Der genaue Kausalzusammenhang rund um die Auslösung und die Entwicklung liegt (noch) im Verborgenen.
Es werden zwei unterschiedliche Formen des Kaposi-Sarkoms unterschieden:
- disseminiertes Kaposi-Sarkom bei AIDS (häufigere und aggressivere Variante); kurz: DKS; diese Form tritt auch auf nach Transplantationen und einer darauf folgenden Therapie mit Immunsuppressiva, die das Abstoßen des Transplantats verhindern sollten, die Entstehung des DKS jedoch um ein vielfaches begünstigen
- klassisches idiopathisches Kaposi-Sarkom
Etwa 30 Prozent aller an AIDS Erkranken bekommen auch ein DKS. Vor diesem Hintergrund gehört es zu den Aids-definierenden Erkrankungen. Entgegen der häufigen Annahme, dass Kaposi nur im Endstadium von Aids vorzufinden sei, muss festgehalten werden, dass das DKS prinzipiell in jeder Phase des Krankheitsverlaufs von einer HIV-Infektion bis zum Vollbild entstehen kann. Auch das Erscheinungsbild des DKS wird vielfach falsch eingeschätzt: bekannt sind die Bilder von teilweise ulzerierenden dunkelrot-violetten bis braunen Gefäßtumoren, die große Hautareale an Beinen oder Rumpf bedecken.
Man muss jedoch im Blick haben, dass der Weg zu diesem Endstadium über anfangs lediglich kleine, hellrote Flecken auf Hautniveau geht, die eher unauffällig sein können oder roseolenartig wirken. Sie entwickeln sich zu derben braunroten bis bläulichen Knoten, die aus dem Hautniveau heraustreten. Besonders betroffen sind Spaltlinien der Haut sowie Schleimhäute im Mund- und im Genitalbereich befallen. Die Knoten zeigen regelmäßig eine Geschwürsneigung. Das DKS kann fast unauffällig in Stecknadelgröße auftreten, aber auch bis auf Handtellergröße anwachsen. Oft konfluieren dann kleine benachbarte Herde. Die inspektorische Diagnose kann durch eine Probeentnahme und mikroskopische Untersuchung untermauert werden.
Das DKS kann auch innere Organe durchsetzen. Die Folge sind lebensgefährliche innere Blutungen.
Das klassische Kaposi-Sarkom ist vergleichsweise selten und befällt in erster Linie Afrikaner, hierbei vor allem Männer über 50 Jahre. Es ist äußerlich ohne Unterschied zum DKS, entwickelt sich jedoch langsamer oder bleibt sogar lange Zeit stabil bevor es v.a. lymphogen metastasiert.
Therapie
Das aids-assoziierte Kaposi-Sarkom ist nicht heilbar. Prognosen und Bewertungen sind fraglos stets an den Status der Aids-Erkrankung gebunden. Der Hauttumor selbst kann durch chirurgische Entfernung, Strahlentherapie, Vereisung mit flüssigem Stickstoff oder niedrigdosierten Zytostatika und Interferonen behandelt werden. Betroffene innere Organe werden meistens per Röntgen- oder Chemotherapie behandelt. Tritt ein Kaposi-Sarkom auf, ist die Überlebenszeit oft nur noch sehr kurz (z.T. wenige Monate).







