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Eigenblut-/ Eigenharnverfahren
“Blut ist ein ganz besonderer Saft.” Goethes Mephisto
Die Eigenblutbehandlung wie wir sie heute kennen, ist etwas mehr als 100 Jahre alt. Die Anfänge dieser Therapie gehen aber schon bis ins 3. vorchristliche Jahrhundert zurück und sind in Aufzeichnungen chinesischer Arzneibücher dokumentiert.
Wir haben es hier mit einem Therapieverfahren zu tun, das ein sehr breites Anwendungsgebiet hat und aus der modernen Naturheilpraxis nicht mehr wegzudenken ist.
Es liegt im Wesen des lebenden menschlichen Organismus, daß er durch die ihm innewohnende Fähigkeit zur Selbstregulation Abweichungen vom gesunden Gleichgewicht auszugleichen versucht. Dieses geschieht durch die Aktivierung körpereigener Abwehrkräfte. Durch Injektionen mit Eigenblut verändert der Körper seine Reaktionslage. Das führt zu einer Vermehrung der Immunkörper (z.B. Antikörper). Dadurch kommt es zu einer Resistenzsteigerung des Gesamtorganismus, wodurch die allgemeine Abwehrlage angehoben wird. So wird die Heilungsfähigkeit des Körpers positiv beeinflusst.
Wie es im Detail zu dieser Abwehrsteigerung kommt, ist bis heute letztlich noch nicht erwiesen. Man weiß aber, daß die Injektion von Eigenblut im Körper eine Kettenreaktion von Immunvorgängen auslöst, die für die unspezifische Steigerung unseres Immunsystems verantwortlich gemacht wird. Die Eigenblutbehandlung gehört somit zu den sogenannten “Umstimmungsverfahren”.
Durchführung
Man entnimmt eine bestimmt Menge Eigenblut aus einer Vene. Die Menge schwankt zwischen 0,1 und 3 ml, in manchen Fällen auch mehr. Das Blut wird intramuskulär oder subcutan (unter die Haut) zurückgespritzt (reinjizieren). Man kann das Blut unverändert oder mit Zusätzen reinjizieren. Als Zusätze bieten sich z.B. an:
- Verschüttelung mit Ozon
- Vermischung mit destilliertem Wasser
- Vermischung mit homöopathischen Arzneimitteln.
Die Reinjektion löst dann die oben beschriebene Reaktion im Körper aus. Man wiederholt die Behandlung in der Regel nach drei Tagen. Wenn man starke Reaktionen des Immunsystems erwartet, wählt man auch größere Behandlungsintervalle, etwa einmal in der Woche oder alle 10 Tage. Insgesamt sind normalerweise 10 Injektionen notwendig.
Anwendungsgebiete
Die Eigenblutbehandlung hat sich besonders bei folgenden Störungen bewährt:
- Allgemeine Abwehrschwäche mit chronischer Infektanfälligkeit, z.B. chron. Nasennebenhöhlenentzündung, Halsentzündungen, Bronchitis, grippaler Infekte, u.v.a.
- Rheumatische Erkrankungen
- Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Schuppenflechte, Kontaktekzem etc.
- Allergien wie Heuschnupfen, Hausstaub-Milben-Allergie, Asthma bronchiale etc.
- Depressive Zustände
- Schlafstörungen
- Hormonelle Störungen
- Allg. Rekonvaleszenz
- Pilzerkrankungen


